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Bundesstadt Bonn

Kinderbetreuung

In Bonn öffnen - wie in ganz NRW - ab dem 8. Juni 2020 alle Kindergärten und Tagespflegestellen für alle Kinder, für die ein Betreuungsvertrag besteht. Die Öffnungszeiten werden allerdings um jeweils zehn Stunden in der Woche reduziert. Die Betreuung erfolgt weiter unter den Maßgaben des Infektionsschutzes.

Auf dieser Seite

  1. Wer ist eine „Person, die in kritischer Infrastruktur tätig ist“ (Schlüsselperson)?
  2. Wie sollen Eltern sich verhalten, die keinen Betreuungsanspruch haben?
  3. Erstattung von Elternbeiträgen aufgrund des Betretungsverbots

Auf keinen Fall dürfen Kinder betreut werden, die Krankheitssymptome aufweisen, oder deren Eltern bzw. andere Personen aus häuslicher Gemeinschaft Krankheitssymptome von COVID-19 aufweisen. Art und Ausprägung der Krankheitssymptome unerheblich. Nähere Informationen haben die Kindergärten.

Die Träger der Bonner Kindergärten werden alles daransetzen, diesen eingeschränkten Regelbetrieb durchzuführen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass Kindergärten trotz aller Anstrengungen nicht über ausreichendes Personal verfügen, um den Betrieb sicher zu gewährleisten. In solchen Fällen kann es zu weiteren Reduzierungen der Öffnungszeiten kommen.

„Wir werden alles daransetzen, um den wichtigen Schritt hin zu mehr Normalität bei gleichzeitiger Achtsamkeit auf die Gesundheit von Kindern, Familien und Erzieherinnen umzusetzen“, sagt Jugendamtsleiter Udo Stein.

Zurzeit noch geltende Regelung:

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat nun eine seit dem 14. Mai 2020 geltende Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Bereich der Betreuungsinfrastruktur (Coronabetreuungsverordnung) erlassen, die den Kreis der Kinder erneut erweitert, die einen Kindergarten oder eine Tagespflegestelle besuchen dürfen. Die vom Land angekündigte Öffnung der Kindertagesbetreuung ab dem 14. Mai wird damit umgesetzt.

In einer ersten Stufe können zusätzlich zu den Kindern, die sich bereits in einer Notbetreuung befinden, Vorschulkinder einen Kindergarten besuchen, wenn ihre Familien Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten können oder Kinderzuschlag oder Wohngeld erhalten. Außerdem dürfen zwei- und dreijährige Kinder wieder zu ihrer Tagesmutter oder zu ihrem Tagesvater. Auch die sogenannten Brückenangebote für Kinder aus Familien, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, können wieder öffnen.

Über Einschränkungen im Einzelfall entscheidet das Jugendamt.

Das Jugendamt hat in den vergangenen beiden Tagen alle Kindergärten sowie die Tagesmütter- und -väter informiert. Über die Elternbeiräte wurden auch die Eltern unterrichtet, deren Kinder ihren Kindergarten wieder besuchen dürfen.

Ab Donnerstag, 28. Mai 2020, dürfen wieder alle Vorschulkinder die Kindertagesstätten besuchen.

Wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus gilt bis auf Weiteres ein Betretungsverbot für Kindertageseinrichtungen, Tagespflegestellen und andere Kinderbetreuungsangebote. Es besteht derzeit kein Betreuungsanspruch. Ausnahmen gibt es nur für betreuungsbedürftige Kinder von Eltern in „kritischer Infrastruktur“ und von Alleinerziehenden, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder die sich im Rahmen einer Schul- oder Hochschulausbildung in einer Abschlussprüfung befinden.

Hotline für Fragen rund um Kita, Schule, OGS

In Zusammenhang mit der Coronakrise hat die Bundesstadt Bonn eine Hotline für Fragen rund um Kindergarten, Kindertagespflege, OGS und Schule eingerichtet: Sie ist über das Familienbüro unter Telefon 0228 774070 erreichbar - montags bis donnerstags von 9 bis bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr. Per E-Mail erreichen Sie die Hotline unter  corona-kinderbetreuungbonnde

Betretungsverbot wurde bis einschließlich 5. Juni verlängert

Die Details hat das Land in einer Rechtsverordnung geregelt. Diese gilt bis einschließlich 5. Juni 2020. In der Konsequenz heißt das: Eltern müssen die Betreuung in dieser Zeit selbst organisieren. Ausnahmen gelten unter bestimmten Voraussetzungen für betreuungsbedürftige Kinder von Eltern, die „in kritischer Infrastruktur tätig sind“ und von Alleinerziehenden, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder die sich im Rahmen einer Schul- oder Hochschulausbildung in einer Abschlussprüfung befinden.

Die Kindertagespflegestellen mit ihrem familiennahen und überschaubaren Betreuungsangebot werden für Kinder, die ihr zweites Lebensjahr vollendet haben, geöffnet.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan appellierte vor diesem Hintergrund an die Arbeitgeber in der Stadt, diese Flexibilität so großzügig wie möglich einzuräumen: „Es muss darum gehen, möglichst viele Menschen vor der Ausbreitung zu schützen, zum Beispiel, indem die Großeltern nicht in die Betreuung einbezogen werden. Gleichzeitig müssen so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in kritischen Infrastrukturen ihrer Arbeit nachgehen können. Das geht nur, wenn alle ihren Beitrag leisten.“

Erstattung von Elternbeiträgen aufgrund des Betretungsverbots

Für alle Eltern, deren Kinder eine öffentliche geförderte Kita, Kindertagespflegestelle oder OGS in Bonn besuchen, gibt es gute Nachrichten: Die Stadt Bonn verzichtet aufgrund des vom Land NRW erlassenen Betretungsverbotes bei allen von der Schließung betroffenen Eltern auf die Erhebung der Elternbeiträge für die Monate April und Mai (eine entsprechende Dringlichkeitsvorlage wurde am 28. April unterzeichnet). Auch Eltern, deren Kinder sich in der Notbetreuung befinden, werden von den Elternbeiträgen befreit.

Die Beiträge für den Monat April wurden nicht und die Beiträge für den Mai werden daher nicht eingezogen. Eltern, die selbst die Beiträge überweisen, können diese für den Monat Mai aussetzen. Sofern bereits eine Überweisung getätigt wurde, wird der zum 1.5.2020 fällige Beitrag erstattet, wenn das Beitragskonto ausgeglichen ist.

Die Elternbeitragsbescheide behalten trotz der heutigen Dringlichkeitsentscheidung ihre Wirksamkeit. Ein weiterer Bescheid wird nicht versendet.

Ebenfalls werden die Essenbeiträge erstattet, die von der Stadt Bonn in Rechnung gestellt werden. Die Essensbeiträge für den Monat Mai werden nicht eingezogen. Die Erstattung des Essensgeldes für April erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Persönliche Vorsprachen in der Elternbeitragsstelle:

Zur Vermeidung des Corona-Virus möchten wir zu Ihrem Schutz und zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den gegenseitigen Kontakt auf das Notwendigste reduzieren.

Bitte nutzen Sie zum Einreichen Ihrer Unterlagen vorrangig den Posteinwurf. Alternativ steht Ihnen die Möglichkeit des Dokumentuploads über das Kontaktformular offen sowie die Übersendung per E-Mail an  elternbeitraegebonnde 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Elternbeitragstelle sind Ihnen auch gerne telefonisch behilflich unter 0228 776718.

Entschädigung bei Kinderbetreuung

Eine neue Regelung im Infektionsschutzgesetz soll finanzielle Nachteile auffangen, die entstehen, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder Selbstständige im Zuge der Corona-Krise wegen notwendig gewordener Kinderbetreuung ihrer Arbeit nicht nachgehen können.

Weitere Informationen finden Sie beim  Landschaftsverband Rheinland.

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