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Bundesstadt Bonn

Friedhof Pützchen

Ein Jahr nachdem Pützchen als Rektoratspfarrei selbständig war, gab es Überlegungen, einen eigenen Friedhof anzulegen. 1898 erwarb der Kirchenbauverein zwei Grundstücke und eine Parzelle für einen Friedhof und dessen Anfahrtsweg. Für Andersgläubige sollte ein gesonderter Teil vorgesehen sein. 1899 wurde ein Hochkreuz errichtet und das Gelände mit einer Hecke eingefasst. 1900 wurden die ersten Verstorbenen auf dem Friedhof beerdigt. Vor 1910 wurde von einem ortsansässigen Handwerker eine Eingangstoranlage installiert, die allerdings 1921 im Zuge der ersten Erweiterung aus Haltbarkeitsgründen einer aus Naturstein weichen musste. Eine zweite Erweiterung erfolgte im Jahr 1929.

Friedhof Pützchen
Größe: 1,62 ha
Denkmalschutz: Der Friedhof steht nicht unter Denkmalschutz

 

Seit den 1950er Jahren ist der Friedhof Eigentum der Stadt Beuel, heute Stadt Bonn. Das Wegekreuz am Zaun außerhalb des Friedhofes stammt aus dem Jahr 1871. Es ist allerdings unklar, ob es von einem anderen Friedhof stammt, wirklich als Wegekreuz gedient hat oder ein Stiftungskreuz war. Auf dem Kreuz sind per Inschrift zumindest die Stifter und das Jahr 1871 genannt, es sind ein Maurer namens Arenz und seine Ehefrau Kolf. Das Ungewöhnliche am Friedhof ist die Eingangssituation. Hohe Büsche rechts und links des Weges führen zu einer Christusstatue, die 1921 aufgestellt wurde und vermutlich ein anonymes Geschenk war. Das Fundament und der Sockel sind von der Kirchengemeinde gestellt worden. Sie steht einige Meter vom Eingang entfernt vor größeren Büschen, so dass der Blick auf den Friedhof verdeckt ist. Vor der Statue gabelt sich der Weg und führt um das Objekt herum in den Friedhof hinein. Beide Wegränder sind mit Platten zum Gedenken an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges versehen, so dass jeder Friedhofbesucher, der durch diesen Eingang kommt, unweigerlich diese Tafeln passieren muss. Der Friedhof ist ein klassischer Dorffriedhof mit formaler Gliederung und einer schlichten Trauerhalle im vorderen rechten Bereich. Die Anlage ist in den 1980er Jahren erweitert worden.

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Bildnachweise

  • Claudia Feldhaus
  • Claudia Feldhaus