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Bundesstadt Bonn

Friedhof Plittersdorf

Der Friedhof liegt als Kirchhof an der Hardtstraße direkt zwischen der Evergisluskirche und der Rheinufer-Promenade auf erhöhtem Boden. Die Lage und die Nachbarschaft zum Carstanjen-Grundstück mit dem Mausoleum machte eine Ausdehnung fast unmöglich. Die kleine Fläche ist an zwei Seiten gen Osten und Süden durch eine halbhohe Feldbrandziegelmauer eingefasst. An der Außenecke Von-Sandt- Ufer/Hardtstraße befindet sich in einer kleinen Nische eine Nepomuk- Statue. Er ist der Schutzpatron der Schiffer und Brücken. Eine Kapelle ist aus dem 14./15. Jahrhundert nachweisbar und befand sich in der Mitte des heutigen Friedhofes. Sie wurde abgerissen als 1870 die heutige große neogotische Kirche erbaut und 1871 eingeweiht wurde. Wahrscheinlich gehörte die Kapelle zum benachbarten Auenhof, Hof „In den Auen“, Auerhof, der im 19. Jahrhundert nacheinander den Familien Schaaffhausen, Suermondt, Solf und Carstanjen gehörte. Der Hof selbst hat karolingische Ursprünge.

Friedhof Plittersdorf
Größe: 0,27 ha
Denkmalschutz: Einzelne Gräber stehen unter Denkmalschutz

 

Plittersdorf gehörte neben Schweinheim und Alt Godesberg zur Pfarrei Rüngsdorf, wo die Verstorbenen auch hätten begraben werden müssen. Aus unbekannten Gründen waren jedoch Bestattungen an der näheren Plittersdorfer Kapelle möglich. 1863 löste sich Plittersdorf aus dem Rüngsdorfer Pfarrverband und wurde selbständige Pfarrei mit der Kapelle als Kirche und dem 1861 angelegten Friedhof. Der Friedhof ist Ende des 19. Jahrhunderts in nördlicher Richtung um einen kleinen Bereich erweitert worden, indem Fläche von dem Carstanjenschem Grundstück gekauft wurde.

Die ältesten datierten Grabkreuze stammen aus dem 17./18. Jahrhundert und sind um die Kirche herum aufgestellt. Es gibt nur wenige Gräber aus dem 19. Jahrhundert. Die große Grabstätte Mundorf-Rhein ist von örtlicher Bedeutung, da die Familie zwei Gaststätten in der Umgebung bewirtschaftete. Ein ca. 4 m hohes Sandsteinkreuz stammt von einer aufgelassenen Grabstätte. Die meisten Gräber sind aus dem 20. Jahrhundert.

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Bildnachweise

  • Claudia Feldhaus
  • Claudia Feldhaus
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