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Bundesstadt Bonn

Stadt setzt sich mit Video für gewaltfreie Arbeitsumgebung ein

Ob Beleidigung, Nötigung, Bedrohung, Sachbeschädigung oder gar Körperverletzung: Beschäftigte der Bonner Stadtverwaltung sind immer häufiger Aggressionen und Gewalt ausgesetzt. Schon im Jahr 2017 wurde die Grundsatzerklärung für eine gewaltfreie Arbeitsumgebung unterzeichnet, die nun Oberbürgermeisterin Katja Dörner, Stadtdirektor Wolfgang Fuchs und der Personalrat der Stadt Bonn neu aufgelegt haben.

Der Ton ist insgesamt rauer geworden. Maskenpflicht, Kontaktreduzierung oder Mindestabstände - auch durch die Einschränkungen während der Corona- Pandemie ist die Stimmung in der Bevölkerung nicht besser geworden. „Unsere Stadtverwaltung ist ein gewaltfreier Ort. Wir akzeptieren keine Gewalt. Egal ob innerhalb der Dienststellen oder gegenüber Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeitern“, sagt Oberbürgermeisterin Dörner. „Unsere höchste Priorität liegt darin, die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten und die Gesundheit aller Kolleginnen und Kollegen zu schützen. Gewaltvorfälle und Gefährdungen am Arbeitsplatz wollen wir durch geeignete Maßnahmen vermeiden. All diese Anstrengungen möchten wir mit der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung gegen Gewalt am Arbeitsplatz auch gegenüber der Öffentlichkeit erneut sichtbar machen.“

Mit diesem QR-Code können Sie das Video direkt aufrufen.

Betroffene haben mitgewirkt

Die Gesamtpersonalratsvorsitzende Tanja Brinkmann schließt sich dieser Auffassung an: „Die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen muss immer oberste Priorität haben. Gewalt gegenüber Beschäftigten können nicht toleriert werden. Die Stadtverwaltung muss eine gewaltfreie Zone für die Beschäftigten sein und bleiben.“

Um erneut auf das Thema „Gewalt am Arbeitsplatz“ aufmerksam zu machen, hatten sich der Personalrat um den Vorsitzenden Christoph Busch und seinen 1. Stellvertreter Christian Dröttboom den Dreh eines Videos überlegt. Oberbürgermeisterin Dörner, Stadtdirektor Fuchs und der Leiter des Personal- und Organisationsamtes, Andreas Leinhaas, unterstützten die Idee mit ihrer Mitwirkung. In dem Video, das auf dem Youtube-Kanal der Stadt Bonn  www.youtube.com/bundesstadtbonn (Öffnet in einem neuen Tab) veröffentlicht ist,  sind auch betroffene Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen der Bonner Stadtverwaltung zu sehen.

Seit der Unterzeichnung im Jahr 2017 wurde schon viel erreicht: Unter anderem sind in einer Arbeitsgruppe Ratschläge, Vorgehensweisen, Tipps und Handlungsempfehlungen erarbeitet worden, welche ständig weiterentwickelt werden. Darüber hinaus wurden  für verschiedene Ämter der Stadtverwaltung passgenaue Schulungen zum Thema Kommunikationsstrategien sowie Deeskalationstrainings angeboten. Nicht zuletzt werden über ein systematisches Deeskalationsmanagement künftig die Wege klar definiert, um über einen Vorfall umfassend zu informieren. Einem Wiederholungsfall soll so möglichst vorgebeugt und eine optimale Nachbetreuung sichergestellt werden.

Netzwerk geschaffen, um Mitarbeitende aufzufangen

Hierzu ist ein Netzwerk etabliert worden, um Mitarbeitende  in Notsituationen aufzufangen und ernst zu nehmen. Aktuell wird das Thema Nachsorge wieder stärker in den Fokus genommen. „Eine Begleitung durch geschulte Kolleginnen und Kollegen der Stabsstelle Gesundheit in Kooperation mit Beratungsstellen und sensibilisierten Führungskräften soll sichern, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst keine langfristigen psychologischen Schwierigkeiten entwickeln“, so Stadtdirektor Fuchs.

Ziel ist es weiterhin, ein Sicherheitskonzept für die gesamte Stadtverwaltung zu erarbeiten, wenngleich verschiedene Maßnahmen bereits umgesetzt worden sind. Je nach Gefährdungseinschätzung sollen neben Alarmierungssystemen und baulichen Veränderungen auch weiterhin professionelle Sicherheitskräfte eingesetzt werden, um bedrohliche Situationen möglichst von Beginn an zu vermeiden.  

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