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Bundesstadt Bonn

Ausstellungen

Mit der Eröffnung der Dauerausstellung „Von der Römerzeit bis heute“ am 15. Januar 1998 in der Franziskanerstraße ging ein 100 Jahre lang gehegter Wunsch kulturhistorisch interessierter Bonnerinnen und Bonner in Erfüllung. Die Sonderausstellungen bereichern die Darstellung zur Bonner Stadtgeschichte.

Ausstellungen 2020

„Bonns Goldenes Zeitalter - Die kurkölnische Residenzstadt Bonn zur Zeit Beethovens“

Bitte beachten Sie: Bis 30. November ist das Stadtmuseum geschlossen.

Die Ausstellung des Stadtmuseums Bonn in Kooperation mit dem Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien im Ernst-Moritz-Arndt-Haus läuft bis 24. Januar 2021. Eine Ausstellung zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven.

Im Rahmen und gefördert von BTHVN 2020.

Die Ausstellung zeigt das spannende und durch die Aufklärung und die französische Revolution im Umbruch befindliche gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Umfeld in der kleinen Residenzstadt eines geistlichen Kurfürsten, in dem Ludwig van Beethoven als Sohn und Enkel eines Hofmusikers eine Berufslaufbahn am kurkölnischen Hof in Bonn vorbestimmt war. Sein unübersehbares Talent als ausübender Musiker und als Komponist, seine Wissbegierigkeit und seine nach dem Tod der Mutter besonders betrüblichen Familienumstände zogen das Interesse und die Anteilnahme einiger seiner gebildeten Hofmusikerkollegen und Angehöriger des Hofadels, insbesondere des aus dem österreichischen Hochadel stammenden jungen Grafen von Waldstein auf sich, was dem jungen Mann noch vor dem endgültigen Untergang Kurkölns vor dem Ansturm der französischen Revolutionstruppen zu einem Stipendium seines Landes- und Dienstherrn  zum Weiterstudium nach Wien verhalf - in die Herkunftsstadt des letzten Kölner Kurfürsten Maximilian Franz von Österreich, dessen Vater und Brüder aufeinanderfolgend als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches in Wien residierten.

Führungen durch die Ausstellung sind aufgrund der derzeitigen Abstandsregeln nur im kleinen Kreis von höchstens sechs Teilnehmern möglich. Daher müssen sich Besucherinnen und Besucher vorab verbindlich für diese Führungen anmelden, und zwar zu den Öffnungszeiten (mittwochs bis samstags 13 bis 17 Uhr, sonntags 11.30 bis 17 Uhr) im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Telefon 0228-241435.

Termine für die Führungen sind:

  • Im Dezember: 2., 9., 13., 16. und 20. Dezember 2020, jeweils 17.30 Uhr
  • Im Januar 2021: 6., 10., 13., 20. und 24. Januar 2021, jeweils 17.30 Uhr

Außerdem werden zwei Kostümführungen mit Kai-Ingo Weule angeboten. Am 6. Dezember 2020 und 17. Januar 2021 jeweils um 15 Uhr wird Kai-Ingo Weule als Johann van Beethoven, dem Vater Ludwig van Beetovens die Besucher durch die Ausstellung führen. Auch für diese Termine ist eine Anmeldung erforderlich.

Bitte beachten Sie: Am 24., 25. und 31. Dezember 2020 ist die Ausstellung geschlossen.

Zwei Videos ermöglichen den virtuellen Besuch

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Rückblick: Video zur Ausstellung „Bonn im 20. Jahrhundert“

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„Wirres Haar und rotes Halstuch“ musste abgesagt werden

Die Ausstellung „Wirres Haar und rotes Halstuch. Beethovens Bild im Manga und Anime“, geplant ab Oktober 2020, kann pandemiebedingt nicht stattfinden. Das gleichnamige umfangreiche Katalogbuch wird aber rechtzeitig zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven Anfang Dezember 2020 erscheinen.

Mit Beethoven als illustratives Objekt sollte die Bonner Ausstellung anschaulich machen, wie stark westliche klassische Musik und beispielhaft der nach seinem Tod zur Prometheus-gleichen Heldenfigur aufgebaute Beethoven Eingang in die weltweite Comics-Subkultur gefunden hat. Schwerpunkt ist der japanische Manga sein, der rein quantitativ alles andere beiseite schiebt. Das Wort Manga findet im Deutschen keine eindeutige Entsprechung, weshalb es als Lehnwort übernommen worden ist. Manga ist vielseitig, bunt, unernst, skurril, politisch - gedacht für Kinder und Erwachsene, für diese auch inklusive jeglicher Spielart erotischer Darstellung.

Die Fülle an Edu-Mangas ist unübersehbar und einige widmen sich explizit Beethoven, der im Übrigen grundsätzlich an seinen wirren Haaren zu erkennen ist, während sonst sein Aussehen oft bis zur Unkenntlichkeit aufgehübscht ist, und er auch keineswegs nur als Mann auftritt. Im legendären über viele Jahrzehnte erscheinenden Magazin „Comic Tom“ veröffentlichte der für Japans Manga-Kultur ebenso legendäre Osamu Tezuka, u.a. von 1987 bis 1989 seine Geschichte über das Leben Beethovens. Tezuka hatte  schon am 1. Januar 1963 im Auftakt der ersten Anime-Fernsehserie des japanischen Fernsehens seine früher erschaffene Comic-Figur, den von einem Wissenschaftler nach dem Bild seines Sohnes konstruierten Androiden Astro-Boy unter den Anfangsklängen von Beethovens Fünfter zum Leben erwachen lassen.

Die eher subkulturelle Spielart der japanischen Mangas widmet sich selbst LGBT-Themen, in denen aus Ludwig van Beethoven die erotisch kostümierte „Ludoviga“ oder „Louise B.“ werden. Beethovens Musik findet bei Animes und Videogames nicht nur im Sinne von Mickey-Mousing Verwendung, sondern als gleichsam wagnersches Leitmotiv zur Identifizierung des jeweiligen verfremdeten Helden, siehe neuerdings ClassicaLoid, eine 2016 auf dem staatlichen Sender NHK E (=Education!) gestartete Animeserie, bei der Phantasiefiguren mit Namen und Accessoires klassische Komponisten  (Beethoven natürlich mit rotem Halstuch und wirrem Haar) absurde Szenen und Kämpfe mit der modernen und künftigen Zivilisationen durchmachen müssen.

Ausstellungsvorschau 2021

21. März bis 9. Mai 2021 im Ernst-Moritz-Arndt-Haus
Der „Bonner“ Humperdinck
Ausstellung des Stadtmuseums Bonn im Duett mit dem Stadtmuseum Siegburg im Humoerdinck-Jubiläumsjahr 2021

6. Januar 2021 bis 2. Mai 2021 im Stadtmuseum
Die berühmte Gärtnerfamilie Lenné in Poppelsdorf und Bonn
Eine Ausstellung des Fördervereins Poppelsdorfer Geschichte in Kooperation mit der Lenée-Gesellschaft Bonn

 

Ausstellungsrückblick

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Bildnachweise

  • Stadtmuseum Bonn
  • Stadtmuseum Bonn
  • Förderverein Stadtmuseum Bonn
  • Beethoven Jubiläums Gesellschaft mbH
  • Andres Rodriguez - Fotolia
  • Schafgans
  • Bundesstadt Bonn
  • Kristina Buchmiller/Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn

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