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Bundesstadt Bonn

Ausstellungen

Mit der Eröffnung der Dauerausstellung „Von der Römerzeit bis heute“ am 15. Januar 1998 in der Franziskanerstraße ging ein 100 Jahre lang gehegter Wunsch kulturhistorisch interessierter Bonnerinnen und Bonner in Erfüllung. Die Sonderausstellungen bereichern die Darstellung zur Bonner Stadtgeschichte.

Die Dauerausstellung im Stadtmuseum ist wieder regulär geöffnet.

Das Stadtmuseum Bonn hat seit Donnerstag, 14. Mai 2020, seine Ausstellungsräume in der Franziskanerstraße wieder geöffnet und wird bis einschließlich 26. Juli zu den gewohnten Zeiten (mittwochs 9.30 bis 14 Uhr, donnerstags, freitags, samstags 13 bis 18 Uhr sowie sonntags 11.30 bis 17 Uhr) zurückkehren, bevor es in die Sommerpause geht.

Ab Juni zeigt das Stadtmuseum die bisherigen Foto-Einsendungen aus dem im April gestarteten Projekt „Der Corona-Alltag der Bonnerinnen und Bonner“, das schon jetzt als stetig weiter gefüllte Bilder-Galerie  online zu sehen ist. 

Ausstellungsvorschau 2020

10. Juni 2020 bis 6. September 2020
Geschenkt, gestiftet und gekauft
Im Ernst-Moritz-Arndt-Haus zeigt das Stadtmuseum eine Auswahl seiner schönsten Erwerbungen der vergangenen Jahre.

17. Juni 2020 bis 26. Juli 2020
Aus dem Corona-Alltag
Das Stadtmuseum zeigt  die eingesandten Fotos aus dem "neuen Corona-Alltag". Viele sind dem Aufruf des Stadtmuseums seit April 2020 gefolgt und haben Fotos geschickt, die dokumentieren, was sie in Zeiten von Homeoffice, Ausgehbeschränkungen und Kontaktsperren besonders bewegt hat, was sie in dieser Zeit getan haben, was Ihnen besonders aufgefallen ist, oder ob sie neue Vorlieben entdeckt oder wiederbelebt haben beziehungsweise - im Falle von Künstlern und Künstlerinnen – die Krisenzeit Einfluss auf ihr künstlerisches Schaffen genommen hat.
Eintritt: Erwachsene 2,50 Euro; Jugendliche bis 19 Jahre haben freien Eintritt

2. September 2020 bis 20. Dezember 2020
Bonn im 20. Jahrhundert - 50 Objekte - 50 Fotos - Eine Zeitreise durchs 20. Jahrhundert
Eine Sonderausstellung im Stadtmuseum Bonn

Der Historiker, der summarisch einen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts im Rheinland wirft, müsste zunächst erschauern ob der Gewalt, die er zu dokumentieren hätte. Insbesondere in der ersten Hälfte des Jahrhunderts stolperten die Menschen von einem Krieg und von einer Krise zur anderen und litten schrecklich unter den Auswirkungen. Viele verloren aufgrund der politischen Ereignisse ihr Leben oder überlebten nur unter Mühsal und Pein. In der NS-Zeit verstieg sich der Staat sogar dahin, bewusst ganze Gruppen von Menschen zu ermorden oder sterben zu lassen. Zudem entfesselte er den Zweiten Weltkrieg. Erst mit Entstehung der Bundesrepublik Deutschland gelang es, Bedingungen zu schaffen, womit
Kriege vermieden und Krisen begrenzt werden konnten – zumindest bis heute.

Natürlich spiegeln sich die wichtigen und entscheidenden Ereignisse deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts mit ihren Auswirkungen auch in Bonn wider. Nichtsdestotrotz gibt es besondere regionalgeschichtliche Ausformungen, die es wert sind, betont zu werden. Zudem stieß ich bei meinen langjährigen Forschungen und Präsentationen über das Bonn des 20. Jahrhunderts immer wieder auf besonders interessante und eindrückliche Objekte und Fotos, mit denen die Bonner Geschichte lebendig erzählt werden kann. Die Idee war geboren, anhand von 100 solcher Objekte und Fotos die Geschichte Bonns des 20. Jahrhunderts pointiert, aber auch selektiv einzufangen.

23. Oktober 2020 bis 24. Januar 2021
Bonns Goldenes Zeitalter - Die kurkölnische Residenzstadt Bonn zur Zeit Beethovens

Eine Ausstellung des Stadtmuseums Bonn in Kooperation mit dem Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien im Ernst-Moritz-Arndt-Haus. Eine Ausstellung zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Im Rahmen und gefördert von BTHVN 2020

Die Ausstellung zeigt das spannende und durch die Aufklärung und die französische Revolution im Umbruch befindliche gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Umfeld in der kleinen Residenzstadt eines geistlichen Kurfürsten, in dem Ludwig van Beethoven als Sohn und Enkel eines Hofmusikers eine Berufslaufbahn am kurkölnischen Hof in Bonn vorbestimmt war. Sein unübersehbares Talent als ausübender Musiker und als Komponist, seine Wissbegierigkeit und seine nach dem Tod der Mutter besonders betrüblichen Familienumstände zogen das Interesse und die Anteilnahme einiger seiner gebildeten Hofmusikerkollegen und Angehöriger des Hofadels, insbesondere des aus dem österreichischen Hochadel stammenden jungen Grafen von Waldstein auf sich, was dem jungen Mann noch vor dem endgültigen Untergang Kurkölns vor dem Ansturm der französischen Revolutionstruppen zu einem Stipendium seines Landes- und Dienstherrn  zum Weiterstudium nach Wien verhalf - in die Herkunftsstadt des letzten Kölner Kurfürsten Maximilian Friedrich von Österreich, dessen Vater und Brüder aufeinanderfolgend als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches in Wien residierten.

Pandemiebedingte Verschiebung oder Absage!

Die Ausstellung Wirres Haar und rotes Halstuch. Beethovens Bild im Manga und Anime, geplant ab Oktober 2020, wird, sofern kein Ausweichtermin bis Ende April 2021 gefunden werden kann, voraussichtlich nicht stattfinden können. Das gleichnamige umfangreiche Katalogbuch wird aber rechtzeitig zum 200. Geburtstag von Ludwig van Beethoven Anfang Dezember 2020 erscheinen.

Eine Ausstellung des Stadtmuseums Bonn in Kooperation mit Dr. Kazuko Ozawa und Dr. Matthias Wendt im  Ernst-Moritz-Arndt-Haus.
Ausstellung zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Im Rahmen und gefördert von BTHVN 2020

Mit Beethoven als illustratives Objekt will die Bonner Ausstellung anschaulich machen, wie stark westliche klassische Musik und beispielhaft der nach seinem Tod zur Prometheus-gleichen Heldenfigur aufgebaute Beethoven Eingang in die weltweite Comics-Subkultur gefunden hat. Schwerpunkt der Ausstellung wird der japanische Manga sein, der rein quantitativ alles andere beiseite schiebt. Das Wort Manga findet im Deutschen keine eindeutige Entsprechung, weshalb es als Lehnwort übernommen worden ist. Manga ist vielseitig, bunt, unernst, skurril, politisch -- gedacht für Kinder und Erwachsene, für diese auch incl. jeglicher Spielart erotischer Darstellung.

Die Fülle an Edu-Mangas ist unübersehbar und einige widmen sich explizit Beethoven, der im Übrigen grundsätzlich an seinen wirren Haaren zu erkennen ist, während sonst sein Aussehen oft bis zur Unkenntlichkeit aufgehübscht ist, und er auch keineswegs nur als Mann auftritt. Im legendären über viele Jahrzehnte erscheinenden Magazin „Comic Tom“ veröffentlichte der für Japans Manga-Kultur ebenso legendäre Osamu Tezuka, u.a. von 1987 bis 1989 seine Geschichte über das Leben Beethovens. Tezuka hatte  schon am 1. Januar 1963 im Auftakt der ersten Anime-Fernsehserie des japanischen Fernsehens seine früher erschaffene Comic-Figur, den von einem Wissenschaftler nach dem Bild seines Sohnes konstruierten Androiden Astro-Boy unter den Anfangsklängen von Beethovens Fünfter zum Leben erwachen lassen.

Die eher subkulturelle Spielart der japanischen Mangas widmet sich selbst LGBT-Themen, in denen aus Ludwig van Beethoven die erotisch kostümierte "Ludoviga" oder "Louise B." werden. Beethovens Musik findet bei Animes und Videogames nicht nur im Sinne von Mickey-Mousing Verwendung, sondern als gleichsam wagnersches Leitmotiv zur Identifizierung des jeweiligen verfremdeten Helden, siehe neuerdings ClassicaLoid, eine 2016 auf dem staatlichen Sender NHK E (=Education!) gestartete Animeserie, bei der Phantasiefiguren mit Namen und Accessoires klassische Komponisten  (Beethoven natürlich mit rotem Halstuch und wirrem Haar) absurde Szenen und Kämpfe mit der modernen und künftigen Zivilisationen durchmachen müssen.

Ausstellungsrückblick

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Bildnachweise

  • Stadtarchiv Bonn
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