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Bundesstadt Bonn

Ausstellungen.

Mit der Eröffnung der Dauerausstellung „Von der Römerzeit bis heute“ am 15. Januar 1998 in der Franziskanerstraße ging ein 100 Jahre lang gehegter Wunsch kulturhistorisch interessierter Bonnerinnen und Bonner in Erfüllung. Die Sonderausstellungen bereichern die Darstellung zur Bonner Stadtgeschichte.

Ausstellungsvorschau 2020

29. Januar bis 22. März 2020
Arndtiana in Bonn

Eine Ausstellung aus Anlass des 160. Todestages von Arndt, geboren am 26. Dezember 1769 auf Rügen. Er ist am 29. Januar 1860 im heutigen Ernst-Moritz-Arndt-Haus in Bonn gestorben, in dem er vor 200 Jahren, also im Jahr 1820, zum ersten Mal Gäste empfangen hat.

Das Ernst-Moritz-Arndt-Haus ist eines der ältesten - und als einziges erhaltene - Bonner Professorenhaus aus den ersten Jahrzehnten der 1818 gegründeten Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn, gleichzeitig aber auch die älteste Villa am Rheinufer außerhalb der alten Stadtmauern.

Wir wollen Ihnen hier in einer kleinen Schau eine Auswahl von Gegenständen aus dem persönlichen Besitz von Arndt präsentieren wie Gemälde, Bücher und Schriften ecetera, die heute zum Bestand des Stadtmuseums Bonn gehören beziehungsweise - insbesondere Briefe und andere autographe Schriften - aus dem Bestand des Stadtarchivs Bonn kommen, das die weltweit größte Arndt-Autographensammlung besitzt.

25. April bis 19. Juli 2020
Bonns Goldenes Zeitalter - Die kurkölnische Residenzstadt Bonn zur Zeit Beethovens

Eine Ausstellung des Stadtmuseums Bonn in Kooperation mit dem Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien im Ernst-Moritz-Arndt-Haus. Eine Ausstellung zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Im Rahmen und gefördert von BTHVN 2020

Die Ausstellung zeigt das spannende und durch die Aufklärung und die französische Revolution im Umbruch befindliche gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Umfeld in der kleinen Residenzstadt eines geistlichen Kurfürsten, in dem Ludwig van Beethoven als Sohn und Enkel eines Hofmusikers eine Berufslaufbahn am kurkölnischen Hof in Bonn vorbestimmt war. Sein unübersehbares Talent als ausübender Musiker und als Komponist, seine Wissbegierigkeit und seine nach dem Tod der Mutter besonders betrüblichen Familienumstände zogen das Interesse und die Anteilnahme einiger seiner gebildeten Hofmusikerkollegen und Angehöriger des Hofadels, insbesondere des aus dem österreichischen Hochadel stammenden jungen Grafen von Waldstein auf sich, was dem jungen Mann noch vor dem endgültigen Untergang Kurkölns vor dem Ansturm der französischen Revolutionstruppen zu einem Stipendium seines Landes- und Dienstherrn  zum Weiterstudium nach Wien verhalf - in die Herkunftsstadt des letzten Kölner Kurfürsten Maximilian Friedrich von Österreich, dessen Vater und Brüder aufeinanderfolgend als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches in Wien residierten. 

2. September 2020 bis 20. Dezember 2020
Bonn im 20. Jahrhundert
Eine Ausstellung im Stadtmuseum Bonn

7. Oktober 2020 bis 20. Dezember 2020
Wirres Haar und rotes Halstuch. Beethovens Bild im Manga und Anime
Eine Ausstellung des Stadtmuseums Bonn in Kooperation mit Dr. Kazuko Ozawa und Dr. Matthias Wendt im  Ernst-Moritz-Arndt-Haus.
Ausstellung zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Im Rahmen und gefördert von BTHVN 2020

Mit Beethoven als illustratives Objekt will die Bonner Ausstellung anschaulich machen, wie stark westliche klassische Musik und beispielhaft der nach seinem Tod zur Prometheus-gleichen Heldenfigur aufgebaute Beethoven Eingang in die weltweite Comics-Subkultur gefunden hat. Schwerpunkt der Ausstellung wird der japanische Manga sein, der rein quantitativ alles andere beiseite schiebt. Das Wort Manga findet im Deutschen keine eindeutige Entsprechung, weshalb es als Lehnwort übernommen worden ist. Manga ist vielseitig, bunt, unernst, skurril, politisch -- gedacht für Kinder und Erwachsene, für diese auch incl. jeglicher Spielart erotischer Darstellung.

Die Fülle an Edu-Mangas ist unübersehbar und einige widmen sich explizit Beethoven, der im Übrigen grundsätzlich an seinen wirren Haaren zu erkennen ist, während sonst sein Aussehen oft bis zur Unkenntlichkeit aufgehübscht ist, und er auch keineswegs nur als Mann auftritt. Im legendären über viele Jahrzehnte erscheinenden Magazin „Comic Tom“ veröffentlichte der für Japans Manga-Kultur ebenso legendäre Osamu Tezuka, u.a. von 1987 bis 1989 seine Geschichte über das Leben Beethovens. Tezuka hatte  schon am 1. Januar 1963 im Auftakt der ersten Anime-Fernsehserie des japanischen Fernsehens seine früher erschaffene Comic-Figur, den von einem Wissenschaftler nach dem Bild seines Sohnes konstruierten Androiden Astro-Boy unter den Anfangsklängen von Beethovens Fünfter zum Leben erwachen lassen.

Die eher subkulturelle Spielart der japanischen Mangas widmet sich selbst LGBT-Themen, in denen aus Ludwig van Beethoven die erotisch kostümierte "Ludoviga" oder "Louise B." werden. Beethovens Musik findet bei Animes und Videogames nicht nur im Sinne von Mickey-Mousing Verwendung, sondern als gleichsam wagnersches Leitmotiv zur Identifizierung des jeweiligen verfremdeten Helden, siehe neuerdings ClassicaLoid, eine 2016 auf dem staatlichen Sender NHK E (=Education!) gestartete Animeserie, bei der Phantasiefiguren mit Namen und Accessoires klassische Komponisten  (Beethoven natürlich mit rotem Halstuch und wirrem Haar) absurde Szenen und Kämpfe mit der modernen und künftigen Zivilisationen durchmachen müssen.

Ausstellungsrückblick

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Bildnachweise

  • Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
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