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Bundesstadt Bonn

Ausstellungen

Mit der Eröffnung der Dauerausstellung „Von der Römerzeit bis heute“ am 15. Januar 1998 in der Franziskanerstraße ging ein 100 Jahre lang gehegter Wunsch kulturhistorisch interessierter Bonnerinnen und Bonner in Erfüllung. Die Sonderausstellungen bereichern die Darstellung zur Bonner Stadtgeschichte.

Ausstellungen 2020

3. September bis 18. Oktober 2020
Bonn im 20. Jahrhundert - 50 Objekte - 50 Fotos - Eine Zeitreise durchs 20. Jahrhundert
Eine Sonderausstellung im Stadtmuseum Bonn

Der Historiker, der summarisch einen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts im Rheinland wirft, müsste zunächst erschauern ob der Gewalt, die er zu dokumentieren hätte. Insbesondere in der ersten Hälfte des Jahrhunderts stolperten die Menschen von einem Krieg und von einer Krise zur anderen und litten schrecklich unter den Auswirkungen. Viele verloren aufgrund der politischen Ereignisse ihr Leben oder überlebten nur unter Mühsal und Pein. In der NS-Zeit verstieg sich der Staat sogar dahin, bewusst ganze Gruppen von Menschen zu ermorden oder sterben zu lassen. Zudem entfesselte er den Zweiten Weltkrieg. Erst mit Entstehung der Bundesrepublik Deutschland gelang es, Bedingungen zu schaffen, womit
Kriege vermieden und Krisen begrenzt werden konnten – zumindest bis heute.

Natürlich spiegeln sich die wichtigen und entscheidenden Ereignisse deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts mit ihren Auswirkungen auch in Bonn wider. Nichtsdestotrotz gibt es besondere regionalgeschichtliche Ausformungen, die es wert sind, betont zu werden. Zudem stieß ich bei meinen langjährigen Forschungen und Präsentationen über das Bonn des 20. Jahrhunderts immer wieder auf besonders interessante und eindrückliche Objekte und Fotos, mit denen die Bonner Geschichte lebendig erzählt werden kann. Die Idee war geboren, anhand von 100 solcher Objekte und Fotos die Geschichte Bonns des 20. Jahrhunderts pointiert, aber auch selektiv einzufangen.

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23. Oktober 2020 bis 24. Januar 2021
Bonns Goldenes Zeitalter - Die kurkölnische Residenzstadt Bonn zur Zeit Beethovens

Eine Ausstellung des Stadtmuseums Bonn in Kooperation mit dem Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien im Ernst-Moritz-Arndt-Haus. Eine Ausstellung zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Im Rahmen und gefördert von BTHVN 2020

Die Ausstellung zeigt das spannende und durch die Aufklärung und die französische Revolution im Umbruch befindliche gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Umfeld in der kleinen Residenzstadt eines geistlichen Kurfürsten, in dem Ludwig van Beethoven als Sohn und Enkel eines Hofmusikers eine Berufslaufbahn am kurkölnischen Hof in Bonn vorbestimmt war. Sein unübersehbares Talent als ausübender Musiker und als Komponist, seine Wissbegierigkeit und seine nach dem Tod der Mutter besonders betrüblichen Familienumstände zogen das Interesse und die Anteilnahme einiger seiner gebildeten Hofmusikerkollegen und Angehöriger des Hofadels, insbesondere des aus dem österreichischen Hochadel stammenden jungen Grafen von Waldstein auf sich, was dem jungen Mann noch vor dem endgültigen Untergang Kurkölns vor dem Ansturm der französischen Revolutionstruppen zu einem Stipendium seines Landes- und Dienstherrn  zum Weiterstudium nach Wien verhalf - in die Herkunftsstadt des letzten Kölner Kurfürsten Maximilian Friedrich von Österreich, dessen Vater und Brüder aufeinanderfolgend als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches in Wien residierten.

Pandemiebedingte Absage!

Die Ausstellung Wirres Haar und rotes Halstuch. Beethovens Bild im Manga und Anime, geplant ab Oktober 2020, wird nicht stattfinden können. Das gleichnamige umfangreiche Katalogbuch wird aber rechtzeitig zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven Anfang Dezember 2020 erscheinen.

Mit Beethoven als illustratives Objekt will die Bonner Ausstellung anschaulich machen, wie stark westliche klassische Musik und beispielhaft der nach seinem Tod zur Prometheus-gleichen Heldenfigur aufgebaute Beethoven Eingang in die weltweite Comics-Subkultur gefunden hat. Schwerpunkt der Ausstellung wird der japanische Manga sein, der rein quantitativ alles andere beiseite schiebt. Das Wort Manga findet im Deutschen keine eindeutige Entsprechung, weshalb es als Lehnwort übernommen worden ist. Manga ist vielseitig, bunt, unernst, skurril, politisch - gedacht für Kinder und Erwachsene, für diese auch inklusive jeglicher Spielart erotischer Darstellung.

Die Fülle an Edu-Mangas ist unübersehbar und einige widmen sich explizit Beethoven, der im Übrigen grundsätzlich an seinen wirren Haaren zu erkennen ist, während sonst sein Aussehen oft bis zur Unkenntlichkeit aufgehübscht ist, und er auch keineswegs nur als Mann auftritt. Im legendären über viele Jahrzehnte erscheinenden Magazin „Comic Tom“ veröffentlichte der für Japans Manga-Kultur ebenso legendäre Osamu Tezuka, u.a. von 1987 bis 1989 seine Geschichte über das Leben Beethovens. Tezuka hatte  schon am 1. Januar 1963 im Auftakt der ersten Anime-Fernsehserie des japanischen Fernsehens seine früher erschaffene Comic-Figur, den von einem Wissenschaftler nach dem Bild seines Sohnes konstruierten Androiden Astro-Boy unter den Anfangsklängen von Beethovens Fünfter zum Leben erwachen lassen.

Die eher subkulturelle Spielart der japanischen Mangas widmet sich selbst LGBT-Themen, in denen aus Ludwig van Beethoven die erotisch kostümierte "Ludoviga" oder "Louise B." werden. Beethovens Musik findet bei Animes und Videogames nicht nur im Sinne von Mickey-Mousing Verwendung, sondern als gleichsam wagnersches Leitmotiv zur Identifizierung des jeweiligen verfremdeten Helden, siehe neuerdings ClassicaLoid, eine 2016 auf dem staatlichen Sender NHK E (=Education!) gestartete Animeserie, bei der Phantasiefiguren mit Namen und Accessoires klassische Komponisten  (Beethoven natürlich mit rotem Halstuch und wirrem Haar) absurde Szenen und Kämpfe mit der modernen und künftigen Zivilisationen durchmachen müssen.

Ausstellungsvorschau 2021

21. März bis 9. Mai 2021 im Ernst-Moritz-Arndt-Haus
Der „Bonner“ Humperdinck
Ausstellung des Stadtmuseums Bonn im Duett mit dem Stadtmuseum Siegburg im Humoerdinck-Jubiläumsjahr 2021

Ausstellungsrückblick

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Bildnachweise

  • Förderverein StadtMuseum Bonn
  • Stadtarchiv Bonn
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