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Bundesstadt Bonn

Bonner Nachhaltigkeitsstrategie.

Mit der Bonner Nachhaltigkeitsstrategie kommt auch das Lastenrad zum Einsatz.

Der Rat der Stadt Bonn hat Anfang Februar 2019 die erste kommunale Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Diese Strategie ist Bonns Beitrag zur systematischen Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen. Über zwei Jahre wurde die Strategie im engen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft erarbeitet. Daran schloss sich ein mehrmonatiger politischer Beratungsprozess an, in den entsprechend der umfassenden Relevanz der Strategie zwölf Fachausschüsse involviert waren.

Systematische Agenda mit bestehenden Konzepten und neuen Vorhaben

Getreu dem Motto: „Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch“ sind in der Strategie bestehende Konzepte und Ratsbeschlüsse um laufende und geplante Vorhaben ergänzt und zu einer systematischen Agenda nachhaltiger Stadtentwicklung zusammengeführt, die mit dem Ratsbeschluss eine verbindliche Marschrichtung für die nächsten Jahre vorgibt. In der Strategie wurden die 17 Ziele auf sechs kommunale Handlungsfelder übertragen, darunter auch Themenfelder, die bisher nicht explizit im Kontext der Nachhaltigkeit betrachtet wurden. Die sechs Themenfelder sind

1. Mobilität 
2. Gesellschaftliche Teilhabe und Geschlechtergerechtigkeit
3. Klima und Energie          
4. Arbeit und Wirtschaft                                                    
5. Natürliche Ressourcen und Umwelt                            
6. Globale Verantwortung und Eine Welt

Der Bogen der Strategie ist weit gespannt

Der Bogen in der Strategie ist weit gespannt: Der Ausbau der Biodiversitätsstrategie der Stadt, die energetische Sanierung im Bestand, der Ausbau erneuerbarer Energien, die verstärkte Förderung von Mischbautypen bei Neubauvorhaben oder der zunehmende Einsatz von Bioprodukten in der städtischen Gemeinschaftsverpflegung sind ebenso gelistet wie Aktionstage zur familienbewussten Personalpolitik, die Bildung eines neuen Netzwerkes „Nachhaltigkeit“ mit 200 bis 300 Unternehmen, oder die Stärkung der Bürgerbeteiligung.

Auch die Förderung der Partizipation von Migrantinnen und Migranten, die Erprobung eines Modells „Führen in Teilzeit“ bei der Stadtverwaltung sowie die partizipative Fortschreibung des behindertenpolitischen Teilhabeplans sind Bestandteile der Strategie.

Im Bereich Mobilität ist der Ausbau des ÖPNV durch neue Verknüpfungspunkte und –linien vorgesehen. Der Radverkehr soll unter anderem durch die Einrichtung von Mobilstationen, das Schließen von Lücken im Fahrradroutennetz oder den Ausbau von Radschnellwegen gestärkt werden. Zur Warenlieferung in der Innenstadt soll eine Infrastruktur aufgebaut werden, die den Einsatz von E-Lastenrädern und E-Nutzfahrzeugen vorsieht.

Durch ein Konzept zur „Nachhaltigkeit im Sport“ unter Einbeziehung der Vereine und Beschaffung von Sportmitteln aus fairer Produktion soll globale Verantwortung in Bonn weiter gestärkt werden. Auch die Zahl der Fair-Trade-Schulen soll erhöht, faire Kitas ins Leben gerufen, die faire kommunale Beschaffung ausgeweitet und die kommunalen Projektpartnerschaften mit Städten aus anderen Kontinenten weiter intensiviert werden.

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