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Bundesstadt Bonn

Lärmaktionsplan

Ziel der Lärmaktionsplanung ist es, den Umgebungslärm wirksam zu verringern und damit die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Über die Aufstellung von Lärmaktionsplänen sollen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen in den Gebieten, die sich bei der Lärmkartierung als besonders lärmbelastet herausgestellt haben, durch Umsetzung konkreter Maßnahmen bekämpft und ruhige Gebiete vor einer Zunahme des Lärms geschützt werden. Als Umgebungslärm im Sinne der Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union (EU) werden belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien bezeichnet, die durch Straßenverkehr, Schienenverkehr, Flugverkehr, Gewerbe- oder Industrieanlagen verursacht werden.

Das „Gesetz zur Umsetzung der EG-Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm“ verpflichtet die Kommunen zur Erstellung strategischer Lärmkarten sowie bei Lärmproblemen darauf aufbauender Lärmaktionspläne einschließlich der Information und Mitwirkung der Öffentlichkeit. Die Lärmaktionspläne müssen alle fünf Jahre überprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden.

Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 18. Juni 2020 den Lärmaktionsplan der 3. Runde einstimmig beschlossen.

In 2023/24 wird die Stadt Bonn gemäß der Europäischen Umgebungslärmrichtlinie die Fortschreibung des Lärmaktionsplans auf Basis einer erneuten Lärmkartierung, die im Jahr 2022 erstellt wird, durchführen.

Lärmaktionsplanung Runde 3

2017 erfolgte die turnusmäßige Aktualisierung der Lärmkarten für die Bundesstadt Bonn. Darauf aufbauend wurde der Umsetzungsstand der Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan der 2. Runde überprüft und damit die Maßnahmen identifiziert, die im Lärmaktionsplan der 3. Runde weiterverfolgt wurden. Vor allem Ruhige Gebiete mit Fokus auf Freizeit- und Erholungsfunktion, die gemäß EU-Vorgaben zu schützen sind, wurden als neues Schwerpunktthema vertieft behandelt.

Bei den beiden Bürgerbeteiligungen Ende 2018 und 2019 ging es zum einen um die Erfassung und Berücksichtigung der Ideen, Anregungen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger und deren Information über die Ergebnisse der Umgebungslärmkartierung der 3. Runde 2017. Zum zweiten wurde den Bürgerinnen und Bürgern der Entwurf des Lärmaktionsplans mit den Anregungen aus der ersten Beteiligung zur Kenntnis gegeben. Die Bürgervorschläge und –hinweise aus den Mitwirkungsverfahren sind nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) in der Lärmaktionsplanung zu berücksichtigen.

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