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Lärmaktionsplan.

Ziel der Lärmaktionsplanung ist es, den Umgebungslärm wirksam zu verringern und damit die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Über die Aufstellung von Lärmaktionsplänen sollen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen in den Gebieten, die sich bei der Lärmkartierung als besonders lärmbelastet herausgestellt haben, durch Umsetzung konkreter Maßnahmen bekämpft und ruhige Gebiete vor einer Zunahme des Lärms geschützt werden. Als Umgebungslärm im Sinne der Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union (EU) werden belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien bezeichnet, die durch Straßenverkehr, Schienenverkehr, Flugverkehr, Gewerbe- oder Industrieanlagen verursacht werden.

Das „Gesetz zur Umsetzung der EG-Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm“ verpflichtet die Kommunen zur Erstellung strategischer Lärmkarten sowie bei Lärmproblemen darauf aufbauender Lärmaktionspläne einschließlich der Information und Mitwirkung der Öffentlichkeit. Die Lärmaktionspläne müssen alle fünf Jahre überprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden. Aktuell steht erneut eine Überprüfung und Aktualisierung des Lärmaktionsplans an (Lärmaktionsplan Runde 3).

Lärmaktionsplanung Runde 3

2017 wurden die Lärmkarten für die Bundesstadt Bonn aktualisiert. Darauf aufbauend wurde der Umsetzungsstand der Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan der 2. Runde überprüft und damit die Maßnahmen identifiziert, die im Lärmaktionsplan der 3. Runde weiterverfolgt werden sollen. Vor allem sollen ruhige Gebiete mit Fokus auf Freizeit- und Erholungsfunktion, die gemäß EU-Vorgaben zu schützen sind, als neues Schwerpunktthema vertieft behandelt werden.

Bei der Beteiligung geht es vor allem um die Erfassung und Berücksichtigung der Ideen, Anregungen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger und deren Information über die Ergebnisse der Umgebungslärmkartierung der 3. Runde 2017.

In einem vierwöchigen Online-Dialog hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, auf einer Karte von Bonn Ruheorte einzutragen und gegebenenfalls Maßnahmen und Ideen zu benennen, wie der Ruheort weiterentwickelt werden kann. In einem Umfragemodul konnten konkrete Fragen zum Themenkomplex gestellt werden.

Nach der Auswertung der Beteiligungsphase wird ein Maßnahmenplan erstellt. Die Bürgervorschläge und –hinweise aus dem Mitwirkungsverfahren sind nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) in der Lärmaktionsplanung zu berücksichtigen. Abschließend wird der Lärmaktionsplan erneut öffentlich ausgelegt (2. Mitwirkungsphase).

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