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Bundesstadt Bonn

Friedhof Rüngsdorf Basteistraße

Heute steht der Friedhof für Beisetzungen nicht mehr zur Verfügung. Er wurde 1890 geschlossen. Dennoch ist er aus historischen Gründen einen Blick wert. Zur Pfarrei Rüngsdorf gehörte bis 1804 Alt-Godesberg mit Schweinheim und bis 1863 Plittersdorf, deren Verstorbene alle auf dem Kirchhof von St. Andreas in Rüngsdorf beerdigt wurden.

Friedhof Rüngsdorf Basteistraße
Größe: ca. 400 qm
Denkmalschutz: Der Friedhof steht nicht unter Denkmalschutz

 

Das Gelände an der Ecke Rheinstraße/Basteistraße ist ein Kirchhof auf erhöhtem Boden und ist über eine Steintreppe zu erreichen. Die zweit- oberste Stufe trägt die Inschrift „Anno Domini 1758“. Offensichtlich ist hier eine Grabplatte als Treppenstufe verwendet worden. An den Mauerpfeilern weisen Bohrlöcher auf ein ehemaliges Verschließen des Friedhofes hin, der mit einer Basaltmauer umgeben ist.

Von der ehemaligen Kirche, erstmals 1131 urkundlich erwähnt, steht nur noch der Glockenturm aus dem Jahr 1200. Das genaue Baudatum der ersten Andreaskirche ist unbekannt. Es hat sich vermutlich um eine Wehrkirche gehandelt, da der Turm Schießscharten besitzt. Um den Turm herum sind Steinkreuze hauptsächlich aus dem 17. Jahrhundert aufgestellt. Das älteste ist aus dem Jahr 1568 datiert. Die Grabkreuze wurden auf der Fläche mehrfach umgestellt, einige gingen verloren oder waren nicht mehr zu entziffern. Heute sind noch 32 erhalten. Seit 1879 begannen im Gemeinderat die Gespräche darüber, einen neuen Friedhof zu errichten, jedoch erwarb der Gemeinderat erst 1883 ein Grundstück. Der heutige Friedhof Rüngsdorf wurde 1889 an der Konstantinstraße/Kapellenweg außerhalb des Ortes eröffnet. Ein Jahr darauf wurde der alte Friedhof geschlossen. Nachdem auch eine neue Kirche gebaut war, wurde die St. Andreas Kirche 1902 bis auf den Glockenturm abgerissen.

Friedhof Rüngsdorf Basteistraße

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Bildnachweise

  • Claudia Feldhaus
  • Claudia Feldhaus
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