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Bundesstadt Bonn

Meningokokken

Meningokokken sind Bakterien, die eine sehr seltene, aber gefährliche bakterielle Hirnhautentzündung (Meningitis) und/oder eine Überschwemmung des Körpers mit Bakterien (Sepsis) hervorrufen können.

Beschwerden und Inkubationszeit

Erste Krankheitszeichen zeigen sich in der Regel zwei bis vier Tage nach Ansteckung, die Inkubationszeit kann bis zu zehn Tage betragen. Nach ersten grippeähnlichen Symptomen setzen plötzlich starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Schwindel und Lichtempfindlichkeit ein. Innerhalb weniger Stunden kann es zum Kreislaufversagen und zu punktförmigen Hauteinblutungen kommen. Typisches Zeichen einer Hirnhautentzündung (Meningitis) ist die schmerzhafte Nackensteifigkeit. Das Krankheitsgefühl ist sehr ausgeprägt.

Bei Säuglingen und Kleinkindern kann die Nackensteifigkeit fehlen. Sie schreien schrill, erbrechen, haben hohes Fieber, sind unruhig oder apathisch.

Ansteckung

Die Bakterien werden am häufigsten als Tröpfcheninfektion durch z.B. Husten, Niesen oder Küssen übertragen. Außerhalb des Körpers sterben die Bakterien schnell ab.

Wer ist besonders gefährdet?
An einer Meningokokken-Erkrankung kann jeder erkranken. Am häufigsten trifft es aber Säuglinge im ersten Lebensjahr, Kleinkinder oder Jugendliche. 

Kontaktpersonen und Schutz vor der Krankheit

Enge Kontaktpersonen, die im gleichen Haushalt mit Erkrankten leben, haben ein erhöhtes Risiko, an einer Meningokokken-Infektion zu erkranken. Auch enge Freunde und feste Banknachbarn in der Schule, Kinder der gleichen Kindergartengruppe, Arbeitskollegen, Intimpartner oder andere enge Bezugspersonen können gefährdet sein.

Das Gesundheitsamt wird den Kreis der engen Kontaktpersonen auch am Wochenende ermitteln und informieren, denn hier ist der rechtzeitige Schutz durch ein Antibiotikum wichtig. So kann die Erkrankung bereits infizierter Personen verhindert und die Übertragungsgefahr auf andere vermindert werden.

Beim Erkrankten wird der Erregertyp ermittelt. Steht dieser fest, ist zusätzlich die Impfung sinnvoll. In Deutschland stehen verschiedene Impfstoffe für mehrere Meningokokkenerreger zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der  Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Für Rückfragen stehen Ihnen Ansprechpartner des Gesundheitsamtes unter der Rufnummer 0228 – 77 37 64 gerne zur Verfügung.

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