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Bundesstadt Bonn

„Aufholen nach Corona“: Stadt Bonn erhält insgesamt 4,9 Millionen Euro

Die Fördermittel werden für Angebote im schulischen Bereich und Lernen, der Sozialarbeit sowie Jugendarbeit und Freizeit genutzt, um für Kinder und Jugendliche die Folgen der Pandemie zu mildern.

Kinder und Jugendliche mussten und müssen in der Corona-Pandemie auf vieles verzichten. Auch die Zeiten der Kita- und Schulschließungen sowie das damit verbundene „Lernen auf Distanz“ waren für Familien nicht leicht, das schulische Fortkommen hat mitunter gelitten. Daher haben Bund und Länder ein Förderprogramm zum Thema „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ aufgelegt. Dafür stellt der Bund in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt zwei Milliarden Euro bereit, um Folgen der Corona-Pandemie zu mildern. Das Geld wird zur Finanzierung zusätzlicher Angebote beziehungsweise zur Ausweitung bereits bestehender Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe eingesetzt.

Die Stadt Bonn berichtete nun für den Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie sowie den Schulausschuss darüber, was sie durch die zusätzlichen Fördermittel für die Bonner Kinder und Jugendlichen umsetzt oder bereits umgesetzt hat. Das Aufhol-Programm gliedert sich in drei Säulen – schulischer Bereich/Lernen, Schul- und Jugendsozialarbeit sowie Jugendarbeit und Freizeit. Zusätzlich wird der Bereich „Frühe Hilfen“ unterstützt.

Aufholen im Schulbereich: gut drei Millionen Euro zusätzlich für Bonn

Für den schulischen Bereich erhält die Bundesstadt Bonn als Trägerin eine Pauschale von rund 3,1 Millionen Euro. Davon erhalten alle städtischen Schulen 30 Prozent als Schulbudget für eigene Angebote. Weitere 30 Prozent fließen in sog. Bildungsgutscheine, die Schüler*innen aller städtischen Schulen, zum Beispiel für Nachhilfestunden, zur Verfügung gestellt werden.

40 Prozent, rd. 1,25 Mio. Euro, wird die Stadt Bonn als Schulträger für drei Schwerpunkte nutzen:  Insgesamt rd. 80 Prozent dieser Mittel werden zum einen zur Unterstützung von städtischen Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen (nach Sozialindex des Landes NRW) und zum anderen zur Unterstützung an alle Schulen des Gemeinsamen Lernens und Förderschulen verteilt. Die restlichen ca. 20 Prozent werden der Unterstützung des BONNEUM, das allen Bonner Schüler*innen als außerschulischer Lernort zur Verfügung steht, sowie zur Förderung und Unterstützung der Netzwerkstruktur der acht dezentralen außerschulischen Lernorte entlang der Bildungskette, verteilt über das Stadtgebiet, dienen.

Darüber hinaus sieht der schulische Teil „Aufholen nach Corona“ noch Mittel für Extra-Personal (Ausschreibung des Personalbedarfs durch die Schulen), Extra-Blick (bessere Diagnostik seitens der Schulen) und Extra-Zeit vor. Im Rahmen der Extra-Zeit haben bisher fast 40 Schulen Angebote für Schüler*innen initiiert. Das Regionale Bildungsbüro unterstützte hier als Vermittler für Angebote in den vergangenen Sommer- und Herbstferien. „Die Extra-Zeit in Bonn wird mit einem ganzheitlichen Blick auf die Schüler*innen umgesetzt, das heißt es gibt nicht „nur“ reine Lernangebote, sondern auch enge Verknüpfungen mit psychosozialen und motorischen Angeboten, je nach Bedarf am jeweiligen Schulstandort“, sagt Schul- und Sozialdezernentin Carolin Krause.

Zusätzliche Fördermittel für Schulsozialarbeit und offene Jugendarbeit

Für die Bereiche Schulsozialarbeit/soziale Arbeit an Schulen, Angebote der Jugendsozialarbeit im Übergang Schule und Beruf (so genannte Fördersäule II) sowie die (offene) Jugendarbeit (Fördersäule III) bekommt die Stadt Bonn für dieses Jahr rund 610.000 Euro und für das kommende Jahr voraussichtlich weitere rund 1,2 Millionen Euro aus dem Aufhol-Programm. Das Geld wird mit 70 sowie 30 Prozent für die jeweiligen Säulen verteilt.  

Für Schulsozialarbeit und Angebote der Jugendsozialarbeit im Übergang Schule und Beruf stehen so dieses Jahr 427.176,49 Euro und für das Jahr 2022 bei einer Aufteilung von rund 70 Prozent der Gesamtsumme 854.352,98 Euro zur Verfügung. Damit wird zum Beispiel die Schulsozialarbeit der Stadt Bonn aufgestockt. Auch die Kinder-, Jugend- und Familien-Beratung an Schulen durch die Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Stadt wird intensiviert.

Das Projekt „Jobcoach“ der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim an Bonner Schulen profitierte ebenso von den zusätzlichen Mitteln, wie auch das Programm „Schule und Kind vereinbaren“ der AWO, das sich an junge Eltern richtet, die ihren Schulabschluss nachholen möchten. Eine vollständige Auflistung der geförderten Projekte ist hier zu finden:  https://www.bonn.sitzung-online.de/public/VO020?VOLFDNR=2003468 (Öffnet in einem neuen Tab)

Für Maßnahmen in der offenen Jugendarbeit stehen dieses Jahr 183.075,64 Euro zur Verfügung. Für das Jahr 2022 werden bei einer Aufteilung von rund 30 Prozent der Gesamtsumme 366.151,28 Euro an Fördermitteln erwartet. Die Fördermittel werden an die Träger der Einrichtungen der (Offenen) Jugendarbeit in Bonn weitergeleitet, damit diese entsprechende Angebote umsetzen können.

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