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Bundesstadt Bonn

Breitbandausbau in Bonn

Die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser ist notwendige Voraussetzung für die fortschreitende Digitalisierung auf dem Weg zur „Smartest City“. Denn Glasfaser bedeutet schon jetzt Anbindung an die Zukunft.

Vincent Weng ist Breitbandkoordinator bei der Bundesstadt Bonn.

Die Projekte im Breitbandausbau zur Versorgung Bonns mit Glasfasertechnologie beinhalten die erfolgreiche Teilnahme der Stadt an zwei Fördermittelverfahren, dem sogenannten „Flächenantrag“ und einem weiteren Sonderaufruf in den Gewerbegebieten, Schulen und Krankenhäusern. Beide Programme haben unterschiedliche Fördereigenschaften, sind aber auf das gleiche Ziel gerichtet, Privathaushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit zukunftssicheren Datenleitungen zu versorgen. Nicht zuletzt ist dies auch eine infrastrukturelle Grundvoraussetzung, um den „next generation access“ in Form von 5G betreiben zu können. 

2020 liegt die Versorgung mit Glasfaser bei 7 Prozent. Mit den beiden geförderten Ausbauvorhaben kommen im Minimalfall 1254 Adressen, bei gleichzeitigem Anschluss sämtlicher Immobilien zwischen den Adresspunkten im Idealfall weitaus mehr Adresspunkte hinzu. 

Neben dem geförderten Ausbau ist es wichtig, Anreize zum eigenwirtschaftlichen Ausbau durch die am Markt beteiligten Telekommunikationsunternehmen zu schaffen. Zum einen spielen naturgemäß die Global Player eine bestimmende Rolle, aber auch lokale kleinere Anbieter und auch die stadtnahen Versorgungsbetriebe sind prädestiniert, infrastrukturelle Aufbauarbeit zu leisten. Eine solche Wettbewerbssituation stellt aus der Sicht der Verwaltung eine sehr gute Ausgangsbedingung dar.

Zusammengefasst bedeutet Breitbandversorgung nicht nur die Versorgung mit Glasfaser, sondern Glasfaserversorgung ist die Basis für andere Leuchtturmprojekte wie Bildung in der digitalen Welt (BIDW) und Digitale Stadt. Insgesamt wird auf diesem Weg die Zukunftsfähigkeit Bonn als Wissenschafts-, Wirtschafts– und UNO-Standort auf dem Weg als zukünftige  „Smartest City in NRW“ gesichert.

Warum überhaupt Glasfaser?

  • Mit Glasfaserleitungen surfen Sie so schnell wie das Licht. 

Glasfaser ist ein Lichtwellenleiter, das heißt es wird zur optischen Datenübertragung verwendet. Eine einzelne Faser besteht aus einem Kern, der von einem Glasmantel umhüllt ist. 

In diesem Kern werden Lichtsignale mit einer Geschwindigkeit bis zu 200.000 km/s so oft reflektiert bis die Daten ihr Ziel erreichen. Rein theoretisch könnten Sie Informationen von der Erde zum Mond in 1,9 Sekunden schicken. 

  • Der Vorteil gegenüber einer elektrischen Übertragung ist, dass Datenwellen parallel zueinander durch die Faser laufen können und somit eine viel größere Menge an Daten übertragen werden kann.
  • Übertragungsraten sind im Gigabit- bis hin zum Terrabitbereich möglich.
  • Weitere Vorteile sind die günstige Herstellung, der geringere Platzaufwand gegenüber Kupferkabeln und die Unempfindlichkeit gegenüber elektrischen Störungen.
Herr Vincent Weng
Breitbandkoordinator

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