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Bundesstadt Bonn

Pützchens Markt

Das beliebte Volksfest, das jährlich mehr als eine Million Menschen aus nah und fern anlockt, wird immer am zweiten Septemberwochenende gefeiert. Doch auch 2021 wird die Großveranstaltung wegen der Coronakrise abgesagt.

Die Entscheidung gab die Stadt nach einem Gespräch mit Vertretern des Schaustellerverbandes am 26. Mai 2021 bekannt.

„Ich bedauere sehr, dass wir Pützchens Markt auch in diesem Jahr absagen müssen“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht. Leider lässt uns die Pandemie keine andere Wahl. Da wir uns der Tragweite der Absage bewusst sind, war die enge Abstimmung mit dem Bonner Schaustellerverband umso wichtiger. Denn die Absage trifft die Schaustellerinnen und Schausteller natürlich am härtesten. Deshalb danke ich dem Verband für das Verständnis.“

Aus Sicht der Verwaltung ist die Verantwortung für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger höher zu gewichten, als das berechtigte und auch nachvollziehbare Interesse der Bevölkerung an einem Volksfest. Auch wenn immer mehr Menschen geimpft sind, so kann eine Veranstaltung mit Hunderttausenden von Gästen Anfang September 2021 nicht stattfinden.

Eine Veranstaltung mit weniger Besucherinnen und Besucher und Einlassbeschränkungen für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete wäre aus Sicht der Verwaltung keine Alternative für eines der größten Volksfeste Deutschlands. Die Stadt Bonn folgt damit auch anderen großen Kirmesveranstaltern, die ihre Feste bereits abgesagt haben. Dazu zählen das Münchner Oktoberfest, die größte Kirmes in NRW in Crange, die Rheinkirmes in Düsseldorf und das große Bürger-Schützenfest in Neuss.

Um die Bonner Schaustellerinnen und Schausteller zu unterstützen und zumindest einen kleinen wirtschaftlichen Ausgleich zu ermöglichen, bietet die Verwaltung den Schaustellern an, im Sommer ihre Jahrmarktstände in der Innenstadt aufzustellen. Außerdem wird die Verwaltung der Bezirksvertretung Bonn vorschlagen, den Weihnachtsmarkt 2021 um zwei Tage zu verlängern. Voraussetzung ist, dass die Situation im Dezember einen Weihnachtsmarkt zulässt.

Auch der Freundeskreis Pützchens Markt wurde in die Entscheidung eingebunden, der mit eigenen Veranstaltungen, wie dem Rheinischen Abend in der Bayern-Festhalle, während der Kirmestage zum Gelingen des Pützchens Marktes beiträgt.

Für den Schaustellerverband Bonn sagte dessen zweiter Vorsitzender, Roland Barth: „Wir bedauern die Absage unserer Haupt-Veranstaltung hier in Bonn-Pützchen sehr, die auch wirtschaftlich verheerende Folgen für uns hat. Wir verstehen aber auch die Stadt Bonn mit ihren Argumenten, die jetzt eine Entscheidung fällen musste.“ 

Die Vertreter des Schaustellerverbands hatten im Abstimmungsgespräch den Wunsch geäußert, die Entscheidung noch um einen Monat hinauszuschieben. Dem stehen allerdingst die Abläufe in der Verwaltung entgegen, bei denen nicht nur Vorlaufzeiten zu berücksichtigen sind, sondern auch Zeitfenster für Ausschreibungen, zum Beispiel Sicherheitsdienst,  Bestellung des Feuerwerks, die Planungen bei Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und den Stadtwerken sowie die organisatorischen Vorbereitungen in der Marktschule.

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