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Bundesstadt Bonn

Zeitfenster

Fotos, Grafiken, Urkunden, Akten, Briefe oder historische Bücher: Im Depot von Stadtarchiv und Stadthistorischer Bibliothek lagert so manche Rarität. Die Reihe „Zeitfenster“ gewährt jeden Monat einen Blick in die Vergangenheit Bonns.

Juli 2020: Das Leben mit einem Hund in Bonn

Anzeige im General-Anzeiger, Bonn, 9. Februar 1901

Hunde gehören auch in Bonn seit dem Beginn des städtischen Lebens vor über 2000 Jahren dazu. Als Zughunde, Wachhunde, Jagdhunde, Ratten- und Mäusefänger, aber auch als Begleit- und Schoßhunde treten sie in vielen Dokumenten - Akten, Bilder, Postkarten, Bücher, Zeitschriften- und Zeitungsartikeln - in der Sammlung des Stadtarchivs und der Stadthistorischen Bibliothek in Erscheinung.

Den Hund treffen wir mit dem Kurfürsten Clemens August als einen hübschen weißen Begleiter an, geschmückt mit einem breiten, mit den Initialen C.A. versehenen Halsband, mitten in einem Maskenball im Jahre 1754. Der Hund scheint Bonner Studenten im 19. Jahrhundert überall hin begleitet zu haben - Unigelände, Spaziergang, Ausflug und Ausritt - oder er zieht den schweren Karren für den Markthändler oder Handwerker hinter sich.

Einzelne Knochen des nachweislich ersten Haushundes der Menschheitsgeschichte wurden in einer 14.700 Jahre alten Grabanlage zusammen mit den Überresten einer Frau und eines Mannes in Bonn-Oberkassel im Jahr 1914 gefunden. 2013 fand eine genetische Untersuchung statt, und 2014 wurden an der Fundstelle ausführliche Ausgrabungen durchgeführt.

In Bonn leben heute etwa 1.320 angemeldete Hunde, ein Hund pro 100 Einwohner, deren Besitzer die jährliche Hundesteuer von 162 Euro bezahlen. Die wirkliche Zahl der Hunde ist vermutlich doppelt so hoch.

Als Neuzugang in der Sammlung der Stadthistorischen Bibliothek wird hier das 2020 erschienene Buch „Mit Hund durch Bonn: Touren – Geschichten – Tipps“ vorgestellt.

Der Autor hat für das Buch zusammen mit der Labradorhündin Frieda mehrere, auch stadthistorisch interessante Spaziergänge unternommen und alle Hunde-Freilaufflächen Bonns, fünf städtische und eine von einem Verein unterhaltene, getestet. Zudem blickt er in die Hundegeschichte des Stadtgebietes zurück und gibt viele Tipps für Bonner Hundehalterinnen und Hundehalter. Er kennt die Stellen am Rhein, an denen man den Hund im Wasser planschen lassen kann und die Lokale, in denen auch die Hunde als Gäste willkommen sind.

Harald Ott mit Frieda: „Mit Hund durch Bonn“, 2020, Signatur: 2020/351

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Bildnachweise

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  • Udo Müller
  • Joseph Breuer; 1926
  • Carl Schröder; 1938
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  • (c) Klaus Pawlak/Stadtarchiv Bonn
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