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Bundesstadt Bonn

13.07.2024

Künstlerische Stadtutopien Utopien für das Bonn der Zukunft

Ausstellung im Ernst-Moritz-Arndt-Haus

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

Samstag, 13. Juli 202414:00 Uhr18:00 Uhr

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Künstlerische Stadtutopien

Das Stadtmuseum und das Kulturamt haben während der Corona-Pandemie als Solidarmaßnahme ein gemeinsames Stipendienprogramm ausgeschrieben, das zum Ziel hatte Kulturtätige während der Pandemie in ihren Arbeitsbedingungen zu unterstützen. Während eines dreimonatigen Arbeitsstipendiums erarbeiteten sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten „Künstlerische Stadtutopien“. Entstanden sind dabei sehr unterschiedliche Visionen, von denen fünf nun vom 21. Juni bis 14. Juli 2024 im Ernst-Moritz-Arndt-Haus präsentiert werden.

Im Zuge der Stipendien sollten Utopien für das Bonn der Zukunft erarbeitet werden. Gefördert wurden dabei Arbeiten, die eine kritische Auseinandersetzung mit einzelnen Aspekten oder des gesamten Lebens in der Stadt Bonn vornahmen und aus der Gegenwart Visionen für die Zukunft entwickelten. Bewerben konnten sich freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler aller künstlerischer Sparten, deren Hauptwohnsitz in Bonn lag und die ihre künstlerische Tätigkeit im Haupterwerb betrieben.

Die fünf Stipendiatinnen und Stipendiaten, Daniel Breitfelder, Georg Cevales, Monika Dietz, Elisabeth Lewerenz und Tina van de Weyer, entwickelten dabei sehr unterschiedliche Ideen. Gleich zweimal, bei Tina van de Weyer und Monika Dietz, stand das Frankenbad beziehungsweise der Frankenbadplatz in der Altstadt im Mittelpunkt der Überlegungen. Daniel Breitfelder entwickelte die Kunstfigur des „Rhein Rangers“ während seines Stipendiums weiter. Georg Cevales beschäftigte sich mit (poetischen) Orten des Austausches zu lokalem Wissen in der Stadt.

Besonders gewürdigt wird die Utopie „Stadt aus Brücken“ von Elisabeth Lewerenz, deren Idee in einem zweiten Juryverfahren zur „Gewinnerutopie“ unter den sechs Entwürfen gekürt wurde. „Stadt aus Brücken“ ist der Entwurf für einen Audioguide, der die Zuhörer*innen in einem Spaziergang durch die Bonner Innenstadt führt. Während die Hörer*innen sich verschiedene Stationen im Bonn der Gegenwart ansehen, hören sie jedoch eine Führung durch das Bonn der Zukunft im Jahr 2121: Der Rhein ist über seine Ufer getreten und hat das Stadtbild nachhaltig verändert. Er fließt nun mit vielen kleinen Abzweigungen durch das gesamte Stadtgebiet, so dass viele Stadtteile wie kleine Inseln wirken. Die einzelnen Inseln sind durch eine Vielzahl von Brücken miteinander verbunden – ein Zeichen dafür, dass die Bonner Bürger*innen trotz dieser Veränderung nicht getrennt voneinander leben wollen. Einige markante Stellen der Stadt sind unverändert geblieben. Andere haben eine völlig neue Funktion erhalten.

Eintritt

Eintritt frei