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Extreme Musik von Galina Ustwolskaja / 2. Konzert

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

Galina Ustwolskaja

Zum 100. Geburtstag
Extreme Musik von Galina Ustwolskaja

Trio für Klarinette, Violine und Klavier (1949)
Grand Duet für Violoncello und Klavier (1959)
Composition Nr. 1 für Piccoloflöte, Tuba und Klavier (1970/71)

Musiker des Ensemble Musikfabrik:
Helen Bledsoe (US/DE) – Flöte
Benjamin Kobler (DE) – Klavier
Ulrich Löffler (DE) – Klavier
Melvyn Poore (US/DE) – Tuba
Carl Rosman (UK/AU/DE) – Klarinette
Hannah Weirich (DE) – Violine
Dirk Wietheger (DE) – Violoncello

Zum 100. Jubiläum der russischen Komponistin Galina Ustwolskaja (17.06.1919–22.12.2006) veranstalten wir zwei Konzerte mit ihren Werken, die von dem renommierten Solistenensemble Musikfabrik aus Köln, welches zu den bekanntesten Klangkörpern der Neuen Musik in Deutschland und weltweit zählt, sowie von dem in Berlin lebenden russischen Pianisten Mikhail Mordvinov aufgeführt werden.

Als Komponistin fühlte Galina Ustwolskaja sich keiner Schule verbunden. Ihre Musik gilt als markant einzigartig.

Sie studierte von 1937 bis 1947 an der Musikfachschule bzw. am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Leningrad. Von 1939 bis 1950 war Ustwolskaja in der Kompositionsklasse Dmitri Schostakowitschs und galt als Lieblingsschülerin des Komponisten. In einem Brief an Ustwolskaja schrieb Schostakowitsch: „Nicht Du befindest Dich unter meinem Einfluß, sondern ich mich unter Deinem.“.

Charakteristisch für ihren Stil ist die „Zeugung“ der Musik aus einer „Keimzelle“: Ein kurzer Intonationskern steht zu Beginn, aus diesem entwickelt sich die Musik, zuweilen monothematisch. Eine restriktive Auswahl der Ausdrucksmittel sorgt für ungewöhnliche Besetzungen, zum Beispiel Klavier, Piccoloflöte und Tuba. Typischerweise wird dabei die Ausdrucksmöglichkeit eines jeden Instruments ausgeschöpft. Die Einzigartigkeit ihrer Musik liegt in einer alles umfassenden Kargheit gepaart mit einer majestätischen Wirkung begründet.

„Meine Werke sind nicht religiös, aber definitiv spirituell, weil ich alles von mir gegeben habe. Meine Seele, mein Herz.“ – Galina Ustwolskaja

Ustwolskaja lehnte Auftragsarbeiten ab. Als sie in finanzielle Not geriet, komponierte sie „Gebrauchsmusik“, versah aber diese Partituren mit dem Vermerk „Für Geld“ und nahm keines dieser Werke in ihre Werkliste auf. Falls ihr eine ihrer Kompositionen mit der Zeit missfiel, hat sie sie vernichtet oder sie vernichten lassen. Ihre Werkliste umfasst nur 25 Werke und ergibt eine Gesamtspielzeit von weniger als 7 Stunden.

Im Ausland war Ustwolskaja bis in die 90er Jahre wenig bekannt, obwohl Komponisten wie Witold Lutosławski und besonders György Ligeti ihre Werke sehr hoch schätzten. Seit dem Zerfall der Sowjetunion gilt sie neben Sofia Gubaidulina als bedeutendste Komponistin Russlands im 20. Jahrhundert.

Informationen

Anmeldungtickets@in-situ-art-society.de | Tel.: 0174/1839210

Eintritt

€ 15 | € 9 ermäßigt 

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Bildnachweise

  • Josee Voormans
  • Josee Voormans

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