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Bundesstadt Bonn

Sound and Silence

Der Klang der Stille in der Kunst der Gegenwart

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

Maya Bringolf: Aus dem letzten Loch pfeifen, 2015 Stahl, Harley-Auspuff, Motor, Orgelpfeife, 100 x 200 x 200 cm, Werkschau 2015, Museum Haus Konstruktiv, Zürich, Foto: Conradin Frei

Die Ausstellung Sound and Silence widmet sich der Frage, wie die Kunst der Gegenwart Stille und Schweigen sichtbar und hörbar macht. Dabei berücksichtigt sie in besonderer Weise, dass Stille selbst immer nur in Beziehung zum Klang fassbar ist. Insofern sucht die Ausstellung auf verschiedenen Ebenen Trenn- und Verbindungslinien zwischen lebendigem Schweigen und endgültigem Verstummen, zwischen dem NochNicht und dem Nicht-Mehr. Sie zeigt, welche Bilder und Klänge die Kunst der Gegenwart für die Stille, die Pause, das Schweigen fndet, wie die Ausstellung das Verschwinden zeigt, ohne selbst zu verschwinden, wie sie eine Stille erklärt, die nicht bloß die Abwesenheit von Geräuschen ist, wie sie das Nichts völliger Stille, sinnlich erfahrbar macht oder andeutend umschreibt.
Die Ausstellung fragt, welche Funktion und welchen Wert Klang und Stille und ihr Verhältnis als Medien und Themen der Kunst haben, ob es überhaupt Stille in der Welt gibt und welchen Klang diese stets nur relative Stille hat, durch den sich die Kunst einen anderen besonderen Zugang zur Welt verschafft. Die Präsentation wird im Blick auf das Jubiläum des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven realisiert und damit im Blick auf eine Biografe, in die sich die Wege vom Klang zur Stille und zurück, der Widerstand gegen das Verstummen der Welt als existenzielle Aufgabe eingeschrieben haben. Die Ausstellung, die bewusst kein Beitrag zur Geschichte der Musik
und ihrer Darstellung sein will, behandelt ihr Thema als mediale Reflexion der Kunst. In einem breiten multimedialen Panorama wird der Klang der Stille in ganz unterschiedlicher Weise fassbar: als Monotonie, Wiederholung und Speicher, als Pause oder Überlagerung und Cluster, als dröhnende Stille oder zerstörter Klang, im Wechselspiel zwischen meditativer Versenkung, politisch erzwungenen Schweigen und stillem Widerstand, als ambivalenter Ausdruck von Leere und Fülle, Sehnsucht und Bedrohung, Schönheit und Scheitern. Mit Werken von William Anastasi, Laurie Anderson, John Baldessari, Christoph Büchel, John Cage, Hanne Darboven, Annika Kahrs, Christina Kubisch, Alvin Lucier, Teresa Margolles, Susan Philipsz, Samson Young, Gillian Wearing, Artur Zmijewski u.a. Die Ausstellung wird unterstützt durch BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.

Eintritt

Eintritt: Erwachsene 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro;
Gruppen ab 10 Personen 5,60 Euro, ermäßigt
2,80 Euro; Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Schulklassen und Mitglieder der Freunde des Kunstmuseums
Bonn e.V. frei. Jahreskarte 40 Euro, ermäßigt 20 Euro.

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Bildnachweise

  • Copyright des Künstlers, Foto: Conradin Frei
  • Copyright des Künstlers, Foto: Conradin Frei

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