Inhalt anspringen

Winterreise +

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

Julian Prégardien und Michael Gees

Winterreise nach der Aufführungspraxis von Clara Schumann und Julius Stockhausen

Eine Veranstaltung des Stadtmuseums Bonn zum Clara-Schumann-Jahr 2019.

Julian Prégardien, seit 2017 Professor für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München, ist Mitglied im Schumann-Forum, dem board of artists des Schumann-Netzwerkes und Förderer des Singpatenprogramms Canto elementar. Er und Michael Gees haben sich einem besonderen Projekt verschrieben.


Julian Prégardien und Michael Gees begeben sich für ihre gemeinsame Winterreise auf eine Zeitreise: Ihre Gestaltungsidee orientiert sich am Vorbild historischer Programmzettel aus den 1860er Jahren (s.o.), der Zeit der ersten "Liederabende" überhaupt.

Warum haben Clara Schumann und Julius Stockhausen gegen das heute so heilig gehaltene Ideal der Werktreue verstoßen? Musste beim Vortrag unerhört neuer und verstörender Musik (Schuberts Freundeskreis gefiel auf Anhieb nur der "Lindenbaum", wie der Schubertiaden-Initiator Josef von Spaun berichtet) zuweilen innegehalten werden um aufgewühlten Gemütern Gelegenheit zu geben, gleichsam nachzureifen und mitzuwachsen?

Was bedeutet das für uns, was können wir für heutige Aufführungen der Winterreise von den historischen Vorbildern lernen?

"Unsere historisch informierte Darbietungsweise entspricht einem durchaus auch postmodernen Bedürfnis:

Wer oder was verbietet uns, ein Musikwerk anzufassen und es in einer individuellen Erscheinungsform zu präsentieren? Und zwar nicht durch eine "Äußerlichkeit", sondern mit Hilfe einer Veränderung, die durch seine Wirkungsgeschichte generiert wurde.", meint Julian Prégardien zu dieser Aufführungsidee. Michael Gees führt näher aus: "Wir haben, dem Beispiel von Julius Stockhausen - dem "Erfinder" des Liederabends - und Clara Schumann folgend, die Winterreise in einen sinnvertiefenden Kontext geeigneter Kompositionen und Improvisationen gestellt und gewähren Räume, in denen aus Zuhörern Winterreisende werden können bzw. dürfen. Wir fragen uns, wie das einst Selbstverständliche über hundert Jahre lang als verwegen hat gelten können."

Franz Schubert und Wilhelm Müller wollten ihr Werk gewiss nicht unter Denkmalschutz gestellt wissen, sondern dass es lebt und wirkt.



 

Eintritt

Ticket: 20 Euro - Karten bitte auf Vorbestellung reservieren: montags bis donnerstags vormittags unter Telefon: 0228 - 77 24 14

Merken & teilen

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr erfahren ...