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Bundesstadt Bonn

Stadt unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen

Die Stadt Bonn will die mittelständischen Unternehmen in den Bonner Zentren durch die Co-Finanzierung eines Gutscheinsystems und einen Fonds für Aktionen unterstützen. Das hat der Rat in seiner Sitzung am 24. Juni 2021 beschlossen.

Dafür wurden insgesamt 300.000 € in den Doppelhaushalt 2021/22 eingebracht, die je zu Hälfte für die beiden genannten Projektbausteine verwendet werden sollen.

„Die Corona-Pandemie hat sehr viele – vor allem kleine und mittelständische – Unter­nehmen aus Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen stark getroffen, denn die Kundinnen und Kunden sowie die Gäste haben ihr Ausgeh- und Einkaufsverhalten verändert,“ sagte Oberbürgermeisterin Katja Dörner. Die Unternehmen mussten auf Grund der Infektionsschutzvorschriften ihren Service stark einschränken oder sogar ganz schließen. „Der bisherige „Bummelfaktor“ ist verschwunden. Nun gilt es, die Zentren attraktiv zu machen,“ so die Oberbürgermeisterin. „Wir haben uns deshalb gern einem Vorschlag der Gewerbegemeinschaften der vier Stadtbezirkszentren angeschlossen, ausnahmsweise eine Unterstützung zu geben.“

Zwei Säulen: Gutscheinsystem und Fonds

Die Unterstützung ruht nach Gesprächen zwischen Verwaltung und Gewerbegemeinschaften auf zwei Säulen: auf einem Gutscheinsystem und auf einem Fonds für Kampagnen und Veranstaltungen.

Der Gutschein fördert in Pandemiezeiten den örtlichen Einzelhandel, Dienstleister und Gastronomen, indem er einen Rabattanreiz von zehn Prozent für die Konsumentinnen und Konsumenten gibt, unter der Voraussetzung, dass das Geld in der eigenen Stadt ausgegeben wird. „Nach der langen Zeit des Lockdowns für viele Branchen ist ein Anreiz zum Einkauf in der eigenen Stadt besonders wichtig“, unterstreicht Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe. Auf einer Internetseite werden alle teilnehmenden Geschäfte und Restaurants aufgelistet werden. Über diese Plattform werden die Gutscheine direkt online erworben. Kundinnen und Kunden können den Geschenkgutschein mit einem Wunschbetrag aufladen und entweder verschenken oder selbst nutzen. Dabei ist auch eine Aufteilung des Wertgutscheins auf mehrere Einkäufe möglich. Der Erwerb der Gutscheine ist auf die drei Monate August bis Oktober 2021 beschränkt, die erworbenen Gutscheine selbst sind ab Kaufdatum jeweils drei Jahre lang gültig.

Das Gutscheinsystem funktioniert sowohl analog (Kauf und Einlösung eines Gutscheins in Geschäften vor Ort) als auch digital (Kauf und Einlösung eines Gutscheins im Online-Shop der in Bonn, Bad Godesberg, Beuel und Duisdorf teilnehmenden Geschäfte). „Wichtig ist dabei, dass ausschließlich Unternehmen mit einem Geschäftssitz in Bonn an dem System teilnehmen können“, so Appelbe. 

Solche Systeme sind bereits weit verbreitet, u.a. auch in benachbarten Städten wie Köln, Bergisch Gladbach, Aachen oder Wuppertal, in Verbindung mit der auch für Bonn vorgesehenen finanziellen Beteiligung der Stadt (z.B.   www.schenk-lokal.de (Öffnet in einem neuen Tab),   https://atalanda.com/wuppertal/gutschein (Öffnet in einem neuen Tab)). Der Verein city-marketing bonn e.V. wird im Rahmen der Umsetzung sein bisheriges rein analoges System der City-Taler entsprechend anpassen.

Dabei subventioniert die Stadt die Gutscheine mit zehn Prozent des Gutschein­wertes (für einen 100-Euro-Gutschein zahlt die Kundin bzw. der Kunde also nur 90 Euro). Dabei wird die Menge pro Kopf auf fünf Gutscheine von je 50 € gedeckelt. Der Gesamtbetrag für die Förderung der Gutscheine beträgt 150.000 €, womit insgesamt 1,5 Mio € Umsatz in Handel, Gastronomie und Dienstleistungswirtschaft generiert werden sollen.

Die Abwicklung wird unter Federführung des city-marketing bonn e.V. über ein Unternehmen erfolgen, das ähnliche Gutscheinsysteme bereits betreibt. Noch sind nicht alle Fragen zur Umsetzung geklärt, Details werden noch bekannt gegeben.

Der Fonds für Kampagnen und Veranstaltungen mit einer Gesamthöhe von 150.000 € soll zur Finanzierung von Aktionen in den Stadtbezirkszentren genutzt werden. Dazu sollen neben Veranstaltungen auch die Schaffung von Aufenthaltsqualität durch Begrünung und Sitzgelegenheiten gehören. Eine Aufteilung zwischen den vier Zentren soll auf Vorschlag der Gewerbegemeinschaften nach folgendem Schlüssel geschehen: Bonn-Innenstadt 40%, Bad Godesberg 20%, Beuel 20% und Duisdorf 20%.

Das Maßnahmenpaket für jeden Stadtbezirk wird mit den Gewerbegemein­schaften abgestimmt und der jeweils zuständigen Bezirksvertretung zur Beschlussfassung vorgelegt.

Weitere Informationen: Arnulf Marquardt-Kuron, Bonner Wirtschaftsförderung, Telefon 0228 772053,  arnulf.marquardt-kuronbonnde

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