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Bundesstadt Bonn

Beschäftigtenentwicklung

Beschäftigtenwachstum

Die Bundesagentur für Arbeit hat am 30. Juni 2021 mit 183.450 einen neuen Höchststand der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Bonn registriert. Gegenüber Juni 2020 haben die Beschäftigtenzahlen um plus 2,0 Prozent oder absolut um 3.547 deutlich zugenommen. Im selben Zeitraum ist im Land NRW die Beschäftigung mit 1,8 Prozent etwas geringfügiger gewachsen. Der Bonn umgebende Rhein-Sieg-Kreis verzeichnete genau wie die Bundesstadt ein Beschäftigungswachstum in Höhe von 2,0 Prozent. Gegenüber dem Jahr des Bonn/Berlin-Umzugsbeschlusses im Jahr 1991 mit 134.199 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, hat deren Zahl um 49.251 (+36,7 Prozent) durch den langfristig positiven Wachstumstrend in Bonn deutlich zugenommen.

Nach den vorliegenden Schätzungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ liegt die Erwerbstätigenzahl am Arbeitsort Bonn für 2020 bei 254.400 (Vorjahr: 254.900, minus 500). In die Erwerbstätigenrechnung einbezogen sind neben den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auch Beamte, Selbstständige, mithelfende Familienangehörige und geringfügig Beschäftigte.

Gegenüber dem Jahr 1991 ist in Bonn ein Wachstum in Höhe von 66.100 Erwerbstätigen beziehungsweise von 35,1 Prozent festzustellen, im Gegensatz dazu hat in NRW insgesamt die Zahl der Erwerbstätigen lediglich um 18,7 Prozent zugelegt.

Dienstleistungen wachsen

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bonner Dienstleistungssektor ist zwischen den Jahren 2020 und 2021 mit einem Plus von 3.654 Beschäftigten beziehungsweise +2,2 Prozent deutlich gewachsen. Mitte 2021 sind in Bonn 170.299 Beschäftigte im Dienstleistungssektor tätig; das entspricht einem Anteil von 92,8 Prozent an allen Beschäftigten.

Damit ist Bonn, ähnlich wie Frankfurt/Main oder Potsdam, bundesweit einer der größten Dienstleistungsstandorte. Im NRW-Durchschnitt waren Mitte 2021 insgesamt 73,7 Prozent aller Beschäftigten im Tertiären Sektor tätig. Der Anteil des industriellen Sektors von NRW lag bei circa 25,8 Prozent aller Beschäftigten. Gegenüber dem Vorjahr hat in NRW die Zahl der Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe um -0,7 Prozent abgenommen. In Bonn waren die Beschäftigten in der Produktion um -0,9 Prozent (absolut -115) geringfügig rückläufig. Der Anteil des Produzierenden Gewerbes beträgt Mitte 2021 in Bonn noch 7,1 Prozent.

Hochqualifizierte Beschäftigte

Die Bundesagentur für Arbeit erhebt mit dem Merkmal „Akademischer Abschluss“ die Abschlüsse „Bachelor, Diplom, Magister, Master, Staatsexamen, Promotion“. Am 30. Juni 2021 hat die Stadt Bonn einen Akademikeranteil an allen Beschäftigten in Höhe von 33,3 Prozent. Das sind absolut 61.173 Beschäftigte (Vorjahr: 57.613), wobei mittlerweile mehr Frauen (31.371 Beschäftigte) als Männer (29.802 Beschäftigte) mit einem akademischen Abschluss registriert werden. Im NRW-Durchschnitt liegt dieser Wert bei 16,8 Prozent, im Bundesdurchschnitt bei 18,1 Prozent und im Rhein-Sieg-Kreis bei 14,3 Prozent.

Der regionale Vergleich mit den über 400 bundesdeutschen Städten und Kreisen zeigt, dass Bonn auf Platz sieben (Vorjahr: sieben) liegt und lediglich München mit 38,6 Prozent, Erlangen mit 36,7 Prozent, München (Landkreis) mit 35,2 Prozent, Jena mit 35,2 Prozent, Darmstadt mit 35,0 Prozent und Stuttgart mit 34,5 Prozent noch höhere Werte aufweisen können.

Aus Sicht des Landes Nordrhein-Westfalen verfügen – neben Bonn mit den höchsten Anteilen – ebenfalls die Städte Düsseldorf (28,4 Prozent), Köln (27,4 Prozent) und Münster (24,8 Prozent) über vergleichsweise hohe Anteile bei diesem, für die Zukunft in einer innovativen Wissensgesellschaft wichtigen, Indikator.

 

Herr Dr. Matthias Schönert