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Bundesstadt Bonn

Verkehr und Infrastruktur

Gute verkehrliche Anbindung

Die Bundesstadt Bonn liegt inmitten der Europäischen Rhein-Region. Der Raum Brüssel oder die Rhein-Main-Region sind innerhalb von 1-2 Stunden mit den Hochgeschwindigkeitszügen ICE und THALYS oder mit dem Auto bequem erreichbar. Zudem ist die Stadt über gleich drei internationale Flughäfen - Köln/Bonn, Düsseldorf und Frankfurt/Main – vernetzt:

  • Direkte Verbindungen zu den Flughäfen Köln/Bonn (25 Min.), Düsseldorf (60 Min.) und Frankfurt/Main (85 Min.)
  • Direkter Anschluss an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz über den Bonner Hauptbahnhof oder den ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn (circa 2,5 Std. Brüssel Midi, 1 Std. Frankfurt/Hbf. von Bonn-Zentrum)
  • Direkte Anbindungen an die Autobahnen A 3 und A 61, zusätzliche Autobahnanschlüsse auf dem Bonner Stadtgebiet A 555 und A 565

Difu-Gutachten: Anbindung in Bonn gut

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat im Auftrag der Stadt Bonn erstmals eine umfassende Befragung der Bonner Unternehmen zum Standort Bonn, zur Beurteilung der eigenen Unternehmensentwicklung sowie zur Qualität der städtischen Dienstleistungen durchgeführt (Veröffentlichung 12/2017). Im Hinblick auf die Verkehrsanbindung insgesamt beurteilen die Unternehmen den Standort mit der Schulnote 3,0. Die besten Noten erhalten die Anbindung an den nationalen und internationalen Flugverkehr mit 2,1 bzw. 2,2. Aber auch die ÖPNV-Anbindung mit 2,7 und die Mobilfunkstrukturen schneiden mit 2,5 ordentlich ab.

Arbeitsplatzzentrum Bonn

Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen pendelte im Jahr 2019 arbeitstäglich über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit, wie IT.NRW als Statistisches Landesamt anhand der Pendlerrechnung 2019 ermittelt hat. Nach Bonn kommen täglich 141 436 Berufseinpendler (Vorjahr: 139 731), damit decken die Bonner Unternehmen ihren Bedarf an Arbeitskräften überwiegend aus dem Umland und den Nachbarstädten: 56,8 Prozent aller in Bonn beschäftigten Erwerbstätigen sind Einpendler*innen. Das bedeutet Platz 5 unter den 29 NRW-Großstädten bei der Einpendelquote, in der Rheinschiene erreicht Düsseldorf mit 58 Prozent einen noch höheren Wert. Auf der anderen Seite ist die Auspendelquote – das ist der Anteil der Auspendler*innen an den Erwerbstätigen am Wohnort – mit 35,5 Prozent in Bonn vergleichsweise gering und entspricht Platz 23 bei den NRW-Großstädten. Die meisten Einpendler*innen nach Bonn kommen aus dem umliegenden Rhein-Sieg-Kreis mit insgesamt 63 839. Die größten Pendelverflechtungen mit einer einzelnen Stadt bestehen mit Köln. Von dort pendeln täglich 16 275 Erwerbstätige zu ihrem Arbeitsplatz in Bonn, in die Gegenrichtung pendeln täglich 15 215 Bonner*innen zu ihrem Arbeitsplatz in Köln.

Aktuelle Herausforderungen

Derzeit werden verschiedene Baumaßnahmen wie Autobahn-Baustellen, Neu-/Umbau im Bereich der Viktoriabrücke und Bau-/Sanierungsmaßnahmen im Netz der Deutschen Bahn durchgeführt. Die Planungen von der Autobahn GmbH des Bundes werden von der Wirtschaftsförderung im Diskurs begleitet. Mit der Fertigstellung vieler Maßnahmen ist eine erhebliche Qualitätsverbesserung im Verkehrssystem zu erreichen. So wurden beispielsweise die Umbauarbeiten am Bonner Hauptbahnhof abgeschlossen. Eine neue Fußgängerbrücke verbindet Gleis 1 direkt mit einem neuen Parkhaus, inklusive Fahrradabstellmöglichkeiten. Im Luftverkehr ist die Anzahl der Reisenden aufgrund der Corona-Pandemie am Flughafen Köln/Bonn im Jahr 2020 mit -75,1% drastisch zurückgegangen. Mit der zunehmenden Aufhebung von internationalen Reisebeschränkungen wird es voraussichtlich in diesem Bereich wieder zu einer Normalisierung kommen.

Weiterhin werden verschiedene Maßnahmen zur Modernisierung und zum Ausbau der regionalen Verkehrsnetze umgesetzt:

  • Bau der Verlängerung der S13 von Troisdorf nach Bonn-Oberkassel, bis 2026 soll die 13 Kilometer lange Strecke in Betrieb gehen.
  • Umsetzung des „Lead City Projektes“: Bonn wurde 2018 eine von bundesweit fünf Modellstädten, in denen testweise größere Maßnahmen für die Verbesserung der Luftreinhaltung und zur Vermeidung von Diesel-Fahrverboten realisiert werden. Bonn setzt dabei auf ein "Klima-Ticket" für 365 Euro, ein betriebliches Mobilitätsmanagement sowie verbesserte Angebote bei Bus und Bahn. Mit einer öffentlichen Umfrage werden die Auswirkungen evaluiert.
  • JOBWÄRTS: Gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis führt die Bundesstadt Bonn zunächst bis zum 31.12.2022 das betriebliche Mobilitätsmanagement-Programm JOBWÄRTS fort. Ziel ist es, in der Region Bonn/Rhein-Sieg eine nachhaltige und funktionierende Mobilitätsentwicklung zu fördern. Kernziel ist es dabei, den Modal Split in der Region Bonn/Rhein-Sieg in den Verkehrsspitzenzeiten zugunsten des Umweltverbundes zu verändern und Fahrten mit dem motorisierten Individualverkehr zu vermeiden. Derzeit nehmen 28 Arbeitgebende an JOBWÄRTS teil, womit über 70 000 Beschäftigte erreicht werden.
  • SWB Bus und Bahn: Vision 2030 mit kompletter Umstellung der Busflotte auf Elektroantrieb.

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Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Agentur Schwind
  • Agentur Schwind

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