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Bundesstadt Bonn

Entwicklung der Wirtschaftsbranchen

Die Wirtschaftszweiggliederung (WZ 2008) unterscheidet 21 Wirtschaftsabschnitte, die häufig zu Analysezwecken weiter zusammengefasst werden. So verfügt der Bereich der „Öffentlichen und privaten Dienstleistungen (ohne Öffentliche Verwaltung)“ mit 61 128 Personen in der Stadt Bonn über die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, das entspricht einem Anteil von 34,0%. Nicht enthalten sind die Mitarbeiter in der Öffentlichen Verwaltung, die gesondert ausgewiesen sind: Mit 11,6% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist dieser Bereich in Bonn nach wie vor von hoher Relevanz und umfasst 20 815 Beschäftigte. Die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen machen 11,3% aller Beschäftigten aus, das entspricht 20 397 Personen. Mit 19 346 Angestellten ist mehr als jeder Zehnte (10,8%) im Bereich Information und Kommunikation tätig. In der Summe können alleine diese vier Bereiche über zwei Drittel aller Beschäftigen (absolut 121 686) in Bonn auf sich vereinen.

Informations- und Kommunikationsbranche wächst weiter

Zwischen 2019 und 2020 konnte die Informations- und Kommunikationsbranche prozentual mit +2,6% und absolut mit 497 Beschäftigten - wie in den Vorjahren auch - deutlich zulegen. Darüber hinaus sind die Branchen der öffentlichen und privaten Dienstleister (ohne öffentliche Verwaltung) mit 2,4% sowie die Öffentliche Verwaltung mit 2,3% prozentual am stärksten gewachsen. Der Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleister (ohne öffentliche Verwaltung) konnte aus der absoluten Betrachtungsweise mit +1 449 Beschäftigten die größten Beschäftigtengewinne erzielen. Hier ist insbesondere das Gesundheits- sowie das Sozialwesen hervorzuheben, die – wie bereits im Vorjahr – große Beschäftigungsimpulse geliefert haben. Die prozentual und auch absolut größten Verluste verbuchten die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit minus 1 505 Beschäftigten bzw. einem Rückgang von -20,0%. Deutliche Verluste von -7,9% sind ebenfalls beim Gastgewerbe (-557 Beschäftigte) bzw. den Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit einer negativen Veränderung von -7,0% bzw. -749 Beschäftigen. Nennenswerte Verluste sind ebenfalls beim Verarbeitenden Gewerbe zu sehen (-5,9% bzw. -548 Beschäftigten).

Beschäftigung in Bonn zwischen 2019/20 relativ stabil

Zusammenfassend ist anzumerken, dass die Entwicklungen in den einzelnen Branchen mit ihren jeweiligen Gewinnen und Verlusten zwischen 2019 und 2020 zu einer sehr leicht rückläufigen Beschäftigungsentwicklung von -0,3% bzw. von -625 Beschäftigten in Bonn geführt haben. Im Land NRW war die Entwicklung ebenfalls sehr stabil. Dort gab es unter dem Strich mit einer Veränderung von 0,0% weder Verluste noch Gewinne bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Die Strukturveränderungen der letzten Jahre zeigen, dass das Beschäftigtenwachstum in Bonn insbesondere durch den Dienstleistungssektor initiiert worden ist und hier die größten Wachstumsimpulse beziehungsweise neuen Arbeitsplätze zu sehen sind. Deshalb haben sich die Anteile des DL-Sektors an allen Beschäftigten in den letzten Jahren systematisch auf nun 92,6% vergrößert. Demgegenüber hat das Produzierende Gewerbe insgesamt an Bedeutung in der Wirtschaftsstruktur eingebüßt, allerdings weniger durch die absolute Veränderung der Beschäftigtenzahlen (diese schwanken in etwa zwischen 13 000 und 14 000 Beschäftigten), als vielmehr durch das starke dynamische Beschäftigtenwachstum in ausgewählten Branchen des Dienstleistungssektors.

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  • Agentur Schwind
  • Agentur Schwind

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