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Bundesstadt Bonn

Smart City Bonn

Die Smart City Strategie

Die Stadt Bonn stellt sich der Herausforderung der digitalen Transformation. Sie will die Digitalisierung aktiv gestalten und durch digitale Instrumente ihre eigenen Leistungen effizienter erbringen. Das Ziel ist es, Bonn zu einer führenden Smart City in Nordrhein-Westfalen zu entwickeln. Der Rat der Stadt Bonn hat bereits im November 2017 die Organisation und Inhalte der Agenda „Digitale Verwaltung“ beschlossen. Neben der Einrichtung eines Chief Digital Officers (CDO) als Berater und Motor der digitalen Transformation, wurden erste Handlungsfelder und konkrete Projekte beschrieben. Das Thema Digitalisierung ist eines von vier strategischen Schwerpunktthemen, auf die sich die Stadt Bonn im Rahmen der neuen Ratskoalition als Ergebnis der Kommunalwahlen 2020 vereinbart hat.

Die begonnene Digitalisierungsstrategie der Verwaltung ist kein in sich abgeschlossenes und befristetes einzelnes Projekt. Vielmehr handelt sich um einen fortlaufenden, andauernden Prozess unter Einbindung der gesamten Stadtverwaltung. Von besonderer Bedeutung für die digitale Transformation ist die Einbeziehung der Stadtgesellschaft in den Prozess zur Smart City. Der Begriff Smart City ist nicht eindeutig definiert. Jedoch hat sich in den letzten Jahren bei den mit Smart City Konzepten beschäftigten Städten ein gemeinsames Grundverständnis herausgebildet. Es geht letztendlich um die intelligente Weiterentwicklung einer nachhaltigen Stadtentwicklung mit digitalen Instrumenten. Wobei nicht die Technik im Vordergrund steht, sondern die mittels Technik bereitgestellten Möglichkeiten, die es erlauben, Kommunikation, Prozesse der Zusammenarbeit und Beteiligungen weiter zu entwickeln oder völlig anders zu gestalten. Dabei orientiert sich das Grundverständnis des Smart City Begriffs an der „Smart City Charta“ der „Nationalen Dialogplattform Smart Cities“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Auf der Basis dieses gewachsenen Grundverständnisses haben die Städte, die aktiv eine Smart City entwickeln, eigene individuelle Ansätze erarbeitet.

„Innovation ist das, womit wir im Kern unser Geld verdienen. Wir helfen unseren Kunden, Ideen zu entwickeln und implementieren diese dann in Form digitaler Dienstleistungen. Für IT-orientierte Unternehmen ist die Stadt Bonn ein hervorragender Standort.“ Dr. Stefan Barth, Unternehmer und Chief Operation Officer, tarent solutions GmbH

Digitale Verwaltung und Digitale Stadt

Bei der Smart City Strategie der Stadt Bonn nimmt die Stadtverwaltung eine anfangs zentrale Rolle ein. Als Auftakt zur Smart City Entwicklung hat sie die Strategiepapiere Digitale Verwaltung und Digitale Stadt erarbeitet und in die politischen Gremien als Grundlage in den Diskussionsprozess eingebracht. Hierbei geht es nicht allein um den zukünftigen Fahrplan zur Festlegung, Priorisierung und Umsetzung von Handlungsfeldern. Es geht auch darum, dass die dazu notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Um der Bedeutung des Themas auch aus dem politischen Raum Rechnung zu tragen wurde der Unterausschuss Digitalisierung gebildet. Zudem ist auf der Website der Stadt Bonn die Mikrosite Smart City eingerichtet, die alle Informationen zum Thema bündelt und zusammenführt.

Während sich die Digitale Verwaltung primär mit Handlungsfeldern und Maßnahmen der Stadtverwaltung, wie Online – Dienstleistungsangebote; eGovernment-Dienstleistungen für Bürger*innen beschäftigt, konzentriert sich die Digitale Stadt darauf, gemeinsam mit Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft und letztlich der Stadtgesellschaft allen „Bonner*innen“ mit Angeboten der Smart City ein „gutes“ Leben zu ermöglichen. Oder anders und einfach ausgedrückt: Wie lassen sich all die digital erfassten Daten der Stadtverwaltung und der Stadtgesellschaft dazu verwenden, um das Zusammenleben besser zu gestalten, beispielsweise für eine effizientere Mobilität, oder um einen Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten. Der Prozess zur Digitalen Stadt wird von der Wirtschaftsförderung begleitet und koordiniert, da hier viele Berührungspunkte mit Themen der Digitalisierung vorliegen und sie bereits über Netzwerke mit vielen Partner*innen in Digitalisierungsprojekte eingebunden ist.

Strategiepapier Digitale Stadt

Das vorliegende Strategiepapier ist nicht als abgeschlossenes Konzept, sondern als Angebot zu verstehen, um mit der Stadtgesellschaft in einen Austausch zu treten. Im Rahmen dieser Beteiligung entwickelt sich die Digitale Stadt immer weiter. Es geht im Prozess Digitale Stadt darum, eine Smart City mit allen und für alle zu schaffen. Es geht dabei sowohl darum etwas Neues zu schaffen, sich den Chancen aber auch den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen und gleichzeitig zu verstehen, was dadurch geschieht und wie wir diese Veränderungen gemeinsam gestalten können.

Dabei ist der Smart City Prozess ein sehr umfangreiches, komplexes und auf einen längeren Zeitraum sich erstreckendes Vorhaben sowie ein zusätzliches Schwerpunktthema der Wirtschaftsförderung. Diese kann als eine Akteurin den Prozess anstoßen, ist aber auf eine gute, kollaborative Zusammenarbeit mit den notwendigen Netzwerkpartner*innen innerhalb und außerhalb der Verwaltung angewiesen.

Die vier Handlungsfelder als Auftakt

Die Wirtschaftsförderung und die Verwaltung schlagen als Auftakt die in dem Strategiepapier aufgeführten vier vernetzten Handlungsfelder vor:

  • Digitalisierung und Zusammenleben - Nutzen für die Stadtgesellschaft
  • Digitalisierung an der Schnittstelle zur Verwaltung – Mehr Zeit für Wichtiges
  • Digitalisierung und Infrastruktur – Technik als Unterstützung
  • Digitalisierung und Innovation – Miteinander Neues entwickeln

Die „Denkfabrik“ als zentrale Plattform

Die Denkfabrik soll dem Thema Digitale Stadt als zentrale Plattform einen Rahmen für einen Austausch, Evaluation sowie Diskussion zu künftigen Themen geben. Zudem ist eine jährliche Veranstaltung geplant. Auf dieser soll Erreichtes dargestellt, Innovationen prämiert und Impulse sowie Schwerpunkte für das jeweils kommende Jahr definiert werden. Dabei soll eine Digitalisierungsjury, bestehend aus Vertreter*innen der Gesellschaft, Politik und Verwaltung den Prozess und den CDO in der Bewertung von Maßnahmen zur Smart City unterstützen.

Gemeinsames Vorgehen – Ablauf „Digitale Stadt“

Das Strategiepaper Digitale Stadt ist den politischen Gremien präsentiert worden. Über die Weiterentwicklung des Papiers und Fortschritte der Umsetzungsmaßnahmen wird der Politik regelmäßig berichtet. Für den Auftakt mit der Stadtgesellschaft soll das Papier nach der Sommerpause 2021 mit Stakeholder*innen diskutiert, Feedback eingeholt werden und somit eine weitere Profilierung bekommen. Für Ende des Jahres ist eine erste „Denkfabrik“ geplant. In Kapitel III.4 sind einige konkrete Maßnahmen und Projekte zur Digitalisierung, an denen die Wirtschaftsförderung beteiligt ist, beispielhaft aufgeführt.

Herr Dr. Ulrich Ziegenhagen
Abteilungsleitung, Stellvertretende Amtsleitung, Manager Digitale Stadt
Herr Thomas Poggenpohl
Herr Vincent Weng
Breitbandkoordinator

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