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Bundesstadt Bonn

Smart City Bonn - Projektbeispiele

Im Folgenden werden einige konkrete Maßnahmen und Projekte mit Beteiligung der Wirtschaftsförderung beispielhaft aufgeführt.

Fördermitteleinwerbung

Antrag zu „2.Staffel „Smart Cities made in Germany“

Die Bundesstadt Bonn nutzt intensiv Förderwettbewerbe des Bundes und Landes zur Umsetzung innovativer Projektideen. Im Mai 2020 hat Bonn an der 2. Staffel 'Smart Cities made in Germany' des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) Projektideen eingereicht. Ziel der Förderung durch das BMI ist es, die Kommunen dabei zu unterstützen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und sich den damit verbundenen Herausforderungen strategisch zu stellen. Das Ziel des Antrages ist es, mit der Stadt Bonn als Koordinator und Anwalt des Gemeinwohls gemeinsam mit der Stadtgesellschaft einen umfassenden integrierten Ansatz „Digitale Stadt“ zu entwickeln, der bislang nicht vorhanden ist. Im Sinne eines Open Governance Prozesses soll das Wachstum der Stadt sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig unter Nutzung der digitalen Chancen gemanagt werden.

Förderung Konzeptphase im Rahmen des „5G-Innovationswettberbes des BMVI“

Vor dem Hintergrund der besonderen Funktion der Stadt Bonn als UNO-Standort hat Bonn beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des „5G Innovations-wettbewerb“ einen Förderantrag zum Thema „5G basierte Anwendungen für effizientes, mehrwertorientiertes und klimaneutrales Management von Groß-Konferenzen & Events in Bonn“ gestellt und den Zuschlag für eine 100% Konzeptförderung erhalten. In einem Design Thinking Workshop im Mai 2020 wurden Interessensvertreter aus unterschiedlichen Branchen, die sich mit der Durchführung von Großevents beschäftigen eingeladen, um mögliche benutzerorientierte 5G Anwendungsfälle zu erarbeiten. Das Förderprojekt endet Ende August 2020. Danach entscheidet sich, ob das vorgelegte Konzept in eine weitergehende Umsetzungsförderung gelangt.

Breitbandausbau

Die Projekte im Breitbandausbau zur Versorgung Bonns mit Glasfasertechnologie beinhalten die erfolgreiche Teilnahme der Stadt an zwei Fördermittelverfahren, dem sogenannten „Flächenantrag“ und einem weiteren Sonderaufruf in den Gewerbegebieten, Schulen und Krankenhäusern. Beide Programme haben unterschiedliche Fördereigenschaften, sind aber auf das gleiche Ziel gerichtet, Privathaushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit zukunftssicheren Datenleitungen zu versorgen. Nicht zuletzt ist dies auch eine infrastrukturelle Grundvoraussetzung, um den „next generation access“ in Form von 5G betreiben zu können. 

Neben dem geförderten Ausbau ist es wichtig, Anreize zum eigenwirtschaftlichen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur durch die am Markt beteiligten Telekommunikationsunternehmen zu schaffen. Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Telekom Vorstandsvorsitzender Tim Höttges haben eine Absichtserklärung zum Ausbau von mehr als 12.300 Haushalten in der Bonner Nordstadt mit Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnung (Fibre To The Home/FTTH) unterzeichnet. Der ausschließlich von der Telekom finanzierte Ausbau sieht vor, durchgängig von der Vermittlungsstelle bis ins Haus modernste Glasfasertechnologie zu nutzen. Ziel ist, dass Bonn deutschlandweit in punkto Infrastruktur eine digitale Vorzeigestadt ist.

Zusammengefasst bedeutet Breitbandversorgung nicht nur die Versorgung mit Glasfaser, sondern Glasfaserversorgung ist die Basis für andere Leuchtturmprojekte, wie Bildung in der digitalen Welt und Digitale Stadt. Insgesamt wird auf diesem Weg die Zukunftsfähigkeit Bonn als Wissenschafts- / Wirtschafts– und UN-Standort auf dem Weg als zukünftige „Smartest City in NRW“ gesichert.

Digital Hub Region Bonn

Das Land NRW fördert so genannte DWNRW Hubs als Zentren der Digitalen Wirtschaft in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster und im Ruhrgebiet. Der Digitale Hub Region Bonn mit Sitz am Bonner Bogen wird mit Unterstützung des Landes NRW und vieler privatwirtschaftlicher und öffentlicher Partner und Aktionäre seit 2017 betrieben. Junge, digital-orientierte Startups und Gründer unterstützt der Hub als Accelerator und Incubator mit Finanzierung, Infrastruktur, Mentoring & Coaching sowie mit einem einzigartigen Netzwerk. Die Stadt Bonn unterstützt den Hub mit einer jährlichen zweckgebundenen Spende für den Zeitraum 2017-2022, ist Mitglied im Aufsichtsrat und im Advisory Board und kooperiert mit dem Hub, unter anderem im Rahmen des Gründerstipendiums des Landes NRW, sowie bei Veranstaltungen und Netzwerken.

Cyber Security Cluster Bonn

Mit der Gründung des „Cyber Security Clusters Bonn e.V.“ im Oktober 2018 hat Bonn seine Bedeutung als Standort für Sicherheit ausgebaut. Der Verein bündelt alle in der Region tätigen Security-Einrichtungen unter einem Dach. Am 13. und 14. März 2019 hat das Cyber Security Cluster Bonn zum ersten Mal den Cyber Security Tech Summit Europe im World Conference Center Bonn mit 1.760 Teilnehmenden durchgeführt. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie findet der 2. Cyber Security Tech Summit Europe 2020 am 20. August als Online-Konferenz statt. Unter dem Leitgedanken "Wie schaffen wir die Immunisierung der Gesellschaft gegen Cyberattacken?" werden die aktuellsten Entwicklungen zur Verbesserung der Cyber-Sicherheit in Wirtschaft und Gesellschaft präsentiert. Darüber hinaus wird eine breite Vielfalt an Themen bearbeitet. Ein zentrales Projekt ist etwa die Errichtung einer „Secure Digital City Bonn“ als Pilotprojekt für eine stadtteilbezogene sichere Digital-Infrastruktur. Zudem hat das Cyber Security Cluster Bonn e.V. den unabhängigen Weisenrat für Cyber-Sicherheit 2019 ins Leben gerufen. Er besteht aus sechs renommierten Professorinnen und Professoren aus den wichtigsten Exzellenz-Clustern in Deutschland. Der Weisenrat hat am 24. Juni 2020 seinen ersten Bericht zu drängenden Fragen der digitalen Sicherheit veröffentlicht und diesen der Bundesregierung vorgelegt (abrufbar auf der Homepage des Vereins).

Dialog für Cybersicherheit

Um den Austausch zu Fragen der Cybersicherheit zu fördern und Bonn als Standort für IT-Sicherheit bekannter zu machen, starteten das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) und die Deutsche Telekom bereits im April 2013 den Bonner Dialog für Cybersicherheit (BDCS). Die Stadt Bonn und die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg sind Mitorganisatoren für die Veranstaltungen. Im Juli 2019 fand die 12. Auflage mit dem Thema „Datendiebstahl, Doxing & Leaks – Wie erlangen wir die Kontrolle über unsere Daten zurück?“ statt.

Zentrum der Geobranche

Auch die Geoinformationsbranche ist weiterhin ein bedeutsamer Wirtschaftsbereich des IuK-Sektors. In der Region Bonn ist die Geobranche in besonderem Maße und über alle Unternehmensgrößen vertreten. Die Geobranche ist eine Querschnittsbranche, da die von ihr erzeugten Dienstleistungen und Produkte äußerst vielseitig in den unterschiedlichsten Bereichen anwendbar sind. Das bereits 2004 gegründete Geoinformationsnetzwerk aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Verwaltung wird von der Wirtschaftsförderung und der IHK Bonn/Rhein-Sieg mit verschiedenen Formaten unterstützt: Nach der ersten erfolgreich verlaufenden Staffel des Geomentoringprogramms wurde Ende 2019 die zweite Staffel mit nun16 Mentees und Mentoren gestartet. 

Im Dezember 2019 fand der 8. Geodialog mit dem Titel „Bonn – excellent und digital statt“. Vorgestellt wurde die Smart City Strategie der Stadt Bonn durch Friedrich Fuß, CDO der Stadt Bonn. Der weitere Schwerpunkt des Abends in der „Alten Kirche“ des Leoninums wurde durch die Professoren Dr. Cyrill Stachniss und Dr. Heiner Kuhlmann bestritten, die das Excellenzcluster der Universität Bonn „PhenoRob“ vorstellten. PhenoRob ist deutschlandweit der einzige Cluster im Agrarbereich und ist somit ein Alleinstellungsmerkmal für Bonn. Der 8. Geodialog machte sehr deutlich, dass die GeoIT einerseits noch immer ein Alleinstellungsmerkmal für den Bonner IT Standort darstellt. Andererseits zeigt sich, dass das Geobusiness zum bedeutenden Baustein der Smart City Bonn. 

Herr Dr. Ulrich Ziegenhagen
Abteilungsleitung, Stellvertretende Amtsleitung, Manager Digitale Stadt
Herr Thomas Poggenpohl
Herr Vincent Weng
Breitbandkoordinator

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