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Bundesstadt Bonn

Regionale Kooperationen

Die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis sowie die kreisangehörigen Kommunen pflegen eine langjährige enge Zusammenarbeit, die von der Bildung und Fachkräfteentwicklung, über die Kooperation bei der Verkehrsplanung und Flächenentwicklung bis hin zum Umweltschutz sowie zu gemeinsamen Dienstleistungen reicht. In der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler besteht ebenfalls seit mehr als zwei Jahrzehnten eine, über zwei Bundesländer hinweg reichende, regionale Kooperation. Dabei werden nicht nur gemeinsame Messeauftritte realisiert, sondern es bestehen zudem seit Jahren erprobte Arbeitsbeziehungen bei der Unterstützung des strukturellen Wandels bei Clusteransätzen sowie bei der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft.

Regionale Flächenstrategien

Vor dem Hintergrund des anhaltenden massiven Flächendrucks auf die Stadt Bonn, den Rhein-Sieg Kreis sowie auf den Kreis Ahrweiler sind im Bereich der Siedlungs- und Gewerbeflächen-entwicklung unterschiedliche regional abgestimmte Strategien und Maßnahmen geplant und bereits erste Schritte erfolgt:

NEILA

Das Projekt NEILA – Nachhaltige Entwicklung durch Interkommunales Landmanagement in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler soll helfen, die Flächennutzungskonflikte innerhalb der funktional eng vernetzten Region gemeinsam zu lösen und die Folgewirkungen und -kosten der Siedlungsentwicklung von Beginn an zu berücksichtigen. Basierend auf der langjährigen Zusammenarbeit in der interkommunalen Kooperation strebt der Regionale Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) im NEILA-Verbundvorhaben in Kooperation mit der TU Dortmund, dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsplanung sowie der WWG Königswinter ein nachhaltiges regionales Wachstum an. NEILA geht davon aus, dass ein verbesserter Interessenausgleich zwischen der Bundesstadt Bonn, dem engeren städtischen Umland und dem ländlichen Raum nur gelingen kann, wenn Instrumente und Maßnahmen zum nachhaltigen Landmanagement und zur Reduzierung von (Flächen-)Nutzungskonflikten integriert gedacht und interkommunal („bottom-up“) abgestimmt sind. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Verbundvorhaben NEILA im Rahmen der Fördermaßnahme "Stadt-Land-Plus" in einem bundesweiten Wettbewerb ausgewählt. Die Projektlaufzeit erstreckt sich von 2018 bis 2023.

Interkommunale Gewerbeflächenentwicklung Bonn/Alfter/Bornheim

Die Region Bonn prosperiert. Bedarfs- und passgenaue Flächenangebote an ansiedlungs-, expansions- sowie verlagerungsinteressierte Unternehmen zu vermitteln, gestaltet sich insbesondere in der Stadt Bonn immer schwieriger. Um die Unternehmen und ihre Arbeitsplätze in der Region halten zu können und neue Gewerbetreibende hinzu zu gewinnen, ist die Ausweisung neuer (interkommunaler) Gewerbeflächen unerlässlich.

Die Gremien von Alfter, Bonn und Bornheim haben beschlossen, das etwa 28 Hektar umfassende Gewerbegebiet Alfter Nord in interkommunaler Zusammenarbeit zu entwickeln. Ziel ist insbesondere eine partnerschaftliche  Ansiedlungsstrategie mit einem gemeinsam festgelegten Nutzungskonzept, einem frühzeitigen Austausch von Informationen und Mitspracheregelungen insbesondere bei der Ansiedlung von Unternehmen.

Die Gemeinde Alfter, die Stadt Bornheim und die Bundesstadt Bonn haben einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Gründung einer kommunalen Arbeitsgemeinschaft für die Vermarktung und Positionierung des Gewerbegebietes Alfter Nord geschlossen. Die Kommunen sehen in der interkommunalen Zusammenarbeit bei der Flächenentwicklung und -vermarktung den richtigen Ansatz, die immer knapper werdende Ressource „Gewerbeflächen“ regional anzubieten. Durch die Konzentration an einer Stelle können alle drei Kommunen an dem Flächenangebot teilhaben. Eine entsprechende Arbeitsgruppe, bestehend aus der Wirtschaftsförderung und Stadtplanung der drei Gebietskörperschaften treffen sich zum regelmäßigen Austausch. Schon jetzt bereitet die interkommunale Arbeitsgruppe mit einem externen Büro ein Vermarktungskonzept vor. Ein entsprechender Bebauungsplan ist im Verfahren. Ein Entwurf hierzu liegt vor. Parallel finden über die WfA Alfter GmbH Grunderwerb und Grunderwerbsgespräche statt.

Interkommunale Gewerbeflächenentwicklung zwischen den Städten Bonn und Rheinbach

Die Fläche „Am Wolbersacker“ ist auf den künftigen Regionalplan ausgerichtet, der eine Flächenausweisung für Gewerbe- und Industrieflächen bis 2035 anstrebt. Grundlage für die interkommunale Zusammenarbeit ist ein vom Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH erstelltes Fachgutachten. Erstmalig wurde ein Regionales Gewerbeflächenkonzept entwickelt und die Fläche Am Wolbersacker mit einem Letter of Intent (LOI) in den Dialog mit der Bezirksregierung eingebracht. Eine interkommunale Arbeitsgruppe, bestehend aus Stadtplanung und Wirtschaftsförderung der Städte erarbeiten Kriterien und Verfahren zur Entwicklung und Vermarktung des Gebietes. Im Vordergrund steht die Prüfung der Frage, inwieweit neben den positiven Struktureffekten, Kosten und Erträge (Gewerbesteuern) verbindlich geklärt werden können. Aktuell ist eine Vergabe eines Gutachtens in Vorbereitung, die sich insbesondere mit der Gewerbesteuerthematik auseinandersetzen wird.

Region Köln/Bonn e.V. 

Kooperationen auf der Ebene der Region Köln/Bonn bestehen aus einer Zusammenarbeit der drei kreisfreien Städte Köln, Bonn und Leverkusen sowie der Landkreise Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft- Kreis, Rhein-Kreis-Neuss, Oberbergischer Kreis und Rheinisch Bergischer Kreis. Die Wirtschaftsförderung ist an verschiedenen fachlichen Arbeitskreisen und Kooperationsrunden beteiligt. Dazu zählen beispielsweise der Arbeitskreis Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung sowie die Kooperationsrunde Tourismus und Naherholung. Aus der vielfältigen Arbeit des Vereins, hat die Erarbeitung eines Agglomerationskonzeptes eine besondere Bedeutung erlangt. Das Agglomerationskonzept hat ein räumliches Zielbild für die Entwicklung der Gesamtregion bis 2040+ zum Ziel und stellt ein regionales Fachkonzept als Beitrag zur formellen Regionalplanung dar. Das Agglomerationskonzept bildet darüber hinaus die konzeptionelle Grundlage für das Agglomerationsprogramm, das als räumliche Entwicklungsstrategie mit einem integrierten Ansatz das Agglomerationskonzept und die Klimawandelvorsorgestrategie (KWVS) ab Sommer 2020 in einen strategischen Handlungsrahmen überführen und durch die Konfiguration beispielhafter Projekte, Planungen und Kooperationen operationalisieren wird.

Metropolregion Rheinland (MRR)

Die Stadt Bonn ist Gründungsmitglied des Metropolregion Rheinland e.V. Die Metropolregion zählt rund 8,6 Millionen Einwohner und umfasst 23 Landkreise und kreisfreie Städte sowie die Städteregion Aachen in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln in Nordrhein-Westfalen. Nach Gründung im Jahr 2017 und Aufnahme der Arbeit hat der Vorstand des Vereins am 22. Januar 2019 Frau Kirsten Jahn und Frau Ulla Thönnissen zur neuen Doppelspitze in der Geschäftsführung berufen. Ziel des Vereins ist es, durch geeignete Maßnahmen die Zusammenarbeit der kommunalen Gebietskörperschaften und Wirtschaftskammern im Rheinland auf politischer, wirtschaftlicher und der Ebene der Verwaltung zu intensivieren, hin zu einer Metropolregion von europäischer Bedeutung. Die MRR hat eine Kampagne mit dem Titel „Wir erfinden Deutschland neu, Metropolregion Rheinland“ entwickelt. In Zusammenarbeit mit der AG Standortmarketing startet die MRR unter dem Dach der Kampagne mit den Mitgliedern den Innovationspreis „Rheinland genial“ mit der die große Vielfalt des Innovationsgeschehens flexibel und auch facettenreich dargestellt werden. 

Herr Dr. Ulrich Ziegenhagen
Abteilungsleitung, Stellvertretende Amtsleitung, Manager Digitale Stadt

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