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Bundesstadt Bonn

Gesundheitswirtschaft

In Bonn hat sich ein starkes Cluster der Gesundheitswirtschaft etabliert, das durch eine hervorragende medizinische Versorgungsstruktur, eine Vielzahl gesundheitsorientierter Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie den Sitz bedeutender Behörden, Stiftungen und Verbände des Gesundheitswesens gekennzeichnet ist.

Zudem sind am Standort renommierte Unternehmen aus den Bereichen Telemedizin, Imagingsysteme, Beratung und Arbeitsschutz vertreten.

2019 waren in Bonn bereits jede sechste Arbeitnehmerin beziehungsweise jeder sechste Arbeitnehmer dem Gesundheits- und Sozialwesen zuzurechnen, wobei die Mehrzahl im Kernbereich des Gesundheitswesens (Krankenhäuser, Kliniken, Arztpraxen und ähnliche) tätig ist.

Hohes medizinisches Versorgungsniveau

Bonn besitzt ein hohes medizinisches Versorgungsniveau: Im stationären Bereich tragen hierzu rund 20 Krankenhäuser, Kliniken und Fachambulanzen bei, darunter das Universitätsklinikum Bonn mit seinen mehr als 30 Kliniken. Im ambulanten Bereich sind über 1.000 niedergelassene Ärzte, psychotherapeutische Praxen, Krankengymnastikpraxen und weitere Therapeuten in der Patientenversorgung aktiv. 

Die wohnsitznahe Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und Medizinprodukten wird durch jeweils rund 100 Apotheken und Unternehmen des Gesundheitshandwerks sichergestellt. 

Spitzenforschung

Das breite medizinische und pharmazeutische Forschungsspektrum in Bonn wird sowohl universitär als auch außeruniversitär getragen. Als Schwerpunkte sind die Neuromedizin, die Medizin des Alterns, die LifeSciences und die Pharmakologie zu nennen. 

Behörden und Verbände des Gesundheitswesens

Bedeutende Ministerien, Behörden, Stiftungen und Verbände des Gesundheitswesens haben ihren Sitz in Bonn. Ihre Tätigkeitsbereiche sind äußerst vielfältig und reichen von den regierungspolitischen Aufgaben der Bundesministerien, über die gemeinnützige Arbeit der Stiftungen bis hin zur politischen und fachlichen Vertretung spezifischer Branchen, Berufs- und Patientengruppen durch die in Bonn ansässigen Verbände.

Netzwerkarbeit

Die Bonner Wirtschaftsförderung verfolgt mit ihrer Netzwerkarbeit das Ziel, die Gesundheitswirtschaft am Standort Bonn zu stärken, die Transparenz über die lokalen und regionalen Angebote der Gesundheitswirtschaft zu erhöhen und den Informationsfluss zwischen den relevanten Akteuren zu verbessern. 

Neben der engen Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Ahrweiler ist insbesondere die Mitwirkung der Bonner Wirtschaftsförderung im Gesundheitsregion KölnBonn e. V. zu nennen. 

Die Stadt Bonn ist mit weiteren Gebietskörperschaften der Region Gründungsmitglied des seit 2009 bestehenden Vereins, dem mittlerweile mehr als 130 Unternehmen, Einrichtungen und Verbände als Mitglieder angehören. 

Fachkräftesicherung

Eine drängende Herausforderung in der Gesundheitswirtschaft ist noch immer der steigende Fachkräftebedarf. Auf Initiative der Wirtschaftsförderungen und Gesundheitsämter der Stadt Bonn, des Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Ahrweiler wurde vor diesem Hintergrund in 2011 die Rheinische Klinikmesse ins Leben gerufen. Die Veranstaltung ist als Kontakt- und Personalbörse speziell auf die Fachkräftesicherung im klinischen Bereich ausgerichtet und fand bis 2019 jährlich statt. Derzeit wird das Veranstaltungskonzept überarbeitet, ein neuer Termin steht bedingt durch die Coronapandemie noch nicht fest.

Corona

Das Gesundheitswesen steht in der Corona-Pandemie in der vordersten Linie: Es muss für ausreichende Behandlungskapazitäten erkrankter Menschen sorgen, Eindämmungsstrategien entwickeln und im Wissenschafts- und Forschungsbereich an der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen arbeiten. Gleichzeitig darf die reguläre medizinische Versorgung nicht außer Acht gelassen werden. Zentrale Schnittstelle ist der öffentliche Gesundheitsdienst, in dessen Verantwortung das Ausbruchsmanagement und das Meldewesen mit Kontaktpersonennachverfolgung liegen.

In Bonn ist die Bewältigung dieser Herausforderungen bislang sehr gut gelungen. Hierzu hat vor allem das starke Netzwerk der lokalen Akteure des Gesundheitswesens im stationären und ambulanten Bereich beigetragen. Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Bonn, das den städtischen Behörden schon sehr frühzeitig mit seinen Instituten für Virologie sowie für öffentliche Hygiene und Gesundheit beratend und unterstützend zur Seite stand.

Herr Dieter Knospe

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Bildnachweise

  • Arnulf Marquardt-Kuron/Bundesstadt Bonn
  • Gesundheitsregion Bonn

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