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Bundesstadt Bonn

Zukunft Radverkehr

Die Stadt Bonn möchte ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren Gästen die bestmöglichen Voraussetzungen zum sicheren, komfortablen Radfahren bieten und immer mehr Menschen motivieren, aufs Fahrrad umzusteigen.

Ziel der Radverkehrspolitik ist es, möglichst viele Autofahrten im Kurz- und Mittelstreckenbereich durch Fahrradfahrten zu ersetzen.
Dabei soll sich die Fahrradförderung nicht nur auf infrastrukturelle Maßnahmen, wie eine schnelle und flächendeckende Umsetzung des kommunalen Radverkehrsnetzes beschränken, sondern es soll auch durch offensives Marketing ein fahrradfreundliches Klima geschaffen werden.

Wichtigste Ziele des Strategiekonzepts

Ein starker Umweltverbund

25 Prozent soll der Radverkehrsanteil in Bonn künftig ausmachen. Der Fußverkehr und der öffentliche Verkehr bleiben trotzdem stark.

Hohe Verkehrssicherheit

Es gibt deutlich weniger verunglückte Radfahrerinnen und Radfahrer in Bonn. Insbesondere die Anzahl schwerverletzter und getöteter Menschen wird in Anlehnung an die „Vision Zero“ – soweit möglich – auf Null gesenkt.

Vision Zero bezeichnet das Ziel, Straßen und Verkehrsmittel so sicher zu gestalten, dass es keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr gibt. Ursprünglich aus dem Arbeitsschutz kommend wurde der Begriff „Vision Zero“ in den 1990er Jahren in Schweden auf den Straßenverkehr übertragen. Der Grundgedanke ist, dass Menschen Fehler machen. Daher muss das Verkehrssystem so gestaltet werden, dass diese Fehler nicht zu lebensbedrohlichen Verletzungen führen.

Zufriedene Bürgerinnen und Bürger

Bonn wird zum Synonym für ein positives Fahrradklima, Fahrradfreundlichkeit und eine hohe Lebensqualität. Treibende Kraft sind die Bonner Bürgerinnen und Bürger sowie die ansässigen Unternehmen. Das Fahrrad gilt als intelligente Wahl, ohne jedoch andere Verkehrsmittel auszuschließen. „Situationsangemessene Verkehrsmittelwahl“ heißt das Stichwort. Wie wichtig der Stadt Bonn das Erreichen der Ziele ist, zeigt sich in der Zusage, jährlich den Status quo im sogenannten Bonner Fahrradklimatest zu überprüfen und sich somit einer Qualitätsprüfung zu unterziehen.

Nachfolgende Punkte sind Bausteine/Eckpunkte dieser Strategie:

  • Optimierung der bestehenden Radwege
  • Ausbau des Radverkehrs als Netzsystem einschließlich der Lückenschließung im städtischen Radwegenetz
  • Prüfung von möglichen Vorrangschaltungen an Ampeln für Radfahrerinnen und Radfahrer
  • Verbesserungen der Sicherheit für Radfahrende
  • Ausnutzung aller Spielräume der StVO-Novelle für eine sichere und bedarfsgerechte Führung der Radwege, verkehrssichere Öffnung aller Einbahnstraßen
  • Verknüpfung des Radverkehrs mit dem ÖPNV: Vergrößerung der Radstation am Hauptbahnhof, Verbesserung der Fahrradmitnahme in Bus und Bahn
  • Ausbau von Fahrradabstellanlagen
  • Hilfe beim Mobilitätsmanagement
  • Aufbau eines flächendeckenden Fahrradmietsystems
  • Einsatz von Fahrradkurierdiensten durch die Stadt Bonn
  • Aufbau eines Qualitätsmanagements im Radverkehr
  • Zielgruppenorientierte Öffentlichkeitsarbeit (Schüler, Berufstätige, Einkäufer, Touristen etc.), die die speziellen Vorteile des Radfahrens aufzeigt.

Radverkehrszählungen

Um die Planungen für den Radverkehr auf das tatsächliche Radverkehrsaufkommen auszurichten, ist es sinnvoll, exakte Daten zu haben. Das bedeutet, dass die Radfahrerinnen und Radfahrer in der Stadt gezählt werden müssen. Dies geschieht in unterschiedlicher Form. An manchen Stellen wird einmal jährlich oder auch einmalig gezählt, um eine Entwicklung zu dokumentieren und um eine konkrete Maßnahme zu planen. In Bonn sind 15 Dauerzählstellen eingerichtet, die Tag und Nacht zählen und die Nutzung der entsprechenden Radverkehrsanlagen dokumentieren. Hier kann genau ermittelt werden, wann wie viele Radfahrerinnen und Radfahrer unterwegs sind.

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Bildnachweise

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  • Kolja Matzke/Bundesstadt Bonn
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