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Bundesstadt Bonn

Besuchskonzept Tagespflegehaus Breite Straße

I. Einleitung

Die aktuelle SARS-CoV-2-Pandemie bedroht die Gesundheit der Tagesgäste, die zur Risikogruppe der besonders verletzlichen Personen gehören, und der Mitarbeitenden des Tagespflegehauses. Um zu verhindern, dass das Virus in die Einrichtung gelangt und um im Falle einer Infektion einer weiteren Ausbreitung entgegen zu wirken, sind Hygienemaßnahmen erforderlich, die über die im Hygieneplan beschriebenen Standardregelungen hinausgehen.

II. Ziele

  • Das Risiko für eine Verbreitung des Virus in der Einrichtung wird geringgehalten.
  • Geltende Gesetze und Verordnungen werden eingehalten
  • Den Tagesgästen wird ein Angebot zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gemacht.
  • Pflegende Angehörige werden durch die Tagespflege unterstützt.

III. Definitionen

  • PoC-Test: Point-of-Care-Test, Antigen-Schnelltest, Auswertung vor Ort innerhalb von ca. 30 Minuten
  • PCR-Test: Polymerase-Chain-Reaction-Test, Auswertung im Labor innerhalb von ca. 48 Stunden
  •  „FFP-2-Maske“ meint immer auch gleichwertige Masken, zum Beispiel KN95-Masken
  • MNS = Mund-Nasen-Schutz = Medizinische Maske
  • Impf- und Genesenenstatus richten sich nach den aktuellen Richtlinien (gesetzliche Bestimmungen, Verordnungen, Allgemeinverfügungen)

IV. Organisation

  • Die festgelegten Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz werden innerhalb der Gefährdungsbeurteilung überprüft und ggf. aktualisiert.
  • Die Rangfolge der Schutzmaßnahmen erfolgt nach dem T-O-P Prinzip (technische, organisatorische, personenbezogene Maßnahmen).
  • Für vollständig geimpfte und genesene Gäste entfallen die Pflichten zum Mindestabstand untereinander und die Maskenpflicht. Tagesgäste werden trotzdem dazu angehalten, mindestens einen MNS zu tragen, wenn sie ihren Platz verlassen. Die Einrichtung stellt KN-95-Masken zur Verfügung.
  • Für Mitarbeiter*innen gilt aus Arbeitsschutzgründen die Pflicht zum Tragen eines MNS. Bei Unterschreitung des Mindestabstands zu anderen Personen tragen sie eine FFP-2-Maske. Da der Wechsel zwischen unterschiedlichen Maskentypen je nach Situation im Alltag unrealistisch ist, wird die ausschließliche Nutzung von FFP-2-Masken dringend empfohlen.
  • Die Einrichtung darf nur von geimpften oder genesenen Tagesgästen in Anspruch genommen werden.
  • Besucher*innen der Einrichtung müssen geimpft oder genesen sein und ein negatives Schnelltestergebnis nachweisen, das nicht älter als 24 Stunden ist.
  • Stehen in einem Raum weniger als 10 Quadratneter pro Person zur Verfügung, sind besondere Schutzmaßnahmen zu treffen:
    • Möglichst ständiges Lüften, zumindest regelmäßiges Stoßlüften der Räume (s. VI.).
  • Raumgrößen: Esszimmer und Gymnastikraum 40 Quadratmeter, Aufenthaltsraum 1. OG und Grüner Salon 20 Quadratmeter, Leseraum EG 30 Quadratmeter, Dienstzimmer 25 Quadratmeter.

V. Hygienemaßnahmen

Alle Tagesgäste werden durch Aushang und regelmäßige Erinnerung im Rahmen der Betreuungsangebote, alle Mitarbeitenden zusätzlich durch Schulungen über die folgenden Hygienemaßnahmen hingewiesen:

  • Händedesinfektion beim Betreten und Verlassen der Einrichtung, nach dem Toilettengang, vor den Mahlzeiten.
  • Nies- und Hustenetikette werden berücksichtigt. In die Armbeuge, besser: Verwendung von Einmaltaschentüchern. Diese werden unmittelbar nach der Benutzung in Mülleimern mit Deckel entsorgt. Anschließende Händedesinfektion.
  • Direkten Körperkontakt, auch bei der Begrüßung, vermeiden.
  • Die Mitarbeiter*innen tragen am Oberkörper Dienstkleidung, die mit 60 Grad Celsius und desinfizierendem Waschmittel gewaschen werden kann.
  • Dienstkleidung wird zu Dienstbeginn in der Einrichtung angelegt und zum Dienstende abgelegt. Sie verbleibt in der Einrichtung.
  • Dienstkleidung wird im Tagespflegehaus gewaschen.
  • Beim Umgang mit Speisen und benutztem Geschirr tragen die Mitarbeitenden mindestens Mund-Nase-Schutz.

VI. Umgebungsbezogene Maßnahmen

  • In Aufenthaltsräumen sind die Oberlichter geöffnet. Es wird zusätzlich mindestens halbstündlich stoßgelüftet. Zuständigkeit: Betreuungspersonal der jeweiligen Gruppe.
    • Der stichprobenweise eingesetzte CO2-Detektor gibt einen Anhalt für die Notwendigkeit des Lüftens. Erreicht der angezeigte Wert 800 ppm, muss schon vor Ablauf einer halben Stunde gelüftet werden.
  • Handkontaktflächen werden durch Hauswirtschaftsmitarbeiter*innen mindestens täglich mit einem Flächendesinfektionsmittel (für alle Maßnahmen gilt: gegen Viren wirksam) desinfiziert.
  • Decken und Kissen werden personenbezogen in entsprechend beschrifteten Plastiksäcken aufbewahrt.
  • Stühle und Tische werden täglich nach den Mahlzeiten und nach dem Ende der Betreuungsangebote desinfiziert. Zuständigkeit: Betreuungspersonal der jeweiligen Gruppe.
  • Polstermöbel werden mit waschbaren Textilien abgedeckt, die ausschließlich personenbezogen verwendet werden (Bettwäsche).
  • Die Garderoben werden nicht genutzt, Gäste nehmen ihre Jacken mit zum Platz.
  • WC-Sitze werden nach der Benutzung mit einem gegen Viren wirksamen Flächendesinfektionsmittel desinfiziert. Zuständigkeit: Betreuungspersonal der jeweiligen Gruppe bzw. begleitende Pflege-/Betreuungskraft.
  • Dienstzimmer werden alle 30 Minuten für jeweils mindestens 5 Minuten gelüftet (Stoßlüften).
  • Der Einsatz von Geräten wie Ventilatoren, mobilen Klimaanlagen u.ä. im Umluftbetrieb ist nur in Räumen mit Einzelbelegung zulässig, da sie im Umluftbetrieb zu einer Verteilung von Aerosolen beitragen.
  • Besprechungen werden im Esszimmer 1. OG unter Einhaltung des Mindestabstandes durchgeführt, Stoßlüften vor und während der Besprechung mindestens alle 20 Minuten.
  • Arbeitsmittel werden möglichst personenbezogen verwendet, ist das nicht möglich (z.B. gemeinsam genutzte PC-Tastatur/Maus), desinfizieren sich die Mitarbeitenden unmittelbar vor und nach der Nutzung die Hände.
  • Vor der ersten Nutzung des PC werden Tastatur und Maus sowie der Arbeitsplatz vor dem Einschalten mit Flächendesinfektionsmittel (wenig Feuchtigkeit verwenden) desinfiziert.

VII. Screening, Kontaktverfolgung und Betretungsverbot

  • Alle Mitarbeiter*innen tragen sich täglich in Dok. 10.1.25.1 ein und bestätigen mit Handzeichen, dass sie frei sind von COVID-19-Krankheitszeichen und Erkältungssymptomen und dass sie keinen wissentlichen Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten bzw. mit Sars-CoV-2 infizierten Person oder einer Kontaktperson hatten.
  • Tagesgäste werden an der Haustür durch Mitarbeiter*innen in Empfang genommen. Diese/r führt für die Gäste das entsprechende Screening durch und bestätigt dies ebenfalls in Dok. 10.1.25.1.
    • Die o.g. Nachweise werden durch die Hausleitung gesammelt und nach vier Wochen vernichtet.
  • Besteht der Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung,
    • werden betroffene Gäste sofort im ersten oder zweiten Wohnzimmer im EG von den anderen Gästen getrennt,

    • eine Pflegefachkraft prüft die Situation und führt einen PoC-Test durch (Verfahren gemäß 10.1.29 Testkonzept und 10.1.30 Durchführung der PoC-Tests),

    • die Pflegefachkraft leitet in Abstimmung mit der Hausleitung die notwendigen Schritte ein:

      • Rückführung in die häusliche Umgebung

      • Bei positivem PoC-Test PCR-Test durchführen lassen. Besuch der Einrichtung erst wieder nach Vorlage eines negativen PCR-Testergebnisses.

      • Bei negativem PoC-Test ärztliche Abklärung der Symptome bzw. Abwarten des Abklingens der Symptome. Bei Rückkehr wird erneut ein PoC-Test durchgeführt.

    • Betroffene Mitarbeiter*innen unterziehen sich einem PoC-Test, beenden unabhängig vom Testergebnis sofort ihren Dienst und verlassen die Einrichtung.
      • Bei einem positiven PoC-Testergebnis muss ein PCR-Test folgen.
      • Bei einem negativen PoC-Testergebnis muss das Abklingen der Symptome abgewartet werden, bevor die Arbeit wieder aufgenommen wird.
  • Im Umgang mit Verdachtsfällen gelten die folgenden Schutzmaßnahmen:
    • Einmalhandschule
    • Einmalschutzkittel
    • dicht anliegende Atemschutzmaske (mindestens Schutzstufe FFP2)
    • Schutzbrille und wasserabweisende Einwegschürze bei Tätigkeiten, bei denen vermehrt Aerosole entstehen können.

Gäste und Mitarbeitende, bei denen eine SARS-CoV-2-Infektion festgestellt wurde oder die Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder die Symptome zeigen, die mit einer SARS-CoV-2-Infektion vereinbar sind, dürfen die Einrichtung nicht betreten. Das Gesundheitsamt ist unverzüglich zu informieren und die erforderlichen Testungen sind – bei asymptomatischem Personal auf Veranlassung des Gesundheitsamtes – durchzuführen.

  • Tagesgäste, die die Einrichtung nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus wieder besuchen möchten, müssen die jeweils aktuellen Fristen zur Absonderung/Isolierung beachten (s. CoronaTestQuarantäneVO).
  • In Zweifelsfällen kann eine Testung durch das Gesundheitsamt veranlasst werden.
  • Gäste, die nach einem stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus, einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung die Tagespflege wieder besuchen möchten, werden bei der Entlassung noch im Krankenhaus mittels PCR-Test getestet. Am ersten Besuchstag im Tagespflegehaus werden sie erneut mittels PoC-Test getestet. Zwischen beiden Tests sollen 5 Tage liegen.
  • Quarantäne für Kontaktpersonen richtet sich nach den aktuellen Bestimmungen und ist u.a. abhängig vom Impfstatus.
  • Gäste und ihre Angehörigen wurden schriftlich über die o.g. Betretungsverbote informiert.
  • Wird die Nutzung durch einen infizierten Gast oder eine Kontaktperson erst im Nachhinein festgestellt, wird unverzüglich das Gesundheitsamt der Bundesstadt Bonn informiert.
  • Alle Gäste werden aufgefordert, ihr Einverständnis zur Ermöglichung einer Kontaktpersonennachverfolgung mit Formular 10.1.26 zu geben.
  • Die Anwesenheit aller Gäste wird in der Heimbas-Pflegedokumentation erfasst (Nutzerregister). Weicht die Anwesenheitszeit von den geplanten Zeiten ab, so wird dies im Pflegebericht erfasst. Zuständigkeit: Pflege-/Betreuungspersonal.
  • Die Anwesenheit der Mitarbeitenden wird über das Dienstplansystem erfasst. Zuständigkeit: Heimleitung/Pflegedienstleitung.
  • Externe Personen, die sich länger als zur Abgabe zum Beispiel eines Pakets im Haus aufhalten (z.B. Handwerker*innen, Fußpflege), legen ein negatives SARS-CoV-2-Testergebnis vor, das nicht älter als 24 Stunden ist und füllen das bei der Hausleitung ausliegende Kontaktverfolgungsformular aus.
  • Neue Tagesgäste werden zu Beginn des Probetages mittels Schnelltest auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestet.

VIII. Hauswirtschaft

  • Zuständig für die Desinfektion der Handkontaktflächen sind die Mitarbeiter*innen der Hauswirtschaft.
  • Benutztes Geschirr aus anderen Räumen als dem Esszimmer im 1. OG wird in einem geschlossenen Behälter transportiert. Nach jedem Abräumen von Speisegeschirr sind die Hände mit Seife zu waschen oder zu desinfizieren. Spülvorgänge erfolgen maschinell bei mindestens 60 Grad Celsius.

IX. Fahrdienst

  • In den Fahrzeugen gilt für alle Gäste die Maskenpflicht (mindestens MNS, besser FFP-2/KN-95)
  • Fahrer*innen tragen auf dem Weg zum Fahrzeug und auf dem Weg in die Tagespflege bzw. die Wohnung mindestens MNS.
  • Die Kontakte zwischen Fahrer*innen und Gästen werden durch das Taxiunternehmen für vier Wochen nachvollziehbar dokumentiert.

X. Fußpflege

Fußpflege richtet sich bei der Durchführung nach den in der Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ zur CoronaSchutzVO NRW beschriebenen Standards.

Zusätzlicher Arbeitsschutz

Arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung:

  • Allen Mitarbeitenden wird die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung angeboten. Besonders Mitarbeitende mit besonderer Gefährdung prüfen, ob ein individueller Beratungstermin mit der Betriebsärztin/dem Betriebsarzt vereinbart wird.

Mitgeltende Dokumente

  • 10.1.25/10.1.25.1 Screening und Kontaktliste
  • 10.1.26/10.1.26.1 Einverständniserklärung Kontaktpersonennachverfolgung
  • 10.1.27/10.1.27.1 Kurzscreening für Besucher*innen
  • 10.1.28 Testprotokoll
  • 10.1.29 Testkonzept
  • 10.1.30 Durchführung der PoC-Tests

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