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Bundesstadt Bonn

Lehrkräfte zu Besuch bei Bonner Meisterbetrieb Stuck Belz

Zielgruppe: Lehrkräfte (StuBos), Unternehmen

Am 1. Dezember 2022 fand das bewährte Format „Arbeitskreis Schule/Wirtschaft“ nach zweieinhalb Jahren Pause endlich wieder in Präsenz statt. Rund 20 Menschen, darunter vornehmlich in der Beruflichen Orientierung involvierte Lehrkräfte sowie einige Beratungsfachkräfte der Agentur für Arbeit und der Jugendberufshilfe Bonn, folgten der Einladung der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer zu Köln sowie der Regionalen Bildungsbüros Bonn und Rhein-Sieg-Kreis zum Meisterbetrieb Stuck Belz im Bonner Stadtzentrum.

Im Herzen der Stuckwerkstatt gab Michael Christmann, Inhaber und Stuckateurmeister, zunächst einen Einblick in die Geschichte des 1948 gegründeten Unternehmens und in die vielseitigen handwerklichen Arbeiten des Traditionsunternehmens. Anschließend lernten die Lehrkräfte den Ablauf von Schnuppertagen, Praktika und die Ausbildungsmöglichkeiten für ihre Schüler*innen kennen. Anschaulich berichtete Lena, Ausbildungsbotschafterin und Auszubildende im dritten Lehrjahr, über ihre besondere Ausbildung zur Ausbauamanagerin sowie ihren Weg dorthin. Ein Studium brach sie bereits nach wenigen Wochen ab und ist heute sehr froh, über ein Praktikum den Weg ins Handwerk gefunden zu haben. Ihre Ausbildung sei sehr vielseitig und eine gute Schule auch in Bezug auf ihre persönliche Entwicklung. Als Ausbildungsbotschafterin bei der Handwerkskammer zu Köln nimmt sie Einsätze an Schulen war, um Schüler*innen auf Augenhöhe von ihrer Ausbildung und ihren beruflichen Zukunftsplänen zu berichten. Den Schüler*innen steht sie dabei ebenso Rede und Antwort wie auch den Lehrkräften an diesem Nachmittag in der Werkstatt.

Im Austausch mit den Teilnehmenden berichtete Herr Christmann über seine eigene langjährige Erfahrung mit der Fachkräftesicherung. Er betonte in diesem Zusammenhang wie wichtig es sei, sich als handwerklicher Betrieb nach außen zu öffnen, insbesondere für Schulen. Nur so könne das Handwerk für Schüler*innen greifbar und erlebbar werden. Teilnahmen an nachwuchsförderlichen Veranstaltungen wie den Girls‘ Day, dem WDR Maus Tag oder Berufsbörsen erforderten viel Planung und Ressourcen, laut Christmann. Jedoch sei es ein Aufwand, der sich lohne. Mit insgesamt 80 Bewerbungen im vergangenen Jahr muss er sich keine Sorge um seinen Nachwuchs machen. 

Zum Abschluss des Arbeitskreises Schule/Wirtschaft durften die teilnehmenden Lehr- und Beratungsfachkräfte selbst noch aktiv werden: Aus eigens angerührter Gipsmasse passend zur Jahreszeit gossen sie einen Engel und durften diesen stolz mit nach Hause nehmen. Eine Erfahrung, auf die Michael Christmann auch bei der Nachwuchsarbeit mit Schüler*innen großen Wert legt: Das Handwerk erlebbar machen und ein unmittelbares Ergebnis mit nach Hause nehmen.

Der Arbeitskreis Schule/Wirtschaft fördert die Vernetzung von Schulen mit Unternehmen und versorgt Lehrkräfte mit einem nachhaltigen Bewusstsein und Wissen über Ausbildungsberufe und Karrieremöglichkeiten in der dualen Ausbildung, welches sie an ihre Schüler*innen weitergeben können.

Haben Sie Interesse?

Sie möchten auch am Arbeitskreis Schule/Wirtschaft teilnehmen? Als Lehrkraft oder gar als Unternehmen ihre Ausbildungsberufe präsentieren? Dann wenden Sie sich gerne an Tina Mesarosch,  tina.mesaroschbonnde, Telefon 0228 774352.