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Bundesstadt Bonn

Jahrestag Bücherverbrennung

Aus dem Feuer geholt - Gedenken anlässlich des 89. Jahrestages der Bücherverbrennung

Bürgermeisterin Melanie Grabowy (links) und Astrid Mehmel von Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn öffnen die Bücherkiste, die unter der Gedenktafel verwahrt wird.

Anlässlich des 89. Jahrestages der Bücherverbrennung lud die Stadt Bonn wieder zu einer Gedenkveranstaltung am „Lesemal“ vor dem Alten Rathaus, Markt, ein. Am Dienstag, 10. Mai 2022, wurde dabei an Autor*innen erinnert, deren Werke am 10. Mai 1933 in Bonn auf dem Marktplatz verbrannt wurden.

„Aus dem Feuer geholt“ - mit diesem Leitgedanken begrüßte Bürgermeisterin Melanie Grabowy das Publikum auf dem Bonner Marktplatz. Es sprachen die AStA-Vorsitzende Madita Mues und der erste Sprecher des Studierendenparlaments Benedikt Bastin von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Nach einer kurzen Einführung durch Astrid Mehmel von Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn, standen in diesem Jahr besonders Autor*innen im Mittelpunkt, die nach 1933 ins Exil fliehen mussten. Dazu präsentierten Bibliothekar*innen der Stadtbibliothek Bonn Texte von Irmgard Keun, Stefan Zweig, Bertolt Brecht, Anna Seghers und Erich Maria Remarque. Dr. Almuth Voss vom Literaturhaus Bonn stellte den Literaturbrief der international bekannten Schriftstellerin Asli Erdogan vor. Die in Frankfurt am Main im Exil lebende Erdogan hat den Literaturbrief eigens zum Jahrestag der Bücherverbrennung für Bonn verfasst.

Anschließend wurden die Bücher, die sich in der in den Marktplatz eingelassenen Büchertruhe befinden, an das Publikum verschenkt und die Truhe mit neuen gespendeten Werken für das kommende Jahr gefüllt.