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Bundesstadt Bonn

Bebauungsplan-Nr. 6920-1 Bebauungsplan Rastenweg

Das circa 7.800 Quadratmeter umfassende Plangebiet liegt im Stadtbezirk Beuel, am südlichen Rand des Ortsteils Ramersdorf und umfasst mehrere städtischen Grundstücke.

Die Fläche grenzt im Süden an den Trassenverlauf der BAB 562 und erfasst einen Teil der stark bewachsenen Böschung, südwestlich verläuft die Stadtbahnlinie, nordwestlich befindet sich eine Tennissportanlage, nördlich grenzt ein Grünstreifen an das Plangebiet mit der anschließenden Wohnbebauung „Im Alten Wingert“. Östlich führt der Trassenverlauf der "Königswinterer Straße" an dem Grundstück vorbei.

Ziel der Planung ist es, einen Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von circa 1.000 Quadratmeter zu errichten. Im Eingangsbereich soll zusätzlich eine Bäckerei/Cafénutzung integriert werden. Die Anlieferung erfolgt von der Wohnbebauung abgewandten Seite über eine eingehauste Einfahrt. Für den Vollsortimenter werden circa 67 Stellplätze vorgesehen und zusätzlich weitere 50 Stellplätze in der Anbauverbotszone der Autobahn geplant. Für Fußgänger und Radfahrer wird der Vollsortimenter über einen neuen Fuß- und Radweg von der Straße „im alten Wingert“ erschlossen. Es werden circa 30 Fahrradabstellplätze neben den Eingangsbereich geplant. Die Zufahrt für den Autoverkehr erfolgt über die heute bereits bestehende Wendeschleife von der Königswinterer Straße. Auf dem Parkplatzbereich und in den Randbereichen des Grundstücks werden Baumstandorte zur Verschattung vorgesehen, das Gebäude selbst erhält eine Dachbegrünung und Fassadenbegrünung.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Die Bezirksvertretung Beuel hat am 03. Juni 2020 beschlossen, für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 6920-1 „Rastenweg“ im Stadtbezirk Beuel, Ortsteil Ramersdorf die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) durchzuführen. Mit dem Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit wurde von der Politik beschlossen die Bürgerinformationsveranstaltung bei andauernden pandemiebedingten Beschränkungen in einer adäquaten anderen Form der Beteiligung durchzuführen.

Öffentliche Darlegung der allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung vom 02. September bis 16. September 2020

Der Planentwurf wird einschließlich der allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung sowie ergänzender Themenplakate im Stadthaus Bonn (Berliner Platz 2, Stadtplanungsamt, Etage 2, vor dem Ratssaal) sowie im Rathaus Beuel (Friedrich-Breuer-Str. 65, 53225 Bonn) öffentlich ausgelegt. Zur Einsichtnahme der Pläne im Stadthaus ist eine Voranmeldung zwingend erforderlich (Frau Blümel E-Mail:  Katharina.bluemelbonnde, Tel: 0228 77 4498 oder 77 2146).

Die Pläne können in einem Zeitraum von zwei Wochen vom 02. September bis einschließlich 16. September 2020, Montag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 13 Uhr eingesehen werden.

Im Zuge der frühzeitigen Beteiligung hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über die beabsichtigte Entwicklung im Plangebiet zu informieren und sich zu den Planungsabsichten zu äußern. Im weiteren Verfahren besteht für die Öffentlichkeit im Rahmen der Offenlage des Bebauungsplanentwurfes nach § 3 Abs. 2 BauGB erneut die Gelegenheit zu der Planung Stellung zu nehmen.

Kompensation der Bürgerbeteiligungsveranstaltung

Aufgrund des pandemiebedingten Versammlungsverbotes ist die Durchführung einer Beteiligungsveranstaltung nicht möglich. Daher wird ein zusätzliches Beteiligungs- und Informationsangebot vor Ort und online zur Verfügung gestellt:

Hier finden Sie ergänzende Themenplakate sowie eine Präsentation und FAQ mit den häufigsten Fragen zum Bebauungsplanverfahren Rastenweg.

Unter  www.bonn-macht-mit.de können Sie ab dem 02. September 2020 Ihre Meinungsäußerung auch als öffentlich einsehbaren Kommentar abgeben und sich über die bisher über diesen Weg abgegeben Meinungsäußerungen informieren.

Plankonzept und zeichnerische Darstellung

Das Konzept sieht die Errichtung von einem weitestgehend eingeschossigen ca. 8,5 Meter. hohen Gebäude vor, das am westlichen Rand des Baugrundstückes platziert wird. In der südwestlichen Ecke des Gebäudes wird ein gebäudeintegriertes Obergeschoss errichtet, in dem Sozialräume und Technikeinrichtungen konzentriert werden. Der Umfang dieses Obergeschosses beträgt etwa 270 Quadratmeter. Der gesamte Baukörper tritt an die Stelle von zwei Tennisplätzen, die aufgegeben werden und an anderer Stelle des Tennisplatzareals westlich der vorhandenen Sportanlage neu errichtet werden. 

Dem Marktgebäude wird eine Stellplatzanlage mit insgesamt 67 bauordnungsrechtlich notwendigen Stellplätzen vorgelagert. Darin enthalten sind 2 Stellplätze für in ihrer Mobilität eingeschränkte Verkehrsteilnehmer sowie 2 Eltern-Kind Stellplätze. Ebenfalls werden etwa 40 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bereitgestellt.
 
Für weitere etwa 50 vom Vorhabenträger gewünschte, aber bauordnungsrechtlich nicht notwendige Stellplätze wird ein Teil der am südlichen Grundstücksrand vorhandenen Böschungsfläche der Autobahn A 562 innerhalb der gemäß § 9 Abs. 1 FStrG einzuhaltenden nicht überbaubaren Anbauverbotszone in Anspruch genommen. 

Die Erschließung des Vorhabens für den motorisierten Individualverkehr erfolgt unmittelbar von der Königswinterer Straße über den zurzeit bereits vorhandenen Straßenanschluss. Dieser wird entsprechend ausgebaut und an die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer angepasst. Für Fußgänger und Radfahrer besteht über die Straße Im alten Wingert und den Radschnellweg zur Königswinterer Straße eine günstige Möglichkeit, von den im Westen vorhandenen Wohngebieten den Standort zu erreichen.

Die gesamte Warenanlieferung erfolgt über die Stellplatzanlage hin zu dem auf der südlichen Gebäudeseite angeordneten Warenlager. Zwecks Anlieferung docken die Lieferfahrzeuge rückwärts an eine Laderampe, die aus Gründen der Minimierung von Schallemissionen eingehaust ist. Somit kann davon ausgegangen werden, dass negative Auswirkungen auf die Wohnruhe im nördlich und westlich benachbarten Wohnquartier minimiert werden. Im weiteren Planverfahren werden durch eine schalltechnische Untersuchung mögliche durch den Anliefervorgang und durch die Nutzung des Parkplatzes sowie der Zufahrt erzeugten Beeinträchtigungen ermittelt und notwendige Schutzmaßnahmen aufgezeigt.

Bei der Platzierung des Gebäudekörpers und der Stellplatzanlage wird ein Großteil des vorhandenen Baumbestands entfernt. Die betroffenen Bäume werden fachgutachterlich im Hinblick auf ihre Vitalität und ihre ökologische Bedeutung erfasst und bewertet. Es sollen Vorschläge für Vermeidungs-, Schutz- und Pflegemaßnahmen der verbleibenden Bäume formuliert werden. Die Bonner Baumschutzsatzung ist im Rahmen von Rodungs- und Fällmaßnahmen zu berücksichtigen. Auf dem neugeschaffenen Parkplatzareal werden circa 22 Bäume gepflanzt, die zu einer Beschattung und Schutz vor übermäßiger Sonneneinstrahlung in den heißen Sommermonaten beitragen. Gleichzeitig sollen die Bäume in Verbindung mit den Pflanzbeeten das Kleinklima begünstigen. Trotz dieser Pflanzmaßnahmen ist im Vergleich zum Ist-Zustand von einem Verlust an ökologischem Potential auszugehen. Dieser wird vor der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes gem. §3 (2) Baugesetzbuch durch eine Eingriffs- / Ausgleichsbewertung ermittelt. Zum Ersatz und Kompensation sind geeignete ökologische Maßnahmen zu ermitteln und mit den Fachämtern abzustimmen und umzusetzen.

Frau Katharina Blümel
Stadthaus, Etage 8 C

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