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Bundesstadt Bonn

Bebauungsplanes Nr. 6221-1 „Mensa Nassestraße“

Das rund 6.400 Quadratmeter große Plangebiet liegt im Stadtbezirk Bonn inmitten des gründerzeitlichen Wohnviertels der Bonner Südstadt. Es ist nördlicher Teilbereich des Straßengeviertes Kaiserstraße, Nassestraße, Lennéstraße und Weberstraße.

Das gesamte Karree ist überwiegend geprägt durch Wohnnutzung, teilweise durch Wohnheime des Studierendenwerks Bonn. Vereinzelt ist die Wohnnutzung durchmischt mit Nutzungen wie beispielsweise Büros (u.a. die Verwaltung des Studierendenwerks), Praxen, einem nicht störenden Gewerbetrieb (Tanzschule), diversen Kindertageseinrichtungen und in Erdgeschossen Dienstleistungsbetriebe (Friseur), Schank- und Speisewirtschaften (Mensa, Studentenkneipen, Coffeeshop, Restaurant), einem Kopierladen sowie einem kleinen Mode- Shop.

Das Plangrundstück liegt bisher innerhalb des Bebauungsplanes Nr. 7822-8 aus dem Jahr 1979 für das Areal zwischen der Nassestraße, der Lennéstraße, der Weberstraße und der Kaiserstraße. Dieser setzt für das Plangebiet ein Allgemeines Wohngebiet (WA) in geschlossener Bauweise fest. Allgemeine Wohngebiete dienen vorwiegend dem Wohnen. 

Mit diesen Festsetzungen steht der rechtskräftige Bebauungsplan den städtebaulichen Zielen und der Vorhabenplanung des Studierendenwerkes in verschiedenen Punkten entgegen. Insbesondere die rückwärtigen Baugrenzen und die festgesetzten Nutzungsmaße erweisen sich als zu eng. Daher soll das bestehende Planungsrecht durch Aufstellung des vorliegenden vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 6221-1 geändert werden.

Ziele und Zwecke

Die vom Studierendenwerk Bonn betriebene Zentralmensa und die Verwaltung mit den Studierendenserviceangeboten bilden ein Herzstück der sozialen Infrastruktur des Hochschulstandorts Bonn. Diese Attraktivität des Hochschulstandorts soll mit der Neuplanung eines innovativen Dienstleistungszentrums, zusammen mit zentrumsnahem studentischem Wohnen, erhalten bleiben.

Aufgrund altersbedingter Schäden, fehlender Barrierefreiheit und dringend erforderlicher Sanierungsmaßnahmen hat das Studierendenwerk unterschiedliche Szenarien für die bauliche Erneuerung des Gebäudeensembles geprüft. Eine Sanierung des Bestands hat sich dabei im Hinblick auf Kosten und Zeit als unwirtschaftlich herausgestellt. Eine Verlagerung der Mensa und der Verwaltung wurde ebenfalls durch das Studierendenwerk geprüft und ausgeschlossen. Die Ziele des Studierendenwerks, die Erneuerungsmaßnahmen auch zu einer Modernisierung und bedarfsgerechten Aktualisierung ihrer Angebote für die Studierenden zu nutzen, ließen sich zudem nicht umsetzen. Dabei blickt das Studierendenwerk Bonn auf den Bedarf der Studierenden und auch als Arbeitgeber auf die kommenden Jahrzehnte. Daher haben sich die Entscheidungsgremien des Studierendenwerks Bonn für einen Ersatzneubau am heutigen Standort ausgesprochen.

Der Ersatzneubau soll über die Zentralmensa Nassestraße und die Verwaltung des Studierendenwerks hinaus auch zukünftig Raum bieten für studentisches Wohnen, für das Amt für Ausbildungsförderung und diverse Beratungsdienste sowie die studentische Selbstverwaltung AStA der Universität Bonn.

Die Anlieferung und die Unterbringung der Stellplätze erfolgt über die Kaiserstraße innerhalb einer Tiefgarage. Oberirdische Pkw-Stellplätze sind nicht vorgesehen, für Fahrräder wird eine ausreichende Anzahl an Abstellmöglichkeiten sowohl unterirdisch als auch oberirdisch angeboten.

Öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes und der dazugehörenden Begründung

17. September 2020 bis 30. Oktober 2020

Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 13 Uhr und Donnerstag von 8 Uhr bis 18 Uhr

Stadthaus, Berliner Platz 2, Amt für Bodenmanagement und Geoinformation, Aufzug 2, Etage 6B

Der Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz der Bundesstadt Bonn hat in seiner Sitzung am 26.08.2020 die öffentliche Auslegung des Bauungsplanes Nr. 6621-1, zwischen den Straßen Kaiserstraße, Nassestraße und Lennéstraße, als teilweise Änderung des Bebauungsplanes Nr. 7822-8 beschlossen. 

Wegen der pandemiebedingten Zugangsbeschränkungen zum Stadthaus ist die Einsichtnahme in Bebauungspläne vor Ort bis auf Weiteres nur mit Termin und Maske möglich! Das Kundenzentrum im Amt für Bodenmanagement und Geoinformation ist telefonisch oder per E-Mail erreichbar unter:
Tel.: 0228 772200, E-Mail:  kundenzentrum-geodatenbonnde

Stellungnahmen

Stellungnahmen können gemäß § 13a Abs. 3 bzw. § 3 Abs. 2 des Baugesetzbuches (BauGB) während der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden.

Postanschrift:  
Stadtplanungsamt, Berliner Platz 2, 53103 Bonn
Fax: 0228 779619668
E-Mail:  Amt61.anregungenbonnde

Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben. 

Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren ohne Umweltprüfung aufgestellt

Die Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes erfolgte am 09.09.2020 im Amtsblatt der Bundesstadt Bonn. 

Pläne, externe Stellungnahmen und Gutachten

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