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Bundesstadt Bonn

Bebauungsplan Kennedyallee 62-72

Bürgerbeteiligung wird wegen der Corona-Pandemie verschoben

Aus gegebenem Anlass muss die ursprünglich für den Zeitraum von 23. März bis 3. April 2020 geplante frühzeitige Beteiligung im Bauleitplanverfahren „Kennedyallee 62-72“ abgesagt werden. Gleiches gilt für die Bürgerinformationsveranstaltung am 24. März 2020. Die Beteiligung wird zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Bebauungsplan-Nr. 6918-4

Das circa 3.200 Quadratmeter umfassende Plangebiet liegt im Stadtbezirk Bad Godesberg, Ortsteil Plittersdorf.

Derzeit befindet sich hier ein im Jahr 1971 fertiggestellter II bis XII-geschossiger Bürokomplex, der aktuell durch die Postbank AG genutzt wird. Das Bestandsgebäude ist sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den zeitgemäßen Ansprüchen an Funktionalität und Energieeffizienz. Die Postbank AG beabsichtigt den Standort aufgrund eines Umzugs bis voraussichtlich 2022 aufzugeben, wodurch eine städtebauliche Neuordnung des Areals möglich wird. Im Mai 2018 hat die GERCHGROUP AG, Düsseldorf die Liegenschaft an der Kennedyallee 62-72 über eigens gegründete Projektgesellschaften erworben. Vor dem Hintergrund der Lage mit benachbarten Büronutzungen und Wohnbebauung, soll dort zukünftig ein qualitätsvolles urbanes Quartier mit einem Mix aus Wohnen und Arbeiten entstehen.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Die Bezirksvertretung Bad Godesberg hat am 05. Februar 2020 beschlossen, für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 6918-4 „Kennedyallee 62-72“ im Stadtbezirk Bad Godesberg, Ortsteil Plittersdorf die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) durchzuführen.

Bürgerbeteiligungsveranstaltung am Dienstag, den 24. März 2020

Die Planung wird in einer Bürgerbeteiligungsveranstaltung am 24. März 2020 von 18 bis 20 Uhr im Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstraße 45, vorgestellt. In der Veranstaltung haben alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich über die Planung zu informieren sowie Anregungen und Meinungsäußerung abzugeben. Für Rückfragen und Erläuterung stehen Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung sowie externe Fachleute des Vorhabenträgers zur Verfügung.

Öffentliche Darlegung der allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung vom 23. März bis 04. April 2020

Der Planentwurf wird einschließlich der allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung im Stadthaus Bonn (Berliner Platz 2, Stadtplanungsamt, Aufzug 2, Etage 8C) sowie im Bezirksrathaus Bad Godesberg (Kurfürstenallee 2-3) öffentlich ausgelegt und kann in einem Zeitraum von zwei Wochen vom 23. März bis einschließlich 04. April 2020, Montag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 13 Uhr eingesehen werden.

Im Zuge der frühzeitigen Beteiligung hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über die beabsichtigte Entwicklung im Plangebiet zu informieren und sich zu den Planungsabsichten zu äußern. Im weiteren Verfahren besteht für die Öffentlichkeit im Rahmen der Offenlage des Bebauungsplanentwurfes nach § 3 Abs. 2 BauGB erneut die Gelegenheit zu der Planung Stellung zu nehmen.

Plankonzept und zeichnerische Darstellung

Im Dezember 2018 wurde ein städte- und hochbaulicher Realisierungswettbewerb zur Auswahl der richtigen städtebaulichen Idee und einer qualitätsvollen Architektur ausgelobt. Der prämierte Siegerentwurf des Wettbewerbs sieht ca. 380 Wohneinheiten sowie Büroflächen und eine KiTa an der Kennedyallee vor.

Zentrales Element des Entwurfes ist eine urbane Promenade zwischen Kennedyallee und Ahrstraße, die das Gebiet von innen heraus über mehrere Quartiersanger erschließt.

Die Neubebauung basiert auf vier Baufeldern, die sich jeweils aus einem östlichen und westlichen Teil und der dazwischenliegenden Promenade mit den Quartiersangern ausbilden. Das Baufeld zur Kennedyallee hin, besteht aus dem geplanten Bürogebäude und der KiTa mit Wohnüberbauung. Die sich südlich anschließenden Gebäude in Richtung Ahrstraße werden für Wohnnutzungen in unterschiedlichen Wohnungsgrößen vorgesehen.

Die L-förmigen Baukörper orientieren sich in Richtung der geplanten Promenade. Im rückwärtigen Bereich in Richtung der angrenzenden Bestandsbebauung entstehen ergänzende Baukörper und ruhige, private Innenhöfe sowie gemeinschaftlich nutzbare Freiräume zur Förderung von Wohnnachbarschaften. Eine lebendige Nachbarschaft mit individuellen Adressbildungen wird durch die räumliche Konzeption ermöglicht.

Das höchste Gebäude im Quartier ist das Bürogebäude am Quartierseingang zur Kennedyallee mit bis zu VII Geschossen. Die Wohngebäude werden jeweils III-IV-geschossig ausgebildet, zur Mitte des Areals an der Promenade wird eine Höhendifferenzierung auf fünf Geschosse geplant. Zur angrenzenden Wohnbebauung ist jeweils eine Reduktion der Gebäudehöhen auf III-Geschosse vorgesehen. Zudem öffnen sich die Baukörper zu den Grünstreifen hin, sodass keine lange Gebäudekante entsteht.

Aktuell ist das Plangebiet in den Randbereichen durch umfangreichen, zum Teil alten Baumbestand gekennzeichnet. Die Gehölzstreifen werden in ihrer prinzipiellen Lage und Grundidee beibehalten. Zur Formung eines urbanen Quartiers mit qualitätsvollen privaten und halbprivaten Freiräumen sind Eingriffe in den Baumbestand jedoch notwendig. Bei der Planung wurde bewusst darauf geachtet, dass die Beanspruchung des Gehölzstreifens insbesondere Bäume mit weniger gutem Allgemeinzustand betrifft.

Die zentrale Promenade wird verkehrsberuhigt ausgebildet und von motorisiertem Individualverkehr (MIV) freigehalten. Im Bereich des Bürogebäudes sollen Haltemöglichkeiten entlang der Straße hergestellt werden.

Die Stellplätze für die Wohn- und Büronutzungen werden in Tiefgaragen untergebracht, mit Zu- und Ausfahrt sowohl von der Kennedyallee, als auch von der Ahrstraße. Dies schließt auch die erforderlichen Besucherstellplätze ein, um die Freiflächen im Plangebiet weitgehend vom KFZ-Verkehr freizuhalten. Fahrradstellplätze für die Bewohnerinnen und Bewohner des zukünftigen Quartiers werden ebenfalls in der Tiefgarage untergebracht. Im weiteren Planverfahren werden die verkehrlichen Auswirkungen auf das bestehende Straßennetz untersucht und ein Mobilitätskonzept erstellt.

Das Vorhaben fällt unter die Regularien des Bonner Baulandbeschlusses (DS-Nr. 1613742EB5, siehe auch 1811574EB5), sodass auch sozial geförderter Wohnraum in einem Umfang von voraussichtlich 40% der geplanten Wohnfläche in integrierter Lage entsteht sowie eine Kostentragung der Vorhabenträgerin der durch das Vorhaben ausgelösten sozialen Infrastruktur (KITA) im Rahmen der Angemessenheitsgrenze.

Herr Nils-Simon Schütt
Stadthaus, Etage 8 C

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