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BERICHT AUS BONN: Geschlechtergleichheit muss Priorität haben - Gender@International Bonn fordert stärkere politische Partizipation von Frauen auf allen Ebenen


08.03. 2018

BONN - Am internationalen Frauentag, Donnerstag, 8. März 2018, betont Gender@International Bonn, ein Netzwerk von in der internationale Zusammenarbeit tätigen Organisationen, die Notwendigkeit für Fortschritte im Bereich der politischen Partizipation von Frauen. Dieses Jahr wird in Deutschland 100 Jahre Frauenwahlrecht gefeiert. Obwohl seither viel erreicht wurde, ist Deutschland in Bezug auf einige Indikatoren für politische Partizipation noch schlecht aufgestellt. Mit derzeit knapp unter 31 Prozent Frauenanteil im Bundestag ist der Wert gegenüber früheren Jahren wieder gesunken.

„Frauen sind im Bundestag sowie in Führungspositionen im Zivil-, Privat- oder Wissenschaftssektor unterrepräsentiert, trotz ihrer erwiesenen Führungsqualitäten und ihrem Recht auf gleiche Beteiligung an demokratischer Regierungsführung. In der nächsten Legislaturperiode muss Gleichberechtigung priorisiert werden, zum Vorteil der Gesamtbevölkerung“, sagt Karin Nordmeyer, Vorsitzende des UN Women Nationalen Komitees Deutschland.

Es gibt breite Zustimmung dafür, dass nachhaltige Entwicklung nur durch inklusive Partnerschaften gelingen kann. Die Gleichberechtigung von Frauen auf allen Ebenen ist also Voraussetzung für die Erfüllung der Agenda 2030 und ihrem Versprechen, „niemanden zurückzulassen“.

Während seines ersten Amtsjahres legte UN-Generalsekretär António Guterres einen Fahrplan für Geschlechtergleichheit auf allen Ebenen der Vereinten Nationen (UN) vor und ging mit gutem Beispiel voran. Denn seit Januar dieses Jahres sind auf Grund seiner Neuernennungen jetzt 50 Prozent der höchsten Führungspositionen im UN-System von Frauen besetzt: ein Meilenstein in der Geschichte der Organisation. Guterres verlangt auch, dass alle UN-Reformstöße beschreiben sollen, wie sie die Organisation stärken wollen, um Geschlechtergleichheit zu erreichen. Im Kontext der Reformen im Bereich Frieden & Sicherheit ist die Umsetzung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats zu „Frauen, Frieden & Sicherheit“ in allen Mitgliedstaaten unbedingt nötig, um volle Partizipation zu gewährleisten.

Vom 12. bis 23. März 2018 findet in New York die Jahresversammlung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen (CSW) statt. Dabei werden Fortschritte und Lücken in der Umsetzung globaler Bestimmungen und Übereinkünfte zu Geschlechtergleichheit diskutiert und aufkommende Probleme für die Stärkung von Frauen evaluiert.

Netzwerk-Aktivitäten werden ausgeweitet

Viel mehr muss getan werden für die Gleichstellung von Frauen auf allen Ebenen. Deshalb weiten die Mitglieder des Netzwerks Gender@International Bonn ihre Aktivitäten aus und involvieren durch Veranstaltungen und die Sozialen Medien verschiedene Gruppen in das Thema.

Zu diesem Zweck lädt der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan am Freitag, 9. März 2018, Bonner Frauen und ihre Organisationen zu einer informellen Feier anlässlich des 100. Jubiläums des Frauenwahlrechts ein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Frauenmuseum Bonn statt, dem ältesten Frauenmuseum der Welt. Dabei geht es auch um die Umsetzung des nachhaltigen Entwicklungszieles Nr. 5 auf globaler Ebene, in Anbetracht der bevorstehenden Tagung der Frauenrechtskommission.

Zu Beginn dieser Woche lud die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, in Bonn zu einer Veranstaltung rund um das Thema: „Frauen, Frieden und Sicherheit: Krieg verhindern und Frieden erhalten“ ein. Ziel war es, die Relevanz der „Frauen, Frieden und Sicherheits“-Agenda für die Entwicklungszusammenarbeit zu verdeutlichen und die Notwendigkeit für stärkere Maßnahmen hin zu einer gleichen Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen und Krisenprävention aufzuzeigen, sowie für einen besseren Schutz vor sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt.

Von ungleichen Gehältern hin zu Sexismus, der digitalen Kluft und ungleichen politischen und wirtschaftlichen Machtverhältnissen: Ungleichheit ist weit verbreitet. Rund um das Thema „Globale Ungleichheiten“ werden Teilnehmer des Deutsche Welle Global Media Forums vom 11. bis 13. Juni 2018 besonders das Potenzial der Medien und digitaler Entwicklungen für den gleichen Zugang zu Wissen, Macht und Partizipation diskutieren.

Gender@International Bonn ruft jeden dazu auf, die derzeitige Bewegung für Geschlechtergleichheit, unter anderem generiert durch die #metoo-Kampagne, zu unterstützen.

Hintergrund: Gender@International Bonn

Seit 2015 bringt das Netzwerk Gender@International Bonn Schlüsselakteure im internationalen Bonn zusammen. Mitglieder sind UN Women Nationales Komitee Deutschland, die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Deutsche Welle (DW), UN Bonn und die Stadt Bonn.




 


 

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