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Klärwerk Salierweg: Schornstein, Glasdach und Brenner müssen erneuert werden


28.08. 2012

Umfangreiche Sanierung der Klärschlammverbrennung - Stadt Bonn vollzieht derzeit einen technischen Generationswechsel in allen Bonner Kläranlagen

ib Bonn – Rund 920.000 Euro investiert das Tiefbauamt der Stadt Bonn in die umfangreiche Sanierung der Klärschlammverbrennung auf der größten der vier Bonner Kläranlagen am Salierweg. Weithin sichtbar sind die aktuellen Arbeiten an dem rund 70 Meter hohen, vollkommen eingerüsteten Schornstein der Verbrennungsanlage. In luftiger Höhe beseitigt ein beauftragtes Unternehmen Risse, Blasen und Abplatzungen, die bei einer regelmäßigen Wartung im vergangenen Jahr festgestellt worden sind.

„Damit es nicht zu einer statischen Gefährdung kommt, muss jetzt der stark in Mitleidenschaft gezogene Oberflächenschutz repariert werden“, erläuterte Werner Bergmann, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Bonn. „Daher investieren wir nun rund 190.000 Euro in diese Sanierung, um weiteren Schäden vorzubeugen.“ Die beauftragte Firma belegt die Risse am Schornstein mit einem Spezial-Vlies, das Temperaturschwankungen ausgleichen kann und auch noch gegen UV-Strahlen schützt. Voraussichtlich im November ist die Sanierung des Schornsteins beendet.

Am Beispiel dieses Einzelprojekts erklärte Werner Bergmann den notwendigen technischen Generationswechsel aller vier Bonner Kläranlagen (Salierweg, Duisdorf, Beuel und Bad Godesberg). Für rund 3,5  Millionen Euro bringt die Stadt seit 2011 und in den kommenden Jahren insbesondere die Elektro-, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Fernüberwachungstechnik auf den aktuellen Stand. Außerdem werden die Kapazitäten der Klärwerke in Beuel und Bad Godesberg vergrößert, um der Entwicklung der Siedlungsgebiete Stand zu halten. Bei dem umfangreichen Maßnahmenpaket spielen Umweltschutz und Energieeinsatz eine tragende Rolle.

Komplett-Sanierung bei laufendem Betrieb

Die 1981 in Betrieb genommene zentrale Klärschlammverbrennungsanlage des Klärwerks Salierweg wird zurzeit einer Verjüngung unterzogen. So wurde ab April  das über 740 Quadratmeter große Dach der Ofenhalle erneuert. Es bestand ein hoher Reparatur- und Wartungsaufwand, und zwischenzeitlich mussten Sicherheitsnetze den möglichen Absturz von Glasscheiben oder –teilen verhindern. Die Drahtglasscheiben wurden durch eine selbsttragende Aluminium-Sandwich-Profilkonstruktion mit entsprechender Dämmung ersetzt. Das Dach muss im Reparaturfall abnehmbar sein, damit große Teile ein- und ausgehoben werden können. Die Sanierung des Ofenhallendachs, das 1979 errichtet wurde, kostete rund 490.000 Euro und ist bereits abgeschlossen.

Auch die Brenner der Öfen müssen nach 31 Betriebsjahren ersetzt werden. Daher wird seit Juni ein rund 240.000 Euro teures neues System unter laufendem Betrieb installiert, um die kontinuierliche Schlammentsorgung zu gewährleisten. Die Bonner Anlage besteht aus zwei baugleichen Verbrennungslinien, die wechselseitig betrieben werden. Das neue System erfüllt mit einer Feuerungsleistung von 1,3 Megawatt die neuesten Sicherheitsstandards und der Einsatz modernster Steuerungstechnik ermöglicht sparsamen Energieverbrauch.

Energiegewinnung aus Klärschlamm und Faulgas

In der Kläranlage Salierweg werden die Schlämme aus allen vier Bonner Kläranlagen und auch aus Königswinter zentral und schadstofffrei zu Asche verbrannt. Per Hochdruckleitungen gelangen diese Rückstände aus den Anlagen Beuel und Bad Godesberg an den Salierweg, von Duisdorf und Königswinter per Lastwagen.  Pro Tag fallen so rund 700 Kubikmeter Schlamm an. Das bei der Faulung anfallende Gas wird in der Klärschlammverbrennung und im Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme umgesetzt. Auch das in der Kläranlage Duisdorf entstehende Klärgas wird zur Elektroenergieerzeugung und Heizung der dortigen Betriebsanlagen genutzt.

Kläranlage Salierweg im Überblick

1934 als mechanische Anlage für die linksrheinischen Bonner Stadtteile errichtet;

1958 erneuert und erweitert;

1983 Inbetriebnahme der erweiterten Schlammbehandlungsanlage und biologischen Reinigungsstufe;

Anfang 1990er Jahre: Erweiterung der biologischen Reinigung und Filtration;

Ausbaukapazität: Abwasserreinigung biologisch: 285.000 Einwohnerwerte (EW), Zentrale Schlammbehandlung: 497.000 EW;

bei Trockenwetter: bis zu 35,5 Millionen Liter Abwasser pro Tag, bei Regen sogar noch mehr

die Anlage liegt mitten im Wohngebiet, deshalb höchste Anforderungen an die Vermeidung von Geräuschs- und Geruchsemissionen;

zentrale Schlammbehandlung;

Temperatur im Ofen der Klärschlammverbrennung: 900 Grad Celsius.




 


 

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