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Ein Garten der Erinnerung für Bonn


17.09. 2010

Auf dem Zentralfriedhof in Bad Godesberg wird derzeit der erste "Memoriam-Garten" der Stadt angelegt. Das neuartige gärtnerbetreute Grabfeld bietet Hinterbliebenen einen Ort der Trauer ohne die aufwändige Pflege der Ruhestätte.

 

ib - Ein individuell gestaltetes Grab ist der wichtigste Ort für die Trauerverarbeitung um einen geliebten Menschen. Auch wenn es vielen Hinterbliebenen wichtig ist, diesen Ort zu haben, können oder wollen sie die aufwändige und langfristige Grabpflege nicht übernehmen. Die Friedhofsgärtner in Bonn haben für diese Menschen eine Lösung: den „Memoriam-Garten-Bonn" auf dem Zentralfriedhof in Bad Godesberg.

In Bonn haben sich 11 Friedhofsgärtnereien, unter Mitwirkung der Friedhofsgärtner-Genossenschaft Bonn, zusammengeschlossen und bieten ab dem Spätherbst gemeinsam mit der Stadt Bonn eine besondere Möglichkeit der Bestattung an. Dieter Fuchs, Leiter des Amtes für Stadtgrün, Abteilungsleiter Heinz-Josef Houf sowie Klaus Schneider, Artur Wittstock und Ines Held von der Bonner Friedhofsgärtner-Genossenschaft stellten heute (Freitag, 17. September) vor Ort das Konzept für die neue Grabform vor.

Auf einem ehemaligen Reihengrabfeld wird auf rund 700 Quadratmeter ein kleiner Garten gestaltet. Zurzeit werden die vorbereitenden Erdarbeiten ausgeführt. Die Gräber und die Rahmenbepflanzung bilden eine harmonisch aufeinander abgestimmte Einheit. Jeder Verstorbene wird auf den Grabmalen mit Namen und Lebensdaten genannt. Namenlose Bestattung gibt es nicht. Der Memoriam-Garten vermeidet zudem die traditionelle schachbrettartige Anordnung der Grabstätten, um Individualität und Natur mehr Raum zu geben und Trauerprozesse hierdurch zu unterstützen. Sitzgelegenheiten bieten den Trauernden einen Ort der Ruhe. Im Zentrum der Anlage bietet eine Freifläche die Möglichkeit, Trauerfeiern zu veranstalten.

Der Memoriam-Garten Bonn soll voraussichtlich im November eröffnet werden. Er ist vom ersten Tag an komplett gestaltet und bepflanzt. Die fertigen Grabstätten werden zusammen mit einem Dauergrabpflegevertrag über die komplette Laufzeit zum festen Preis angeboten. Für den Hinterbliebenen entstehen für die Grabpflege keine weiteren Kosten. Die Gelder für die Dauergrabpflege werden von der Friedhofsgärtner-Genossenschaft Bonn eG verwaltet. Sie kontrolliert auch die Arbeiten im Memoriam-Garten.

Fünf verschiedene Bestattungsarten werden angeboten:
- Möglichkeit der traditionellen Erdbestattung mit einem individuellen Grabstein und einer aufwendig gestalteten Grabstelle für die Laufzeit von 20 Jahren.
- Urnenbestattung als „Premiumgräber Urne" mit einem individuellen Grabstein und einer aufwändig gestalteten Grabstelle für die Laufzeit von 15 Jahren.
- Urnen-Blumenreihen: Urnenreihengräber angeordnet in „grünen Bändern" mit einfacher Gestaltung. Die Kennzeichnung erfolgt durch Grabplatten, die einheitlich im Paket mit erworben werden.
- Urnen-Hochbeete: Die Urnen werden hinter einer kleinen erhöhten Natursteinmauer beigesetzt. Die Kennzeichnung erfolgt durch Namenszüge auf der Mauer.
- Urnenhügel - Die Urnen werden auf einem modulierten Hügel beigesetzt. Die Kennzeichnung erfolgt durch Gemeinschaftsstelen.

Die neue Grabform des Memoriam-Gartens wird durch die neue Friedhofssatzung der Stadt Bonn ermöglicht. Darin bekennt sich die Stadt Bonn deutlich zur „Rheinischen Friedhofskultur". Denn die Satzung zeigt Möglichkeiten auf, wie trotz der sich wandelnden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen - viele Hinterbliebene wählen aus Zeit- und Geldgründen kleine, pflegeleichte Gräber - auf den örtlichen Friedhöfen individuelles Gedenken bei gepflegter gärtnerischer Gestaltung aufrecht erhalten werden kann.

Gärtnerbetreute Grabfelder gibt es mittlerweile beispielsweise in Köln, Gelsenkirchen, Duisburg, Wiesbaden oder Berlin. Erstmals wurde das neuartige Grabfeld auf der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin vorgestellt und dort mit dem Innovationspreis Gartenbau 2009 ausgezeichnet.

 




 


 

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