Bonn - Die Stadt

 

Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Sprache und Service | Inhaltsbereich | Hauptnavigation | Hilfe | Suche | Seite drucken, Seite weiterempfehlen | spezielle Seitenfunktionen

Hilfe


Über folgende Tastenkominationen gelangen Sie zu den Hauptrubriken:

Zusätzlichen Service erhalten Sie über diese Tastenkombinationen:

Aktuelles Datum

13. November 2018



Hauptnavigation



 

Schicke neue Einkaufsmeile: Friedrichstraße ist Fußgängerzone


22.08. 2007

OB Dieckmann, Bezirksvorsteher Kollig und ISG Friedrichstraße weihen neues Fußgängerparadies ein - Abschluss der Sanierung der Bonner Fußgängerzone

ib - 335 Meter lang, neun bis 13 Meter breit und 3.500 Quadratmeter groß: Die Bonner Fußgängerzone hat Zuwachs bekommen, attraktiven noch dazu. Denn der Ausbau der Friedrichstraße zur Fußgängerzone ist abgeschlossen und aus dem ehemaligen "Hinterhof" der Bonner Fußgängerzone ist eine schicke Einkaufsmeile geworden. Gestern (Mittwoch, 22. August) weihten Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, Bezirksvorsteher Helmut Kollig, Vertreter der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Friedrichstraße - Dirk Daniels und Bernd Niessen -, Baumanager Friedhelm Naujoks und der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek gemeinsam mit den Anwohnern den rund 1,158 Millionen Euro teuren Ausbau ein. Im Einmündungsbereich zur Bonngasse zerschnitten sie ein im Viereck aufgespanntes Band in den Bonner Stadtfarben. Die Teilstücke schwebten dann an Gasballons in die Höhe. Gleichzeitig mit der Einweihung wurde auch der von der Aktion "Bonnissimo" des General-Anzeigers initiierte "Weg berühmter Persönlichkeiten" mit dem im Boden eingelassenen Portrait des Naturforschers und Universalgelehrten Hermann von Helmholtz der Öffentlichkeit übergeben. Dieser "Weg der Bonner Köpfe" bestehend aus beleuchteten Bodenplatten mit den Konterfeis prominenter Bonner, bereits in der Bonngasse gestartet, setzt sich nun auch in der Friedrichstraße fort.

 

Abschluss der 10jährigen Sanierung der Fußgängerzone: 22.400 Quadratmeter neues Pflaster

Die Oberflächensanierung der Friedrichstraße hatte am 2. Januar 2007 begonnen und sollte planmäßig Ende August 2007 fertig sein. Die Arbeiten - unterbrochen nur durch die einkalkulierte Pause  für die karnevalistischen Aktivitäten in der Innenstadt - schritten so zügig voran, dass sie zum größten Teil Ende Juli abgeschlossen werden konnten. Es folgten noch kleinere Maßnahmen und auch die bauausführende Firma musste noch einmal das frisch verlegte Pflaster in einem Teilbereich wieder aufreissen, weil ein falscher Rot-Ton eingesetzt worden war. Doch am 10. August konnten das städtische Baumanagement und das Tiefbauamt die Fertigstellung vermelden.

 

Damit findet auch die rund zehnjährige Sanierung der Innenstadt ein Ende. Die Stadt hatte trotz knapper Kassen 1997 mit der schrittweisen Erneuerung der innerstädtischen Flaniermeile im Bereich Remigiusstraße und Fürstenstraße begonnen. Rund 8 Millionen Euro wurden für die Sanierung der teils über 100jährigen Kanäle und die sich anschließende Oberflächengestaltung investiert. Es hat sich gelohnt. Denn in den 1990er Jahren präsentierte sich die Bonner Fußgängerzone in weiten Bereichen als zwischenzeitlich unansehnlicher Flickenteppich. Jetzt gibt es wieder ein attraktives Zentrum, das den angemessenen Rahmen für Einkaufen, Entspannung und kulturelle Veranstaltungen bietet.

 

Insgesamt wurden 22.400 Quadratmeter Fläche neu gestaltet. Alle Straßen aneinander gereiht würde eine Länge von gut 1,9 Kilometern ergeben. Ein neues Pflaster erhielten: Remigiusstraße, Fürstenstraße, Post- und Münsterstraße, Sternstraße und Am Dreieck, Wenzelgasse, Bonngasse, Gangolfstraße, Acherstraße, Friedrichstraße, Bottlerplatz und Vivatsgasse. Bei der Gestaltung der Straßen und Plätze wurden die Materialien aufeinander abgestimmt. Im südlichen Bereich der Fußgängerzone wurde ein dunkles Betonsteinpflaster mit hellen Natursteinbändern verlegt. Im nördlichen Areal kam bräunliches Betonsteinpflaster mit dunklen Natursteinpflasterbändern zum Einsatz. Historische Anlagen wie etwa die mittelalterliche Stadtmauer wurden beispielsweise in der Gangolfstraße durch Natursteinbänder dargestellt. Die Herkunft von Straßennamen oder ihre stadtgeschichtliche Bedeutung wird in Bodenplatten erläutert wie etwa in der Sternstraße. Für Licht sorgen in der Fußgängerzone ganz unterschiedliche Lampentypen - in der Friedrichstraße sind es beispielsweise besondere Leuchtstelen, in der Bonngasse lenken Bodenstrahler den Blick auf das Beethovenhaus.

So hat jede Straße trotz eines einheitlichen Gesamterscheindungsbildes auch ihre ganz eigene Individualität.  

 

40 Jahre Bonner Fußgängerzone

In diesem Jahr kann die Bonner Fußgängermeile auch ihren 40. Geburtstag feiern. Denn am 24. September 1967 durchschnitt der damalige Bonner Oberbürgermeister Dr. Hans Daniels senior das Band in der Wenzelgasse, der ersten Fußgängerstraße in Bonn.

 

Umgestaltung der Friedrichstraße

Der jüngste Zuwachs für die Bonner Fußgängerzone, die Friedrichstraße, gliedert sich in ihrer neuen Gestaltung in drei Abschnitte. Die Straßenmitte mit hellgrauem Betonpflaster wird an den Seiten von einer Naturpflasterrinne und einem Pflasterband optisch eingegrenzt. Entlang der Pflasterrinne verläuft auf der äußeren Seite ein heller Betonstein als Leitstreifen für sehbehinderte Menschen. Zur Auflockerung der Flächen wurden Querbänder angeordnet. Die Seitenstreifen sind in anthrazitfarbenem Betonstein ausgestaltet. Den Abschluss zur Bebauung bilden wieder Pflasterbänder. Die Gestaltung der Friedrichstraße wurde im August 2006 durch die Bezirksvertretung Bonn beschlossen.

 

Weg berühmter Persönlichkeiten 

Zwölf neue Bäume können in den Abschnitten zwischen Kessel- und Bonngasse sowie zwischen Wenzelgasse und Belderberg ihre Kronen ausbreiten. Sie werden durch insgesamt 24 Bodenstrahler ins rechte Licht gerückt.

Die Friedrichstraße greift den "Weg berühmter Persönlichkeiten", der in der Bonngasse gestartet wurden, auf. Zwischen Bonn- und Wenzelgasse wurden dank der gemeinsamen Aktion "Bonnissimo", der Stadt Bonn und zahlreicher Sponsoren sechs beleuchtete Bodenplatten mit den Portraits berühmter Bonner eingebaut. Die Glasflächen zeigen je ein Konterfei, den Namen und die Funktion der verdienten Persönlichkeit. Es handelt sich dabei um folgende Bonner Köpfe:

Theodor Heuss, gestiftet vom Lions-Club Bonn 

Hermann von Helmholtz, gestiftet von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Gottfried Kinkel, gestiftet vom Bonner Medienclub

Karl Simrock, gestiftet von der Hochkreuz Augenklinik

Christian Gottlob Neefe, gestiftet von der Lese- und Erholungs-Gesellschaft Bonn

Wolfgang Paul, gestiftet von Dr. Doris Walch-Paul.

 

Intelligente Beleuchtung

Im wahrsten Sinne des Wortes ist bei der Beleuchtung in der Friedrichstraße ein besonderes Licht aufgegangen. Denn die Stadtwerke und die Interessengemeinschaft Friedrichstraße wählten gemeinsam mit dem Tiefbauamt eine so genannte "Intelligente Beleuchtung" aus. Dabei handelt es sich um 19 Lichtstelen in einer Sonderanfertigung, die individuelle Beleuchtung zulassen.

Außerdem wurden in der Friedrichstraße noch 80 Fahrradständer und neun Papierkörbe aufgestellt.

 

Sanierung von Kanal und Versorgungsleitungen

Dem Ausbau zur Flaniermeile waren die Sanierung von Kanal und Versorgungsleitungen vorausgegangen. Die Abwasserrohre stammten noch aus der Zeit zwischen 1890 und 1898. Ihre Sanierung wurde durch die unerwartet notwendig gewordene Erneuerung der großkalibrigen Gas- und Wasserleitungen verzögert. Das im August 2005 gestartete, über 1 Millionen Euro teure Projekt konnte vor dem Weihnachtsgeschäft 2006 beendet werden.

 

 



 

© 2003 - 2018 Stadt Bonn  Impressum

Seite drucken, Seite weiterempfehlen



zurück zur Sprungnavigation