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Bundesstadt Bonn

Land NRW fördert mit Heimatfonds historische Wasserleitung

Symbol für die Bedeutung der Wasserhygiene vor dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikum Bonn.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat am Dienstag, 8. September 2020, den Förderbescheid zur Finanzierung einer antiken Wasserleitung an das Universitätsklinikum Bonn (UKB) überreicht. Der Heimatfonds aus dem Landesprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ hatte den größten Teil der Finanzierung übernommen.

Anlässlich des Termins empfing Professor Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am UKB, weitere Förderer sowie den Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan. Das am UKB ausgestellte Teilstück der weltweit drittgrößten römischen Fernwasserleitung ist ein Symbol für sauberes Wasser als Grundvoraussetzung der menschlichen Gesundheit.

Das Teilstück einer römischen Eifelwasserleitung in Erinnerung an die herausragende Bedeutung des Wassers für die menschliche Gesundheit wurde bereits am UKB vor dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit aufgestellt und nun mit einer instruktiven Stele eingeweiht. Die Wasserleitung ist eines der populärsten und eindrucksvollsten Bodendenkmäler des Rheinlandes und versorgte das antike Köln täglich mit 20 Millionen Litern bestem Trinkwasser aus der Eifel. Dies wirkte sich positiv auf den Gesundheitszustand und die Lebenserwartung der Menschen damals aus. Prof. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am UKB, ist dankbar, dass das neue Denkmal durch großzügige Spenden finanziert werden konnte: „Die Leitung ist ein eindrückliches Dokument für die Wertschätzung, welche die Römer der Versorgung mit sauberem, fließendem Trinkwasser entgegengebracht haben. Das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am UKB, mit seinem Direktor Prof. Martin Exner, ist ein WHO–Collaborative Center for Water Hygiene und setzt sich unermüdlich für die Umwelthygiene ein, bei dem Wasser eine sehr bedeutende Rolle spielt. In Ländern wie zum Beispiel Indien hat ein Großteil der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser.“

Den größten Anteil der Mittel zur Förderung der Wasserleitung hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Heimatfonds finanziert. Die Landesregierung fördert dabei Initiativen und Projekte, die lokale und regionale Identität und Gemeinschaft und damit Heimat stärken um Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern. 

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung: „Die römische Eifelwasserleitung ist in dreierlei Hinsicht ein Meisterwerk. Baulich: Vor über 2.000 Jahren technisch herausragend konzipiert. Gesundheitlich: Zur Versorgung der römischen Bevölkerung in Köln mit täglich bis zu 20 Millionen Liter frischem Wasser. Kulturell: Als sichtbares Stück Heimat, die ein Teil der römischen Geschichte bis heute lebendig macht. Die antike Wasserleitung an das Universitätsklinikum Bonn soll diese drei Aspekte für die heutige Generation sichtbar werden lassen. Deshalb unterstützt die Landesregierung das herausragende Projekt gerne mit einer Förderung in Höhe von 20.268,80 Euro aus dem Landesprogramm ,Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.`“ 

Oberbürgermeister Ashok Sridharan sprach für die Stadt Bonn, die zusammen mit dem UKB den Finanzierungsantrag gestellt hatte, die Begrüßungsrede zum Übergabetermin. „Ich freue mich, dass wir hier gemeinsam ein Stück Geschichte für Bonnerinnen und Bonner, aber auch für Gäste unserer geschichtsträchtigen Stadt sichtbar und erlebbar gemacht haben. Unser Referat für Stadtförderung hat das Universitätsklinikum bei diesem Projekt sehr gerne unterstützt“, sagte Ashok Sridharan. Weitere Förderer, die zum Erwerb und zur Aufstellung des Denkmals beigetragen haben, sind die Stiftung NRW unter Präsident Eckhard Uhlenberg und Vorstandsmitglied Prof. Heinz Erdmann, die Frontinus-Gesellschaft mit Präsident Prof. Hans Mehlhorn, sowie private Spender. Prof. Klaus Grewe als Archäologe führte eindrucksvoll in die Bau- und Ingenieurskunst der Römer ein, die einen solch eindrucksvollen Aquädukt möglich gemacht hat.

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Bildnachweise

  • Foto: Volker Lannert/Universität Bonn
  • Zbyszek Nowak - Fotolia
  • Kolja Matzke/Bundesstadt Bonn