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Bundesstadt Bonn

Bürgerentscheid über geplante Wohnbebauung am Melbbad

In Bonn kommt es zum dritten Bürgerentscheid in der Geschichte: Die Bürgerinnen und Bürger werden per Briefwahl über die geplante Wohnbebauung am Rande des Melbbades abstimmen.

In seiner Sitzung am 1. September 2020 hat der Rat der Stadt Bonn festgestellt, dass das Bürgerbegehren „Rettet das Melbbad“ zulässig ist. Die Voraussetzungen gemäß NRW-Gemeindeordnung sind erfüllt, das erforderliche Quorum von 9882 Unterschriften wurde erreicht.

Da der Rat dem Bürgerbegehren gleichzeitig nicht entsprach, wird nun ein Bürgerentscheid durchgeführt. Abgestimmt wird über die Frage: „Soll das Melbbad in seiner jetzigen Form ohne eine Wohnbebauung erhalten bleiben?“ Als letzten Abstimmungstag hat der Stadtrat Freitag, 27. November 2020, bestimmt. Die Auszählung der Stimmzettel ist für Samstag, 28. November 2020, vorgesehen. Die Stadt wird überplanmäßig 300.000 Euro für die Durchführung des Bürgerentscheids bereitstellen.

Zum Hintergrund

Der Rat der Stadt hatte am 27. September 2018 die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob ein Dritter bereit sei, am Rande des Melbbades geförderten Wohnraum zu schaffen und in diesem Zusammenhang die notwendigen Funktionsräume für den Betrieb des Melbbades als Ersatz für den sanierungsbedürftigen und abgängigen Umkleide- und Sanitärtrakt zu bauen.

Die VEBOWAG (Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG) hat bei der Stadt eine Bauvoranfrage für die Errichtung eines Baukörpers für eine Wohnnutzung gestellt. Konkret ist geplant, auf dem Grundstück ein mehrstöckiges Appartementhaus zu errichten. Im Erdgeschoss soll für den Betrieb des Melbbades ein Umkleide-, Technik- Sanitär- und Gastronomiebereich entstehen.

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