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Bundesstadt Bonn

Ratsbeschluss: Drei Gymnasien bekommen für Umstellung auf G9 neue Räume

Durch die Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang am Gymnasium (G9) brauchen einige Gymnasien in Bonn mehr Platz für die zusätzlichen Jahrgänge. Deshalb hat der Rat in seiner Sitzung am Dienstag, 1. September 2020, beschlossen, dass das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, das Hardtberg-Gymnasium und das Konrad-Adenauer-Gymnasium neue Räume bekommen.

Carl-von-Ossietzky-Gymnasium

Das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Ückesdorf erhält auf dem jetzigen Parkplatz einen Neubau mit insgesamt fünf neuen Klassenräumen. Aktuell umfasst der Schulkomplex drei Gebäude. Die wegfallenden Stellplätze sollen durch neue Parkplätze südlich des Gebäudes, vor der Aula, ersetzt werden. Außerdem wird die seit Jahren leerstehende Hausmeister-Wohnung neben dem Parkplatz abgerissen. Der eingeschossige Neubau wird so gebaut, dass eine Aufstockung möglich ist.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen betragen zum aktuellen Zeitpunkt rund 2.62 Millionen Euro. Unter der Berücksichtigung der Kostensteigerung während der Bauzeit sowie unvorhersehbaren Risiken wird mit einer Gesamtsumme von 3,086 Millionen Euro brutto gerechnet. 

Hardtberg-Gymnasium

Das Hardtberg-Gymnasium auf dem Brüser Berg erhält insgesamt vier neue Klassenräume, die in einem neuen Gebäude neben dem Hauptgebäude der Schule untergebracht werden sollen. Der Außenbereich rund um den Neubau wird insbesondere vor dem zukünftigen Eingangsbereich umgestaltet. Außerdem sind neue Fahrradständer eingeplant. Auch im Hardtberg-Gymnasium wird der Neubau eingeschossig gebaut, kann bei Bedarf aber aufgestockt werden. Das Hauptgebäude wird zurzeit über einen Fernwärmeanschluss versorgt. Der Neubau wird an die bestehende Heizanlage angeschlossen. 

Die Gesamtkosten für die Neubaumaßnahmen betragen zum aktuellen Zeitpunkt rund 1,825 Millionen Euro. Unter der Berücksichtigung der Kostensteigerung während der Bauzeit sowie unvorhersehbaren Risiken wird mit einer Gesamtsumme von 2,149 Millionen Euro brutto kalkuliert.

Konrad-Adenauer-Gymnasium

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium in Bonn-Pennefeld erhält in der Nähe des Hauptgebäudes einen autarken, zweigeschossigen Erweiterungsneubau mit neun zusätzlichen Klassenräumen. Angrenzend an den Neubau werden die Außenanlagen zu einem zweiten, eigenständigen Schulhof mit Spiel- und Bewegungsangebot gestaltet.

In Form eines Bürgerantrags hatten sich hier die Nachbarn zu Wort gemeldet, aus deren Sicht der Neubau zu nah an ihre Häuser heranrückt. Die Verwaltung hat zugesagt, im Rahmen eines „runden Tisches“ gemeinsam mit den Anliegern zu prüfen, in wieweit eine Verschiebung des geplanten Baukörpers möglich ist.

Im Zuge der Erweiterung des Konrad-Adenauer-Gymnasiums wird im Bestandsgebäude eine Erneuerung der Niederspannungshauptverteilung notwendig, um die Einspeisung der elektrotechnischen Versorgung des Neubaus in das Hauptgebäude herzustellen. Eine Anbindung des Neubaus an die vorhandene Niederspannungsverteilung aus den 50er Jahren ist nach aktuellen Richtlinien nicht erlaubt. Die anfallenden Kosten dieser Maßnahme sind in den Gesamtkosten berücksichtigt.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen betragen zum aktuellen Zeitpunkt rund 6,875 Millionen Euro. Unter der Berücksichtigung der Kostensteigerung während der Bauzeit sowie unvorhersehbaren Risiken wird mit einer Gesamtsumme von 8,174 Millionen Euro brutto gerechnet.

Allgemeine Anforderungen an die Neubauten

Alle drei Neubauten wurden gemeinsam mit dem Arbeitsschutz und der Behinderten-Gemeinschaft Bonn abgestimmt. Sämtliche Zugänge in den Erweiterungsneubauten werden barrierefrei gestaltet und jede Einrichtung kann ohne Erschwernisse auch von Rollstuhlfahrern und Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung besucht werden. Außerdem erhalten die Gebäude behindertengerechte Toiletten.

Auf den Neubauten wird, soweit energetisch und ökologisch sinnvoll, Photovoltaik angebracht. Für die Umsetzung wird mit den Stadtwerken Bonn bzw. der BürgerEnergie Rhein-Sieg eG Kontakt aufgenommen und die wirtschaftliche und technische Umsetzung geklärt. Zusätzlich werden die Dächer begrünt und es wird geprüft, ob Nistkästen gebaut werden können. Der Erweiterungen werden nach dem „KfW-Effizienzhaus 55“-Standard mit Passivhauskomponenten geplant.

Das Land NRW hat beschlossen, Kosten, die den kommunalen Schulträgern für die Rückkehr zu G9 entstehen, zu erstatten. Eine genaue Bezifferung dieses Belastungsausgleichs ist zurzeit noch nicht möglich. Daher wird in der Kostendarstellung vorerst auf eine Berücksichtigung verzichtet.

 

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Bildnachweise

  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • MEV-Verlag
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