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Bundesstadt Bonn

Rat beschließt Mitzeichnung der „Edinburgh Declaration“

Die Stadt Bonn wird die „Edinburgh Declaration“ von Städten und Regionen für den Schutz von Arten und Lebensräumen unterzeichnen. Das hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag, 16. September 2021, beschlossen.

Unter Federführung von Schottland und den Städtenetzwerken, vor allem von dem in Bonn ansässigen weltweiten Netzwerk „ICLEI – Städte für Nachhaltigkeit“, haben internationale Städte und Regionen in einem mehrmonatigen Online-Konsultationsprozess Positionen erarbeitet, die in die Verhandlungen für das neue Rahmenvertragswerk der Vereinten Nationen zur Biodiversität einfließen sollen. Die Bundesstadt Bonn hat diesen Konsultationsprozess begleitet. Seine Ergebnisse sind in der sogenannten Edinburgh Erklärung niedergelegt, die Positionierung, Selbstverpflichtung und Aufruf zu schnellem Handeln für den Schutz von Arten und Lebensräumen ist.

Gefordert wird darin auch die politische Einbeziehung von Städten und Regionen in die globalen Strategien. So wie auch das Pariser Klimaabkommen von 2015 die Teilhabe und Beiträge aller Ebenen und Bereiche ausdrücklich einbezieht, soll dies auch im nächsten Rahmenwerk für die Biologische Vielfalt sichtbar und in konkretes Handeln umgesetzt werden. Um die lokale und regionale Ebene weltweit mit einem „Mandat“ auszustatten, wird ein politischer Beschluss der Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention CBD angestrebt. Städte und Regionen in aller Welt sind zur Unterstützung dieser Positionen und zur Mitzeichnung der Edinburgh Erklärung bis zur aufgrund der Corona-Pandemie auf Herbst 2021 und Frühjahr 2022 verschobenen Vertragsstaatenkonferenz aufgerufen.

Dazu Oberbürgermeisterin Katja Dörner: „Biodiversität, die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, ist die Basis menschlichen Lebens. Hier in Bonn schützen wir unsere Natur und unseren lokalen Artenreichtum – und auch wir sind dabei, uns mit einer neuen Biodiversitätsstrategie für das nächste Jahrzehnt aufzustellen. Die Zustimmung des Rats der Stadt Bonn zur Mitzeichnung der Edinburgh Declaration freut mich sehr, denn Städte sind weit mehr als Umsetzende – sie sind Partnerinnen der nationalen wie globalen Biodiversitätsstrategien. Das zeigt sich auch daran, dass die Biodiversitätskonvention je einen beratenden Beirat der Städte und Regionen unterhält, dem ich mit Amtskolleg*innen aus fünf Kontinenten angehöre.“

Bonn engagiert sich weltweit für Biodiversität

Die Bundesstadt gehört seit 2006 zur Kerngruppe der Städte, die sich weltweit für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt engagieren und sich in globale Debatten einbringen. Bonn zählt zudem zu den Impulsgeber*innen im Beirat der Städte im globalen Aktionsbündnis der lokalen und sub-nationalen Ebene für Biodiversität, ein vom internationalen Städtenetzwerk ICLEI koordiniertes Gremium, das bei der Biodiversitätskonvention eine beratende Funktion hat.

Bereits seit der Weltnaturschutzkonferenz 2008 in Bonn haben sich Städte und Regionen gemeinsam mit Organisationen der Vereinten Nationen, der Weltnaturschutzorganisation IUCN und dem Städtenetzwerk ICLEI in einem globalen Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Im Jahr 2010 beschlossen die Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention dann erstmals einen Aktionsplan der Städte und Regionen. Ein neuer Aktionsplan, in den auch die Forderungen der Edinburgh-Erklärung einfließen sollen, wird voraussichtlich bei der nächsten Vertragsstaatenkonferenz beschlossen.

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