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Bundesstadt Bonn

Deutsche Telekom entwickelt Mobilitätsplattform

Neue Mobilitäts-App soll ab 2022 vernetzte Verkehrsangebote aus einer Hand anbieten. Erster Einsatz gemeinsam mit Stadtwerken Bonn geplant. Testphase im Raum Köln-Bonn für Telekom-Beschäftigte & Friends vorgesehen.

Präsentierten verschiedene Verkehrsträger: (v.l.) OB Katja Dörner, Michael Frankenberg (Hacon), Olga Nevska (Telekom) und Anja Wenmakers (Stadtwerke)

Dies ist eine Pressemitteilung der Deutschen Telekom.

Eine schnelle Digitalisierung der Mobilität ist der Schlüssel für mehr Klimaschutz und eine Verbesserung der Verkehrssituation. Verkehrsfachleute und Stadtentwickler*innen gehen davon aus, dass zukünftig ein Mix verschiedener Verkehrsträger eine Rolle spielen wird und weniger das eigene Auto.  Mit der Vertragsunterzeichnung in der Telekom-Zentrale in Bonn wurde nun erstmals eine Kooperationsvereinbarung zwischen einem Nicht-Verkehrsunternehmen und einem ÖPNV-Unternehmen geschlossen. Ziel ist es, ab 2022 zunächst in der Metropolregion Köln/Bonn, später auch bundesweit, vernetzte Mobilitätsangebote über eine neue Telekom-App zu bündeln und anzubieten.

Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner: „Unser Ziel in Bonn ist die Verkehrswende. Wir wollen mehr Menschen motivieren, auf Fahrräder, Busse, Bahnen oder Carsharing umzusteigen. Denn dadurch wird unsere Stadt für alle lebenswerter. Je leichter wir den Menschen diesen Umstieg machen, umso mehr Pendler*innen lassen ihr Auto stehen. Daher ist dieser Ansatz genau richtig und sicherlich Vorbild für weitere Unternehmen und Institutionen in unserer Region. Es gilt, die Potentiale der Digitalisierung zu nutzen, um ganz spontan, schnell und einfach die richtigen Verkehrsmittel zu kombinieren und sofort zu bezahlen“.

Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Technology & Innovation der Deutschen Telekom, betonte anlässlich der Unterzeichnung des Vertrages die Dringlichkeit einer schnellen und menschenzentrierten Vernetzung aller Mobilitätsangebote. „Wer lediglich Verbrenner- gegen Elektroautos austauscht, hat den Auftrag an unsere Generation nicht verstanden“, so Nemat. „Die Reduktion der großen Emissionstreiber muss Hand in Hand gehen mit dem Erhalt unserer Mobilität und einer Verbesserung der Attraktivität unserer Regionen und Städte. Dazu wollen wir einen Beitrag leisten.“

Neue Mobilitätsplattform TMS

Mit der Unterzeichnung wurde der Startschuss für eine neue Mobilitätsplattform vereinbart, mit deren Entwicklung die Telekom MobilitySolutions (TMS) und die Siemens-Tochter Hacon betraut sind. Durch diese in Deutschland einzigartige Kooperation erhalten in einem ersten Schritt Telekom-Beschäftigte und ihre Familien sowie Freunde in und um Bonn den Zugang zu einem vielfältigen Mobilitätsangebot jenseits des eigenen Autos. Die neu entwickelte App bündelt alle geteilten und öffentlichen Verkehrsmittel einer Region.

Anja Wenmakers, Geschäftsführerin Standwerke (SWB) Bus und Bahn und SWB Mobil, sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnung, dass die Stadtwerke Bonn die Vernetzung von Verkehrsdienstleistungen naturgemäß immer schon im Blick haben. „Mit umfangreichen Angeboten leisten wir unseren Beitrag dazu, Staus zu reduzieren und die Verkehrswende in Bonn der Region voranzutreiben. Wir setzen die Kundenbrille auf und wollen den Zugang zu unseren Bussen und Bahnen so einfach wie möglich gestalten. Deshalb freuen wir uns, dass ÖPNV-Tickets auf der neuen Plattform buchbar sind. Der Vertrag regelt die Integration des VRS-Tarifs und den Verkauf von ÖPNV-Tickets im Namen der Stadtwerke Bonn für Telekom-Mitarbeitende und deren Familien (family and friends)“, so Wenmakers.

Neben dem öffentlichen Nahverkehr sollen auch die Angebote wie Leihräder und E-Scooter sowie Anbieter von Car Sharing, Ride Hailing und Pooling in der neuen App gebündelt werden.

Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, zeigt sich überzeugt davon, dass in einer Region, die so von Pendlerströmen geprägt ist, wie der Rhein-Sieg-Kreis, die Verkehrsprobleme nur gemeinsam gelöst werden können. „So wie die Deutsche Telekom vor zwei Jahren als einer der vier Vorreiter bei unserem gemeinsamen Programm „JOBWÄRTS.einfach.besser.pendeln“ eingestiegen ist, geht sie mit der Realisierung von „Mobility as a Service“ den nächsten Schritt voran. Ich hoffe, dass nach der Testphase mit den Mitarbeitern der Deutschen Telekom auch das gemeinsame JOBWÄRTS-Programm davon profitieren wird.“

Olga Nevska, Geschäftsführer der Telekom Mobility Solutions  (TMS) will mit der neuen Plattform den eingeschlagenen Weg zur digitalen, vernetzten und garantierten Mobilität fortsetzen: „Von der Planung über die Buchung und Durchführung bis zur Abrechnung über alle Strecken und Anbieter bietet die App alles auf einen Blick. Durch die Partnerschaft zwischen Telekom und SWB erschließen wir zunächst den Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und damit die Metropolregion Köln/Bonn. Weitere Ballungsräume werden folgen. Wir sprechen bereits mit zahlreichen Verkehrsunternehmen und Mobilitätsdienstleistern und freuen uns, wenn sich noch viele weitere Partner unserer Plattform anschließen! Gemeinsam werden wir das Reisen ein Stück effizienter und umweltfreundlicher gestalten“, so Nevska. 

Die Technologie-Entwicklung erfolgt durch die Siemens-Tochter Hacon. 

Michael Frankenberg, Hacon-CEO und Leiter Intermodal Solutions bei Siemens Mobility ist gespannt auf das gemeinsame Projekt: „Die Deutsche Telekom bietet mit ihrem Digitalisierungs-Knowhow zig Millionen von Menschen täglich einen sicheren Zugang zu Telekommunikationsdienstleistungen. Nun schafft sie mit einer offenen „Mobility as a Service – Plattform“ (MaaS) die Basis, um nachhaltige und vielfältige Mobilität für jeden Bürger einfach zugänglich zu machen.  Wir freuen uns, unser Knowhow in dieses ehrgeizige Projekt einzubringen. Gemeinsam werden wir das Reisen ein Stück effizienter und umweltfreundlicher gestalten.“

Die neue Plattform wird im Frühjahr 2022 in die Pilotphase gehen. 

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Bildnachweise

  • Foto: Deutsche Telekom

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