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Bundesstadt Bonn

Corona-Impfzentrum soll ins World Conference Center

Die Bundesstadt Bonn hat mit den Vorbereitungen für ein Corona-Impfzentrum begonnen.

Wie Oberbürgermeisterin Katja Dörner und Stadtdirektor Wolfgang Fuchs am Donnerstag, 26. November 2020, mitteilten, soll es im World Conference Center Bonn (Platz der Vereinten Nationen) eingerichtet werden. Dieser Standort im Bundesviertel ist zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Stadtverwaltung davon aus, dass es gemäß Vorgaben des Landes NRW, das die Finanzierung übernimmt, mindestens ein Impfzentrum in Bonn geben wird. Die Einrichtung und der Betrieb werden voraussichtlich Aufgabe der Stadt Bonn sein, die Ärzte, die die fachliche Aufsicht haben werden, sollen – ebenso wie das weitere medizinische Personal - von der Kassenärztlichen Vereinigung gestellt werden. „Der Beginn der Impfungen ist noch unsicher. Dies hängt unter anderem von der verfügbaren Menge an Impfstoff ab. Derzeit rechnen wir mit Januar 2021“, betont die Oberbürgermeisterin. Ziel der Stadt Bonn sei es, mit dem Impfzentrum ab Mitte Dezember betriebsbereit zu sein. 

Logistische Herausforderungen

Das Impfzentrum wird in Verantwortung und Zuständigkeit des Gesundheitsamtes liegen. Die Feuerwehr unterstützt, indem sie die Planung, Einrichtung und Betrieb des Impfzentrums übernommen hat. Die kurzfristige Realisierung stellt Gesundheitsamt und Feuerwehr vor logistische Herausforderungen. So ist derzeit weder die zeitliche noch mengenmäßige Verfügbarkeit der Impfstoffe und Impfmengen klar, die Koordination von Terminvergaben, Planung und Durchführung der Impfungen muss geregelt, und es muss in ausreichender Menge geeignetes und verlässliches Personal gefunden werden. „Es gibt noch eine ganze Reihe von offenen Punkten, die unseren Planungsprozess noch beeinflussen werden“, sagt Bonns Feuerwehrchef Jochen Stein. Wichtig sei in jedem Fall eine möglichst große Flexibilität, um jederzeit auf neue Herausforderungen reagieren zu können.  

Das WCCB - hier bei der Klimakonferenz 2019 - soll Impfzentrum in Bonn werden.

Weitergehende Maßnahmen

Die Verlängerung des Teil-Lockdowns und die weitergehenden Maßnahmen, auf die sich Bund und Länder am Mittwoch, 26. November 2020, geeinigt haben, muss nun das Land Nordrhein-Westfalen über eine neue Coronaschutzverordnung umsetzen.

Silvester

Ein generelles Böllerverbot wird es nach dem Treffen von Bund und Ländern nicht geben. Die Stadtverwaltung prüft, wo in Bonn Böllerverbote ausgesprochen werden. Dies wird sie in den nächsten Tagen bekanntgegeben. Die Oberbürgermeisterin appelliert an die Bürgerinnen und Bürger sich zurückzuhalten: „Unser Ziel muss sein, die Krankenhäuser und Rettungsdienste nicht zusätzlich zu belasten.“ 

Drive-In-Testzentrum wird zum 31. Dezember geschlossen

Unterdessen wird das im Sommer dieses Jahres aufgrund steigender Fallzahlen eingerichtete Drive-In-Testzentrum an der Petra-Kelly-Allee an der Rheinaue laut Beschluss des städtischen Krisenstabs am 31. Dezember 2020 geschlossen. Da in den vergangenen Monaten bei den niedergelassenen Arztpraxen deutlich mehr Testkapazitäten geschaffen wurden, wird das Drive-In derzeit nicht mehr benötigt. Sollte sich diese Situation künftig ändern, kann es kurzfristig wieder in Betrieb genommen werden. 

Abstrichtests werden weiterhin im Diagnostikzentrum in Bad Godesberg durchgeführt. Dort werden täglich zwischen 8 und 16 Uhr potenziell Coronavirus-Infizierte untersucht, die eine entsprechende Zuweisung haben. Die Zuweisung der Personen erfolgt ausschließlich durch die niedergelassenen Ärzte, den Rettungsdienst oder Krankenhäuser über das Gesundheitsamt nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung.

Betriebsferien der Stadtverwaltung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Mittwochabend nach den Beratungen mit den Ländern eine Empfehlung ausgesprochen, zur weiteren Kontaktminimierung „zwischen den Jahren“ Betriebsferien möglich zu machen. In Abstimmung mit dem Personalrat wird die Stadt Bonn davon Gebrauch machen. Daher wird die Stadtverwaltung von Mittwoch, 23. Dezember 2020, bis Freitag, 1. Januar 2021, geschlossen. Der erste Arbeitstag im neuen Jahr wird Montag, 4. Januar 2021, sein. Details zu Notdiensten über die Weihnachtstage werden rechtzeitig bekanntgegeben. Das Gesundheitsamt allerdings wird – wie auch andere Dienststellen - über alle Feiertage hinweg seine Arbeit fortsetzen.

Aktuelle Zahlen

Der Corona-Inzidenzwert für die Stadt Bonn beträgt am Donnerstag, 26. November 2020, bezogen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner 136,06. In den vergangenen sieben Tagen verzeichnete das Gesundheitsamt 449 Neuinfektionen.

Aktuell gibt es 499 Covid-19-Fälle. Seit 28. Februar 2020 wurden insgesamt 3985 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 24 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. 3462 Personen sind wieder genesen. 3211 Bonnerinnen und Bonner befinden sich derzeit in Quarantäne.

In den Bonner Krankenhäusern liegen mit Stand Mittwoch, 25. November 2020, 98 Menschen aus Bonn und dem Umland, die an Covid-19 erkrankt sind. 66 Patienten werden auf Normalstationen betreut, 32 Personen liegen auf Intensivstationen, 26 von ihnen müssen beatmet werden.

Angesichts der nach wie vor hohen Infektionszahlen bittet die Oberbürgermeisterin die Bonnerinnen und Bonner: „Bleiben Sie bitte solidarisch, auch wenn es manchmal schwerfällt. Halten Sie sich an die Hygiene- und Abstandsregeln!“

Betroffene Einrichtungen

Positive Corona-Fälle meldet das Gesundheitsamt der Stadt Bonn an folgenden Einrichtungen: Grundschule Finkenhof (eine Person), Carl-Schurz-Schule (1), Matthias-Claudius-Schule (1), Freiherr-vom-Stein-Realschule (1), Realschule Hardtberg (1, nicht aus Bonn), Carl-von Ossietzky-Gymnasium (1), Aloisiuskolleg (1), Tannenbusch-Gymnasium (1), Abendgymnasium (2, davon eine Person nicht aus Bonn), Bernd-Blindow-Schule (1, nicht aus Bonn) und Robert-Wetzlar-Berufskolleg (1).

Kontrollen

In den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Stadtordnungsdient insgesamt 150 Einsätze unter dem Stichwort „Gesundheitsschutz“. Darunter fielen Quarantäneüberwachungen, Zustellungen von Ordnungsverfügungen, Überwachung von Abstandsregelungen vor Schulen und anlassbezogene Kontrollen in Geschäften. Auch mehrere Maskenkontrollen in Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen wurden durchgeführt, bei denen Verstöße in einem niedrigen zweistelligen Bereich festgestellt wurden. Die geringe Anzahl festgestellter Verstöße macht nach Auffassung der Stadt deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger die Maskenpflicht gut beachten.

Insgesamt gingen seit März bei der Bußgeldstelle der Stadt bis Mittwoch, 25. November 2020, 2.360 Anzeigen wegen Corona-Verstößen ein, und 1.410 Bußgeldbescheide wurden erlassen.

Informationen im Internet

Tagesaktuelle Informationen zu Corona stellt die Stadt Bonn auf ihrer Internetseite  www.bonn.de/coronavirus bereit.

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Bildnachweise

  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn

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