Inhalt anspringen

Bundesstadt Bonn

Neue Publikation über Beethovens Bonner Jahre

Das Stadtarchiv hat gemeinsam mit dem Bonner Heimat- und Geschichtsverein eine neue Ausgabe der „Bonner Geschichtsblätter“ herausgegeben. Der Band ist im renommierten Böhlau-Verlag erschienen. Auf 560 reich bebilderten Seiten widmen sich 19 Beiträge von 17 Autorinnen und Autoren Beethovens „Bonner“ Jahren (1770-1792).

Kindheit, Jugend und erste Erwachsenenzeit, insgesamt knapp 22 Jahre, verbrachte Ludwig van Beethoven in seiner Geburtsstadt Bonn. Im Herbst 1792 zog es ihn dann nach Wien. Aus einem befristeten Studienaufenthalt wurde aufgrund der politischen Entwicklung in Europa ein dauerhaftes Bleiben bis zu seinem Tod im Frühjahr 1827.

Welche Grundlagen für sein außergewöhnliches Können und Schaffen wurden in jenen Bonner Jahren gelegt? Welches sind seine Prägungen? Von wem wurde Beethoven maßgeblich beeinflusst? Diesen und vielen anderen Fragen geht der Sammelband in fünf Abschnitten nach. Dabei wird nicht nur der aktuelle Forschungsstand dargestellt, sondern auch neue Fragen und Forschungsansätze präsentiert.

„Die Bedeutung von Beethovens Heimatstadt Bonn für seine so außergewöhnliche Lebensleistung wird oft unterschätzt. Deshalb war es uns wichtig, noch einmal das prägende Milieu, das Umfeld Beethovens in den Blick zu nehmen, bereits Bekanntes oder Vermutetes zu bestätigen und mit zum Teil neuen Fragestellungen zu ganz bemerkenswerten Ergebnissen zu gelangen“, so der Herausgeber des Bandes und Stadtarchivar Dr. Norbert Schloßmacher. 

In einem ersten Abschnitt („Anfänge“) geht es um Beethovens Familiengeschichte, seine Taufe am 17. Dezember 1770 und um seine Taufkirche, (Alt-)St. Remigius am Remigiusplatz. die nach einem Blitzeinschlag 1800 nicht mehr restauriert und aufgebaut wurde.

In einem zweiten Themenkomplex („Voraussetzungen“) werden die kulturellen Rahmenbedingungen in der Residenzstadt Bonn zu Beethovens Zeit untersucht: Leseverhalten, Bibliotheken, Instrumentenbau, die herausragende Bedeutung und Rolle der Musik am Hof sowie der Einfluss der intellektuellen Kreise auf Beethoven.

Darüber hinaus werden „Zeitgenossen, Freunde, Weggefährten“ Beethovens vorgestellt, darunter die Familie Breuning, Franz Gerhard Wegeler, Johann Joseph Eichhoff, Graf Waldstein und Carl August Malchus. Geschildert wird zudem die so wesentliche Rolle der Lehrer und Förderer Beethovens, wie Neefe, Ries oder Simrock.

Markante „Weichenstellungen“ waren Beethovens erste Wienreise 1786/87, seine Reise mit dem kurkölnischen Orchester zum Generalkapitel des Deutschen Ordens in Mergentheim 1791 und seine richtungsweisende Begegnung mit Joseph Haydn im Sommer 1792 in Godesberg.

Der Abschnitt „Fortwirken“ spannt den Bogen wieder zurück nach Bonn und beschreibt die Reaktion seiner Heimatstadt auf die Nachricht von seinem Tod. Zeitlich endet das Werk mit dem ersten Beethovenfest und der Enthüllung des Beethoven-Denkmals auf dem Münsterplatz im Sommer 1845.

Die Ausgabe wurde gefördert von der Beethoven-Jubiläums GmbH, vom Stadtbezirk Bonn und dem Landschaftsverband Rheinland. Der Sammelband kann im Handel zum Preis von 49 Euro erworben werden.

Merken & teilen

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Bundesstadt Bonn
  • www.pexels.com
  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Stadtarchiv Bonn
  • Bundesstadt Bonn, Stadtarchiv
  • Giacomo Zucca / Bundesstadt Bonn

Wir verwenden auf der bonn.de ausschließlich technisch notwendige Cookies sowie zur statistischen Auswertung anonymisiert das Webanalysetool Matomo. Weitere Informationen und Hinweise zur Anpassung der Datenschutzeinstellungen finden Sie in der Datenschutzerklärung. Mehr erfahren ...