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Bundesstadt Bonn

Zukunftsfähige Schulen für Bonn

Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 28. Oktober 2021, verschiedene Beschlüsse gefasst, um weitere Bonner Gymnasien erweitern und auf den energetisch aktuellen Stand bringen zu können.

Die Stadt Bonn investiert weiter in den Ausbau sowie die Sanierung der Bonner Schulen. Wegen steigender Schülerzahlen sowie der Rückkehr zu G9 brauchen die Einrichtungen mehr Platz. Zudem sind energetische Sanierungen erforderlich. „Kindern und Jugendlichen einen Lernort bereit zu stellen, der für sie möglichst die besten schulischen Rahmenbedingungen bietet, ist für uns als Stadt eine ganz zentrale und wichtige Aufgabe. Das gilt zugleich auch für moderne technische Anlagen, die den heutigen Ansprüchen an Energieeffizienz genügen. Dafür investieren wir gerne, allein für das EMA und das KAG rund 40 Millionen Euro“, sagt Oberbürgermeisterin Katja Dörner.

Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium

Insgesamt rund 36,3 Millionen Euro investiert die Stadt Bonn in das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, das einen Ersatzneubau mit integrierter Aula erhält. Der Rat stimmte jetzt der Vorplanung und Kostenschätzung zu.

In diesem Ersatzneubau für das ehemalige Seminargebäude und die Aula, die mittlerweile abgerissen wurden, werden dann auch die durch die Rückkehr von G8 zu G9 zusätzlich erforderlichen Räume untergebracht. Übergangsweise wurde eine Containeranlage mit sechs Klassen auf dem Schulgelände eingerichtet.

Im geplanten Neubau finden im Erdgeschoss die neue Aula mit optimierter Raumakustik und Beschallungsanlage, das Foyer und eine neue Mensa Platz, ebenso Nebenräume. In den beiden Obergeschossen, die über zwei Treppenhäuser und eine Aufzugsanlage erschlossen werden, sind Lernbereiche für 15 Klassen vorgesehen. In den Obergeschossen ermöglichen Übergänge eine barrierefreie Erschließung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes. Im Untergeschoss sind neben Garderobe und Sanitärbereich drei Übungsräume, Lagerräume für Bühnenausstattung und Musikinstrumente, eine Werkstatt und der Technikbereich vorgesehen. Das Untergeschoss ist an die Aufzugsanlage, die auch als Lastenaufzug dient, angeschlossen. 

Sämtliche Zugänge im Erweiterungsneubau werden barrierefrei ausgeführt, das Gebäude erhält einen Aufzug über alle Geschosse sowie eine behindertengerechte Toilette im Erdgeschoss. Der Neubau kann in Effizienzgebäude 40-Standard (vormals KfW 40-Standard) ausgeführt werden. Für das Dach sind eine extensive Begrünung sowie eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

Für diese Planung wird auch die Bestandsmensa abgerissen, da so ein über alle Geschosse zum Quadrat erweiterter kompakter Baukörper mit einheitlicher Fassadengestaltung geschaffen werden kann, der funktional erhebliche Vorteile aufweist gegenüber der Variante, die den Erhalt der aktuellen Mensa vorsieht.

Konrad-Adenauer-Gymnasium

Eine neue Lüftungs- und Heizungsanlage sowie die energetische Sanierung von Dach- und Fassadenflächen der Turnhalle mit Nebenräumen sind am Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG) notwendig. Für die Planung und Ausführung gab der Rat nun grünes Licht.

Das vor kurzem sanierte Lehrschwimmbecken am KAG ist seit August 2021 wieder in Betrieb. Angesichts der Corona-Pandemie, die kurz nach Beginn der Sanierung begonnen hatte, rückten auch die Lüftungsanlagen in den Schulen in den Fokus. Die vorhandenen Anlagen im KAG waren rund 50 Jahre alt und entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen. In der Schwimmhalle ist die Lüftungsanlage mittlerweile ausgetauscht. Nun bekommt auch die Turnhalle eine neue Anlage, für die aus Platzgründen ein Technikgebäude im Außenbereich errichtet werden muss.

Auch die Heizung der Turnhalle inklusive Nebenräumen wird erneuert. Die Flachdächer des Gebäudes werden saniert, inklusive dem Rückbau der Sheddächer, und die Fenster sowie Türen in der Fassade ausgetauscht. Mit der Erneuerung können Stromkosten um rund 50 Prozent und die Gaskosten um rund 30 Prozent gesenkt werden. Das entspricht zirka 44.000 Euro pro Jahr. Die Kosten für die neue Heizungs- und Lüftungsanlage sowie die energetische Sanierung liegen bei 3,65 Millionen Euro. 

Helmholtz-Gymnasium

Eine perspektivische Entscheidung hat der Rat zudem für das Helmholtz-Gymnasium gefasst: die Schule soll am bisherigen Standort künftig fünfzügig geführt werden können. Die Stadt Bonn wird nun so schnell wie möglich mit den Planungen zur Umsetzung des dafür erforderlichen Raumprogramms beginnen. 

Schon heute kann vielen Schüler*innen nur ein Platz an einer von ihnen gewünschten Schulform angeboten werden, indem die festgelegten Obergrenzen für Klassengrößen ausgeschöpft werden. Die Statistik des Landes prognostiziert, dass die Schüler*innenzahlen in Bonn und damit auch die Nachfrage und der Bedarf an Gymnasialplätzen in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen wird.

Das Helmholtz-Gymnasium hat die Verwaltung ausgewählt, da hier in den nächsten Jahren ohnehin ein Sanierungsbedarf der naturwissenschaftlichen Räume besteht. Ein weiterer Bauteil ist marode. Daher soll in einem ersten Bauabschnitt dieser D-Trakt niedergelegt werden und anstelle dessen ein Neubau entstehen, in dem künftig zugleich auch die naturwissenschaftlichen Räume und weitere Fachräume untergebracht werden.

Nach Fertigstellung können in einem zweiten Bauabschnitt die heutigen ebenfalls sanierungsbedürftigen naturwissenschaftlichen Räume saniert und für die künftige Nutzung in Unterrichts- und Differenzierungsräume umgewandelt werden. Dieser Synergieeffekt minimiert zudem etwaige Belastungen im laufenden Schulbetrieb. Die Schulleitung des Helmholtz-Gymnasiums befürwortet die geplante Maßnahme ausdrücklich.

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