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Bundesstadt Bonn

Rahmenplanung Bundesviertel beschlossen

Wie soll sich das Bundesviertel, der Arbeitsplatzschwerpunkt Bonns, in Zukunft entwickeln? Leitlinien gibt die Rahmenplanung Bundesviertel vor, die der Hauptausschuss am 7. Mai 2020 beschlossen hat.

Die Herausforderungen an das Bundesviertel sind komplex: Der Standort ist für Büroansiedlungen sehr stark gefragt. Bonn will als Wirtschaftsstandort weiterwachsen. Künftig sollen jedoch auch mehr Menschen im Bundesviertel wohnen können, um den Standort urbaner und lebendiger zu gestalten. Hierzu soll das Angebot an Gastronomie, Nahversorgung, Kultur- und Freizeitangeboten weiter gestärkt werden. Diese Entwicklung soll sowohl stadtgestalterisch als auch stadtklimatisch verträglich erfolgen. Gleichzeitig gilt es, durch Erweiterung des Angebotes im Öffentlichen Nahverkehr und im Radverkehr ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten zu fördern.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan: „Ich freue mich, dass die Aufstellung und der Beschluss des Rahmenplans durch einen sehr konstruktiven Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft gelungen sind. Für die künftigen Planungen und Projekte haben wir jetzt eine wertvolle Leitlinie!“

Stadtbaurat Helmut Wiesner ergänzt: „Dieser Prozess hat noch Modifizierungsbedarfe hervorgebracht, die insbesondere bezüglich eines deutlich höheren Anteils von Wohnungen, aber auch im Bereich einer ökologisch orientierten Freiflächenentwicklung zu sehen sind.“

Spielräume und Vorgaben

Dazu beschreibt die Rahmenplanung in einem Strukturkonzept, einem Nutzungskonzept, einem Hochhauskonzept und einem Mobilitätskonzept die Ziele und Leitlinien für die Weiterentwicklung des Bundesviertels. Die Konzepte zeigen Spielräume für die Entwicklung auf, beschreiben aber auch lenkende Vorgaben. In einem abschließenden Umsetzungskonzept sind Impuls gebende Schlüsselprojekte benannt, für die eine zeitnahe Umsetzung empfohlen wird.

Die Rahmenplanung skizziert, wie das Bundesviertel künftig programmatisch und baulich-räumlich verändert und verdichtet werden kann, wie das Verkehrssystem darauf bezogen weiterentwickelt werden soll und wie die Freiräume aufgewertet werden können. In der Zielprojektion stellt sich das Viertel insgesamt urbaner, diversifizierter und qualitätsvoller dar.

Die Rahmenplanung ist ein langfristiges städtebauliches Entwicklungskonzept. Sie selbst schafft noch kein neues Planungsrecht, sondern er soll künftig bei der Aufstellung und Veränderung von Bauleitplänen Berücksichtigung finden. In diesen Verfahren wird selbstverständlich eine intensive Beteiligung der Öffentlichkeit stattfinden.

Zum Hintergrund

Der Rat der Stadt Bonn hatte die Stadtverwaltung beauftragt, eine Rahmenplanung für die künftige Entwicklung des Bundesviertels zu erarbeiten. Dieser Teil der Stadt ist der größte und wichtigste Standort in Bonn für dienstleistungsorientierte Unternehmen von nationaler und internationaler Bedeutung, für Bundesbehörden und internationale Institutionen.

Zugleich liegen in ihm zusammenhängende Wohnquartiere mit eigener Identität. Zur Entwicklung von zukunftsweisenden Ideen und Zielvorstellungen für das Bundesviertel hatte die Verwaltung vier bundesweit namhafte Städtebaubüros zu einer dreitägigen Planungswerkstatt eingeladen. Sie hatte im September 2018 stattgefunden. Der darin entwickelte Entwurf des Büros Cityförster wurde als Grundlage für die Erstellung der Rahmenplanung ausgewählt.

Anschließend wurde die Rahmenplanung anhand von Überarbeitungshinweisen aus der Planungswerkstatt und in Rückkoppelung mit kommunalpolitischen Gremien weiterentwickelt. In diesen Prozess waren bereits Vorstellungstermine für die Öffentlichkeit sowie für im Bundesviertel ansässige große Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber eingebettet worden.

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