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Bundesstadt Bonn

Coronavirus-Kontaktverbot: Stadt schreibt erste Anzeigen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Bonn ist auf 166 Fälle gestiegen (Stand: Dienstag, 24. März, 12 Uhr).

Nach wie vor werden sieben Personen in Krankenhäusern behandelt, davon drei intensivmedizinisch betreut. Im Diagnostikzentrum wurden am Montag bis 17 Uhr 81 Abstriche genommen, zudem mobil 13 Proben entnommen.

Seit Sonntagabend gilt das vom Land Nordrhein-Westfalen verordnete Kontaktverbot für mehr als zwei Personen. Der Stadtordnungsdienst kontrolliert die Einhaltung konsequent. Bislang (Stand Dienstag, 24. März 2020, 14 Uhr) wurden Anzeigen gegen zwölf Personen geschrieben, die sich trotz Hinweisen und Ermahnungen weiterhin in Gruppen mit mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit aufhielten (Schulhof, Sportplatz, Parkanlage). Hier wird jeweils ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro verhängt. Die ersten Bußgeldbescheide wurden bereits von der Bußgeldstelle verschickt. „An dieser Stelle geht es nur mit Null-Toleranz“, so Oberbürgermeister Ashok Sridharan. „Wir wollen von Anfang an ein Zeichen setzen, dass wir ein derartiges unsolidarisches Verhalten nicht dulden und es sehr schnell spürbare Sanktionen nach sich zieht.“

Eine weitere Anzeige erhält der Betreiber einer Shisha-Bar, der diese unerlaubt geöffnet hatte. Er muss mit einem Bußgeld über 4000 Euro rechnen.

Gespräche mit der DeHoGa Nordrhein

Was die Hotels angeht, hat Oberbürgermeister Ashok Sridharan nach zahlreichen Rückmeldungen Bonner Hoteliers am Dienstag, 24. März 2020, Kontakt mit Christoph Becker, Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein, Kontakt aufgenommen, um kurzfristig gemeinsam Überlegungen anzustellen, welchen Weg man gehen könne, um alle Hotels zu schließen und dabei die erforderlichen Ausnahmen zu berücksichtigen. Dazu gehören zum Beispiel die Beherbergung von sog. Schlüsselpersonen, also Angehörige von Berufsgruppen, deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient. Dies gilt auch für Personen, die sonst von Obdachlosigkeit betroffen wären.          

Stadtverwaltung per Mail und Telefon erreichbar

Die Stadtverwaltung erinnert weiterhin daran, dass alle ihre Dienstgebäude für den Publikumsverkehr geschlossen sind. Ein Besuch der Verwaltung ist nur noch mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. An den Eingängen der Gebäude finden Zugangskontrollen statt. Die Verwaltung appelliert deshalb, Anliegen möglichst telefonisch oder per E-Mail zu klären.

Um noch besser für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar zu sein, weitet die Stadt das Hotline-Angebot aus. Um die zentral für das Dienstleistungszentrum eingerichtete Telefonnummer 0228 – 77 66 77 zu entlasten, können sich Bürgerinnen und Bürger mit ihren Fragen zusätzlich an folgende Rufnummern wenden: 0228 – 77 66 57 für Melde-, Pass- und Ausweisangelegenheiten, 0228 – 77 66 58 für die Zulassungsstelle und 0228 – 77 66 59 für die Fahrerlaubnisbehörde bzw. Führerscheinstelle.

Eine Übersicht über die zentralen Rufnummern und E-Mail-Adressen der verschiedenen Fachdienststellen der Stadtverwaltung sind auf der städtischen Internetseite unter  www.bonn.de/verwaltungskontakt  veröffentlicht.

Aktuelle Informationen im Internet

Die Stadt Bonn informiert tagesaktuell auf ihrer Internetseite über die Situation zum Coronavirus in der Bundesstadt:   www.bonn.de/coronavirus.

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