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Bundesstadt Bonn

Bonner Gesundheitsamt setzt „Sormas-eXchange“ ein

Seit 1. März 2021 setzt das Gesundheitsamt der Stadt Bonn in der Kontaktpersonennachverfolgung die beim Informationstechnikzentrum Bund ITZBund betriebene Software „Sormas-eXchange“ ein. Das Programm soll in der Corona-Pandemie einen Datenaustausch aller deutschen Gesundheitsämter untereinander ermöglichen.

Da zu Beginn der Corona-Krise bundesweit keine geeignete Software erhältlich war bzw. von Ländern und Bund den Kommunen zur Verfügung gestellt werden konnte, hat die Stadt Bonn das Programm „Covdi“ (CovidDigital) in sechs Wochen selbstständig konzipiert, programmiert, getestet und in Betrieb genommen. Die Erstellung von Quarantänebescheiden oder die automatisierte Anordnung von Abstrichen per Klick ermöglichte dem Bonner Gesundheitsamt, schnell und effektiv im Pandemiegeschehen zu handeln. Im Laufe des Jahres 2020 wurde „CovDi“ an die weiteren Bedürfnisse der Mitarbeitenden im Gesundheitsamt angepasst. 

„Sormas“ (Surveillance, Outbreak Response Management and Analysis System) stand den Kommunen als Anwendung zu Beginn der Corona-Pandemie zunächst nicht zur Verfügung; es wurde erst im Jahresverlauf 2020 bundesweit ausgerollt. Die Funktion, dass sich die Gesundheitsämter in den Kommunen über „Sormas“ untereinander austauschen können, ist eine neue Weiterentwicklung mit dem Namen „Sormas-eXchange“, welche bislang erst ab Anfang 2021 und zunächst nur einzelnen Pilotkommunen zur Verfügung steht. 

Als Pilotkommunen wurden die Gesundheitsämter identifiziert, welche noch über keine digitale Bearbeitungsmöglichkeiten verfügten. „Sormas“ wurde vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) speziell für die Bedürfnisse des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Deutschland angepasst und weiterentwickelt, um ein effektives überregionales Kontaktpersonenmanagement während der SARS-CoV-2-Pandemie zu ermöglichen. Durch die Förderung von Bund und Ländern wird die Software den Kommunen kostenfrei zur Verfügung gestellt. 

Mit Bund-Länder-Beschluss vom 19. Januar 2021 zu den Corona-Maßnahmen wurden die Länder aufgefordert, sicherzustellen, bis Ende Februar 2021 in allen Gesundheitsämtern „Sormas“ zu installieren. Diesen Vorgaben ist die Stadt Bonn bereits mit der initiierten Beschaffung der Software sowie der Planung von Schulungen der Mitarbeitenden im Gesundheitsamt zuvorgekommen  

Ab 27. Januar 2021 wurde die Software bei der Stadt Bonn implementiert und mit einem Pilotteam getestet. Für die Mitarbeitenden im Gesundheitsamt wurde ein individuelles Schulungsangebot erarbeitet, um einen reibungslosen Übergang von „Covdi“ zu „Sormas-eXchange“ zu ermöglichen.  Alle Mitarbeitenden haben an Online-Schulungen der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen teilgenommen und werden durch ein Team aus speziell geschulten Mitarbeitenden, die fortlaufend Hilfestellungen bieten sollen, unterstützt. 

Seit 1. März 2021 wird „Sormas-eXchange“ genutzt.  Zwar verfügt die Stadt Bonn zwischenzeitlich über einen Zugang zu der beim ITZBund betriebenen Software. Allerdings hat das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) die Nutzung der IT-Schnittstellen für den Datenaustausch der Gesundheitsämter untereinander noch nicht freigegeben. Die Stadt Bonn erwartet hierzu zeitnah eine Klärung und Umsetzung durch das Land NRW und den Bund.

Inzidenzwert beträgt 50,0

Am Mittwoch, 3. März 2021, beträgt der Corona-Inzidenzwert bezogen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner 50,0. Damit ist er seit 25. Februar kontinuierlich gesunken. In den vergangenen sieben Tagen sind dem Gesundheitsamt 165 Neuinfektionen gemeldet worden.

Seit 28. Februar 2020 wurden insgesamt 9.498 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 188 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Der jüngste Todesfall ist ein 45-Jähriger zu Vorerkrankungen liegen der Stadt Bonn keine Angaben vor. Zwischenzeitlich sind 9.063 Personen wieder genesen, 247 aktuell infiziert. 728 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne.

In den Bonner Krankenhäusern liegen zurzeit 67 Menschen aus Bonn und dem Umland, die an Covid-19 erkrankt sind. 42 Patientinnen und Patienten werden auf Normalstationen betreut, 25 Personen liegen auf Intensivstationen, 19 von ihnen müssen beatmet werden.

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