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Bundesstadt Bonn

Theater Bonn stellt Spielplan für 2020/2021 vor

In der Spielzeitpressekonferenz des Theaters Bonn am Mittwoch, 17. Juni 2020, haben Generalintendant Dr. Bernhard Helmich, Schauspieldirektor Jens Groß und Generalmusikdirektor Dirk Kaftan den neuen Spielplan von Oper und Schauspiel für die Spielzeit 2020/2021 vorgestellt. Hier die Pressemitteilung des Theaters Bonn:

„Ich freue mich sehr," eröffnete der Generalintendant Dr. Bernhard Helmich am Mittwoch, 18. Juni 2020, die Spielzeitpressekonferenz des Theaters Bonn, „Sie noch so wenige Tage vor der Spielzeitpause hier bei uns im Opernhaus begrüßen zu können. Wir haben bis zu diesem letztmöglichen Termin gewartet, um Ihnen mitzuteilen, was wir zu Beginn der kommenden Spielzeit auf den Bühnen in den beiden Häusern anbieten werden." Da nur abgeschätzt werden kann, wie sich die Situation zu Beginn der neuen Spielzeit gestaltet und ob auch das Publikum wieder bereit ist, ins Theater zu gehen, „versuchen wir, so kurzfristig wie möglich zu planen und so flexibel wie möglich zu sein."

Der Spielplan bis Samstag, 7. November 2020

In allen Sälen wird es eine verminderte Anzahl von Sitzen geben: Im Opernhaus werden 312 Personen, im Schauspielhaus 129 und in der Werkstatt 21 Personen Platz finden. „Aufgrund des geringen Platzangebotes haben wir uns daher entschlossen, für die ersten beiden Premieren im Schauspielhaus eine A und eine B Premiere an direkt aufeinanderfolgenden Abenden anzubieten", so Schauspieldirektor Jens Groß.

Bis November darf sich das Publikum auf insgesamt sechs Premieren des Schauspiels und drei der Opern freuen. Darunter finden sich mit Kagels „Staatstheater", Bergmans „Szenen einer Ehe" und Kroetzs „Nicht Fisch nicht Fleisch" drei Werke, deren Premieren in der Spielzeit 19/20 ausfallen mussten, aber in die kommende verschoben werden konnten.

Auch die „Freunde des Tanzes", die auf viele Veranstaltungen in der laufenden und kommenden Spielzeit verzichten mussten - so ist das für den 28. und 29. August geplante Israel Ballet (Tel Aviv) mit „Black Swan/Nova Carmen" ebenfalls abgesagt - können sich am Samstag, 17. Oktober, auf einen zusätzlichen Ballettabend im Opernhaus freuen: „Fossil", in einer Choreographie von Martin Harriague zu der Musik von Franz Schubert.

Da in den Musicalproduktionen mit zahlreichen internationalen Gästen gearbeitet wird, was derzeit nicht möglich ist, wird es solche in dieser Spielzeit nicht geben.

„Gerade haben wir eine Chance umzudenken. Natürlich sind die Stücke und Besetzungen kleiner geworden, wodurch sich ein spannender thematischer Fokus ergeben hat: Die Beschäftigung mit der erkrankten Gesellschaft", betont Schauspieldirektor Jens Groß.

So eröffnet das Schauspielhaus mit einer Regiearbeit von Armin Petras: G. Büchners „Lenz" feiert am Donnerstag und Freitag, 10. und 11. September, Premiere. Die verschobene Premiere von „Nicht Fisch nicht Fleisch" von F. X. Kroetz in der Regie von Max Schaufuß folgt am Freitag, 11. September, in der Werkstatt. Mit einer Komödie, die das Unmögliche möglich macht und anlässlich der derzeitigen Situation in das Programm aufgenommen wurde, endet der September mit der Premiere von „Shakespeares gesammelte Werke (leicht gekürzt)" von A. Long, D. Singer und J. Winfield in der Regie von Roland Riebeling am Freitag und Samstag, 25. und 26. September, im Schauspielhaus.

Ebenfalls aktuell in das Programm aufgenommen, wird „Die Glasmenagerie" von T. Williams in der Regie von Matthias Köhler ab Donnerstag, 29. Oktober, in der Werkstatt zu sehen sein. „Szenen einer Ehe" von I. Bergman in der Regie von J. Neumann feiert am Freitag, 30. Oktober, im Schauspielhaus Premiere.

Am Samstag, 7. November, wird „Der zerbrochene Krug" eine Schauspielpremiere im Opernhaus präsentiert, was in dieser Art schon lange nicht mehr stattgefunden hat. Schauspieldirektor Jens Groß wird dieses bedeutende Enthüllungsdrama von H. von Kleist in einer Weise inszenieren, dass es zu gegebener Zeit ebenfalls auf der Bühne des Schauspielhauses spielbar sein wird.

Ein Problem, was sich insbesondere der Oper und dem Orchester stellt, ist das der Aerosole. Daher müssen entsprechende Anpassungen vorgenommen werden. Es wurde beschlossen, den Chor zunächst bis Ende November nicht auf die Bühne und das Orchester nicht in den Graben zu bringen. „So waren wir auf der Suche nach Stücken, möglichst ohne Chor, bei denen Musiker auf der Bühne platziert werden können", erläutert Generalintendant Dr. Bernhard Helmich.

Daher eignet sich M. Kagels „Staatstheater" hervorragend, die Opernsaison am Sonntag, 13. September, zu eröffnen. Eine Woche zuvor, am Samstag, 6. September, besteht bereits die Möglichkeit, bei der Eröffnungsmatinee Einblicke in das von Jürgen R. Weber Inszenierte zu erhalten. Die musikalische Leitung trägt Daniel J. Mayr.

In einer zwar ursprünglichen, doch heute nur noch selten zu sehenden, barocken Inszenierung, wird die Oper „La Calisto" von Francesco Cavalli, unter der musikalischen Leitung von H. Helfricht und inszeniert von J. Kerbel, am Freitag, 2. Oktober, im Opernhaus Premiere feiern.

Ebenfalls den gegebenen Umständnen angepasst, ist das von J.R. Weber inszenierte musikalische Traumspiel „Faust", nach J. W. von Goethe, das in einem Arrangement zugeschnitten für den Kinder- und Jugendchor des Theaters Bonn unter der Leitung von E. Klewitz am Samstag, 24. Oktober, Premiere haben wird.

Die ursprünglich geplante Premiere Giuseppe Verdis „Ein Maskenball" für Ende November kann noch nicht mit Sicherheit geplant werden, jedoch ist hier noch nichts abgesagt. So könnten nach den Sommerferien die Proben beginnen.

Generalmusikdirektor Dirk Kaftan gibt einen kurzen Überblick über die Arbeit des Beethoven-Orchester-Bonn, das wesentlich flexibler als Schauspiel oder Oper ist und kurzfristig seine Spielpläne anpassen kann. Daher werden diese erst im August bekannt geben. Bei den Opernaufführungen wird das BOB dabei sein und so freut sich Kaftan insbesondere über die Möglichkeit im neuen Jahr „Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck als Familienstück gegebenenfalls in seiner Urfassung zu spielen. Diese ist wesentlich schlanker besetzt und lässt so einen Klang von großer Feinheit und Poesie entstehen, der den Gesang in den Vordergrund rückt. Dafür ist es bereits gelungen, die Videokünstler „fettFilm" für die Regie, Bühnenbild und Video zu engagieren.

„Eines ganz sicher nie zu tun", beschließt Generalintendant Dr. Bernhard Helmich die Pressekonferenz, „Ihnen verstümmelte Stücke anzubieten. Wenn wir etwas spielen, so sind wir überzeugt, dass es keine Notlösung ist, sondern dass es szenisch und musikalisch vollwertige Aufführungen sind."

Dem Beginn der neuen Spielzeit und der Öffnung der Häuser im September sieht das Theater Bonn mit großer Freude entgegen und hofft, dem Publikum eine spannende Spielzeit 20/21 gestalten zu können.

Rita Baus umreißt für die beliebte Reihe „Quatsch keine Oper!" die Situation so: „Wir stehen derzeit mit den Künstlern und Agenturen in engem Kontakt und versuchen, neue Termine zu finden, die für die Künstler machbar sind und auch in den neuen Spielplan des Opernhauses passen. Wir hoffen, diese bald bekanntgeben zu können."

Kartenvorverkauf für Opernhaus und Spielhaus

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen zwischen dem 6. September und 4. Oktober beginnt bereits am Samstag, 20. Juni 2020. Die Vorstellungen ab dem 4. Oktober können ab Samstag, 29. August, erworben werden.

Zu beachten ist, dass die Theaterkassen während der Spielzeitpause geschlossen sind: im Schauspielhaus Bad Godesberg vom 28. Juni bis 9. August und in der Bonner Innenstadt, Windeckstraße 1, vom 5. Juli bis 9. August.

Ab Montag, 10.August, sind die Theaterkassen zu den regulären Öffnungszeiten entprechend wieder erreichbar. Während der gesamten Zeit können die Tickets auch online unter  www.theater-bonn.de erworben werden. Hier gibt es tagesaktuelle Informationen zum Spielplan.

Abonnentinnen und Abonnenten, die ein Abonnement mit festem Sitzplatz us der Spielzeit 19/20 weiterführen, erhalten eine Ermäßigung von 40 Prozent auf den Tageskartenpreis.

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Bildnachweise

  • Beate Schwesig/Bundesstadt Bonn
  • Beethoven-Orchester Bonn
  • www.pexels.com
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • Barbara Frommann

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