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Bundesstadt Bonn

Nahverkehr: „Lead City“-Angebotsverbesserungen werden ein Jahr fortgeführt

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 18. Juni 2020 beschlossen, die im Zuge des Förderprogramms „Lead City“ eingeführten Angebotsverbesserungen auf vielen Bus- und Bahnlinien vollständig, jedoch für ein Jahr befristet, fortzuführen. Der Nahverkehrsplan der Stadt Bonn wird entsprechend geändert.

Im Dezember 2018 bzw. August 2019 wurden über „Lead City“ wesentliche Angebotsverbesserungen im städtischen und regionalen ÖPNV umgesetzt, welche durch den Ratsbeschluss nun befristet bis Dezember 2021 erhalten bleiben:

  • Taktverdichtungen auf Hauptlinien am Wochenende (tagsüber 10/20-Minuten-Takt statt 15/30-Minuten-Takt)
  • neues verbessertes Busangebot für die Anbindung von Niederkassel/Troisdorf/Sankt Augustin (SB 55, 550, 551, 552, 540/640)
  • Taktverdichtungen und eine neue Buslinie auf regionalen Verbindungen zwischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis (537, 817, 845, 855, 856, 857)
  • Einrichtung der Linie 632 als Tangentiallinie Venusberg – Poppelsdorf – Endenich – Nordstadt – B.-v.-Suttner-Platz – Beuel
  • Verlängerung des 10/20-Minuten-Taktes auf Hauptlinien montags bis freitags von ca. 19.30 bis ca. 20.30 Uhr
  • Eine erste Auswertung der Verwaltung ergab, dass die Angebotsverbesserungen insgesamt sehr gut angenommen wurden. Dies bestätigt aus Sicht der Stadtverwaltung die Wirksamkeit eines attraktiven ÖPNV-Angebots, wenn es darum geht, die Verkehrssituation in der Region zu verbessern, die Luft sauberer zu machen und das Klima zu schützen.

Die Maßnahmen verursachen Kosten von circa 8,9 Millionen Euro jährlich und werden bis Ende dieses Jahres noch mit 95 Prozent vom Bund gefördert. Die Bundesregierung hat in Aussicht gestellt, diese Förderung bis zum 30. Juni 2021 fortzuführen. Dabei ist noch offen, ob insgesamt genügend Fördermittel zur Verfügung stehen werden. Für eine darüberhinaus gehende Förderung gibt es trotz Einsatzes der Stadtverwaltung vom Bund bislang keine Signale. Der Rat beauftragte die Verwaltung, sich diesbezüglich weiter zu engagieren.

Mit der Entscheidung des Rates einher geht der Auftrag, alle Angebotsmaßnahmen weiterhin zu evaluieren. Dies wird dem Rat im ersten Halbjahr 2021 als Entscheidungsgrundlage dienen, ob und wenn ja welche Maßnahmen dann auch über das Jahr 2021 hinaus verlängert werden sollen. Zudem soll geprüft werden, ob Mittel effizienter für andere Maßnahmen eingesetzt werden können.

Die Stadtverwaltung hatte ursprünglich vorgeschlagen, die Maßnahmen differenziert, jedoch unabhängig von einer eventuellen Förderung, fortzuführen. So sollten durch Rücknahme einiger Angebote in Randzeiten sowie bei der Linie 632 (Ende in der Innenstadt, kein Verkehr am Wochenende) im Jahr 2021 statt der 8,9 Millionen Euro Maßnahmen im Volumen von 7,27 Millionen Euro weitergeführt werden. Über die Fortführung von zwei Teilprojekten über das Jahr 2021 hinaus wäre noch zu entscheiden gewesen. Dafür jedoch sollten die Maßnahmen auf den regionalen Buslinien mit einem Gesamtvolumen von 5,2 Mio. Euro unbefristet fortgeführt werden. Dem ist der Rat nicht gefolgt.

Bezogen auf die regionalen Buslinien berät derzeit parallel der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises. Sowohl der dortige Planungs- wie auch der Finanzausschuss haben einer Verlängerung der „Lead City“-Maßnahmen bereits zugestimmt, die abschließende Entscheidung fällt in der Sitzung des Kreistages am 23. Juni 2020.

Unabhängig von den „Lead City“-Maßnahmen beschloss der Bonner Stadtrat auch weitere Änderungen im Nahverkehrsplan:

  • Veränderte Linienführung der Buslinien 856/857 in Bad Godesberg
  • Taktverdichtung Linie SB 55 samstags auf 20-Minuten-Takt
  • Taktverdichtung der Linie 62 sonntags von 30-Minuten-Takt auf 15-Minuten-Takt

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Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • www.pexels.com
  • Stadtwerke Bonn
  • Kolja Matzke/Bundesstadt Bonn
  • William 87/stock.adobe.com

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