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Bundesstadt Bonn

Coronavirus: Vorerst letzte Sitzung des Krisenstabs der Stadt

Der Krisenstab der Bundesstadt Bonn ist am Mittwoch, 24. Juni 2020, zu seiner insgesamt 36. und vorerst letzten geplanten Sitzung in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zusammengekommen. Mit Beginn der Sommerferien tritt er in den Bereitschaftsmodus.

OB sprach allen Beteiligten bei der vorerst letzten Sitzung des Krisenstabes seinen Dank aus.

„Ich danke den Mitgliedern des Krisenstabes und den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung sowie den externen Sachverständigen für die hervorragende Arbeit in den vergangenen Wochen und Monaten, die sehr anstrengend und ereignisreich waren“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der an fast allen Sitzungen des Krisenstabs teilgenommen hat. „Im Krisenstab sind seit 29. Februar weitreichende und für die Einschränkung der Pandemie erfolgreiche Entscheidungen getroffen worden, die mit dazu beigetragen haben, dass Bonn gut durch die Krise gekommen ist.“

Gemeinsam mit Stadtdirektor Wolfgang Fuchs, dem Leiter des Krisenstabs, ist er sich sicher: „Wir sehen die Bundesstadt Bonn in der Corona-Pandemie insgesamt sehr gut aufgestellt. Seit Beginn der Krise haben wir die Linie verfolgt, den Gesundheitsschutz der Bevölkerung und insbesondere die Sorge um die Risikogruppen in den Fokus unserer Arbeit zu stellen.“ 

Ausbreitung eingedämmt

Mit vielfältigen Maßnahmen und dank des Verständnisses und der Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger gelang es in Bonn, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Mit Stand Mittwoch, 24. Juni 2020, sind in Bonn nach wie vor vier Menschen akut an Covid-19 erkrankt. Seit 28. Februar 2020 wurden unverändert 757 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 745 Personen sind wieder gesund, acht Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. In den vergangenen sieben Tagen sind in Bonn lediglich drei Neuinfektionen registriert worden; dies entspricht 0,91 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Mit dem von Bund und Ländern eingeführten Notfallmechanismus gegen steigende Infektionszahlen von 50 neuen Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt die Grenze für die Bundesstadt Bonn mit mehr als 330.000 Einwohnern bei 165 Fällen. 

Mehr als eine Million Zugriffe im Internet

Die zum Teil sehr kurzfristige Umsetzung, die Kommunikation und die Kontrollen der Landesvorgaben, -erlasse und -verordnungen stellten die Bundesstadt Bonn immer wieder vor enorme Herausforderungen. Ein wichtiger Beitrag war in diesem Zusammenhang die umfangreiche Information und Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Sowohl per Telefon an der Corona-Hotline des Gesundheitsamtes (allein 19.024 Anrufe) als auch per E-Mail und auf den Social Media-Kanälen der Stadt wurden weit mehr als 20.000 Anfragen beantwortet, die Menschen auch informiert und aufgeklärt. Allein die Coronavirus-Seiten im Internetauftritt der Stadt Bonn wurden mehr als eine Million Mal aufgerufen.

Die Stadt Bonn geht davon aus, dass sie sich noch längere Zeit mit der Coronavirus-Pandemie auseinandersetzen wird. Während sich der Krisenstab jetzt im Bereitschaftsmodus befindet, wird die Koordinierungsgruppe des Krisenstabes die Berichtspflichten nach den Vorgaben der Bezirksregierung erfüllen und bei einer veränderten Lage unmittelbar den Krisenstab einberufen. Die weitere Bearbeitung des Coronavirus wird im Rahmen des operativen Verwaltungshandelns erfolgen, insbesondere bleibt das Gesundheitsamt tätig. 

Appell von OB und Stadtdirektor

„Unser Appell an die Bürgerinnen und Bürger: Bleiben Sie bitte aufmerksam, befolgen Sie weiterhin die Regeln, halten Sie Abstand und tragen Sie bitte beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen und überall dort eine Maske, wo der Abstand nicht sichergestellt ist. Denn die Pandemie ist noch längst nicht überstanden. Wir befinden uns mittendrin!“, so OB Sridharan und Stadtdirektor Fuchs. 

Zahlen, Daten Fakten

  • Zahl der Anrufe auf der Corona-Hotline des Gesundheitsamtes: 19.024 Anrufe
  • Zahl der Testungen im Diagnostikzentrum und durch mobile Teams insgesamt: 12.042
  • Zahl der Corona-Einsätze des Stadtordnungsdienstes: 2250
  • Zahl der festgestellten Verstöße insgesamt: 2000, überwiegend gegen die Kontaktverbote
  • Zahl der geschriebenen Anzeigen insgesamt: circa 1300, 960 Bußgeldbescheide erlassen
  • Zugriffszahlen auf die deutschsprachige Coronavirus-Seiten: 1.063.728
  • Zugriffszahlen auf die englischsprachige Coronavirus-Seiten:  36.215
  • Zahl der auf Social Media beantworteten Fragen insgesamt: rund 1100
  • Höchste Reichweite von Social Media Posts: Live-Streams der Pressekonferenzen auf Facebook am 29. Februar (123.307) und am 1. März (80.564)

Historie

  • 28. Februar 2020: Erster Coronavirus-Fall in Bonn; OGS-Mitarbeiter an der Clemens-August-Grundschule
  • 29. Februar 2020: Erste Sitzung des Krisenstabs der Stadt Bonn (circa 4 Uhr morgens im Gesundheitsamt)
  • 29. Februar 2020: Stadt schließt Clemens-August-Grundschule
  • 11. März: Stadt sagt alle Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besucherinnen und Besuchern bis auf Weiteres ab
  • 13.März 2020: Stadt schließt ab sofort alle ihre städtischen Kultur- und Sporteinrichtungen
  • 14. März: Start des Diagnostikzentrums in Bad Godesberg
  • ab 16. März 2020: Kitas sind geschlossen (bis auf Notbetreuung für Kinder von Schlüsselpersonen), in Schulen ruht der Unterricht
  • ab 17. März 2020: Besuche in Seniorenheimen werden eingeschränkt
  • ab 19. März 2020: Stadt beschränkt bis auf Weiteres den Zutritt zu allen Dienstgebäude für den Publikumsverkehr nur nach Terminvereinbarung
  • 18. März 2020: „Lockdown“: Allgemeinverfügung der Stadt zur Schließung von Einrichtungen, Geschäften, Restaurants und Speisegaststätten. 
  • 22. März 2020: Inkrafttreten der Rechtsverordnung des Landes: Kontaktverbot ab drei Personen
  • 23. März 2020: Erster Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus
  • 8. April 2020: Kirschblüte: Stadt sperrt Straßen der Altstadt
  • 21. April 2020: Stadt sagt Pützchens Markt 2020 ab
  • 27. April 2020: Einführung einer landesweiten Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen
  • 27. April 2020: Erste Geschäfte durften wieder öffnen
  • 1. Mai 2020: Autokino und Autokonzerte genehmigt
  • ab 4. Mai 2020: Wieder mehr Termine bei der Stadtverwaltung
  • 7. Mai 2020: Stadt kündigt sukzessive Wiedereröffnung der Kultureinrichtungen an
  • ab 7. Mai 2020: Alle Grundschulen nehmen den Betrieb wieder auf
  • ab 9. Mai 2020: Besucher in Seniorenheimen wieder möglich
  • ab 11. Mai 2020: Mehr Präsenzunterricht an Bonner Schulen
  • ab 14. Mai 2020: Teil der Vorschulkinder darf wieder in die Kitas
  • 20. Mai 2020: Erste Sporthallen öffnen wieder für Sportvereine
  • 21. Mai 2020: Mit dem Freibad Rüngsdorf startet die Freibad-Saison
  • 28. Mai 2020: Stadt stellt mit dem Universitätsklinikum gemeinsame Studie in zwei Kitas vor
  • 30. Mai 2020: Landesweit dürfen sich wieder Gruppen von bis zu zehn Personen in der Öffentlichkeit treffen
  • 12. Juni 2020: Stadthaus-Haupteingang wieder offen
  • 15. Juni 2020: Stadt weitet Terminangebot im Dienstleistungszentrum deutlich aus
  • 24. Juni 2020: 36. und vorerst letzte geplante Sitzung des Krisenstabs der Stadt Bonn

An den Sitzungen des Krisenstabs zum Coronavirus regelmäßig teilgenommen haben:

  • Stadtdirektor Wolfgang Fuchs, Leiter des Krisenstabs
  • Oberbürgermeister Ashok Sridharan
  • Carolin Krause, Familien-, Schul- und Sozialdezernentin 
  • Margarete Heidler, Stadtkämmerin
  • Dr. Inge Heyer, Leiterin des Gesundheitsamtes
  • Andreas Leinhaas, Leiter des Personal- und Organisationsamtes
  • Dr. Monika Hörig, Leiterin des Presseamtes
  • Jochen Stein, Leiter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes
  • Günter Dick, Leiter der Bürgerdienste
  • Prof. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn

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Bildnachweise

  • Giacomo Zucca / Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • Giacomo Zucca/Bundesstadt Bonn
  • Cynthia Rühmekorf/Bundesstadt Bonn
  • Andreas Pietz/Bundesstadt Bonn

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